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Supersonntag > Azubi gesucht > „Mach’ das, wofür dein Herz schlägt.“ >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 28.08.2017 um 15:49:53

„Mach’ das, wofür dein Herz schlägt.“

Volker Becherer, Abteilungsleiter Berufliche Bildung der Handwerkskammer Halle
Volker Becherer, Abteilungsleiter Berufliche Bildung der Handwerkskammer Halle
Foto: Handwerkskammer
Herr Becherer, alle Schüler stehen vor der Frage, was sie werden wollen.                   
Was spricht für einen Handwerksberuf?


Sehr viel. Denn wer will schon stur am Band stehen oder den ganzen Tag im Büro sitzen? Im Handwerk erschafft man selbst etwas mit seinen Händen, kann kreativ werden und arbeitet ganz individuell. Oft wird man vor neue Herausforderungen gestellt, wenn sich die Gegebenheiten ändern oder die Wünsche des Kunden ungewöhnlich sind. Außerdem wird dringend Nachwuchs für Handwerksberufe gesucht, da wir Fachkräfte brauchen. Wer repariert denn sonst Heizungen oder Autos von übermorgen?


Wenn man Handwerk hört, denkt man an Bäcker und Dachdecker oder Zimmerer …

Das kann sein, aber die Vielfalt ist viel größer, denn es gibt über 130 Handwerksberufe. Und die Berufe sind so unterschiedlich: Von A wie Anlagenmechaniker über Elektroniker und Hörakustiker bis Z wie Zahntechniker.


Was raten Sie jungen Menschen, die noch den richtigen Beruf für sich suchen?

Wir versuchen den jungen Leuten zu vermitteln: Mach’ das, wofür dein Herz schlägt und du eine Leidenschaft hast. Ohne sie macht der Job keinen Spaß. Man sollte sich über die Ausbildung informieren, entweder über verschiedene Medien oder auf Berufsorientierungsmessen wie der „Chance“. Viel wichtiger ist es, praktische Erfahrungen zu sammeln. Woher will ich denn sonst wissen, ob ein Beruf der richtige für mich ist? Mein Tipp an Jugendliche: Macht Praktika! Die Handwerkskammer vermittelt Praktikumsplätze auf ihrer Website.


Wenn eine Lehrstelle gefunden wurde, aber Probleme in der Ausbildung auftreten:
An wen kann ich mich wenden?


An die Ausbildungsberater der Handwerkskammer. Was wir aus der Praxis wissen ist, dass es unterschiedliche Probleme gibt: Jemand hat Schwierigkeiten, den Lernstoff in der Berufsschule zu schaffen oder sich in das Team im Unternehmen hineinzufinden. Manchmal klappt die Bewältigung des Alltags nicht gut und das wirkt sich auf die Ausbildung aus.


Was machen die Ausbildungsberater in so einem Fall?

Zuerst einmal hören sie sich an, wo der Schuh drückt. So vielfältig die Probleme sein mögen, so unterschiedlich sind auch die Unterstützungsmöglichkeiten, die es gibt. Insbesondere das Programm „Zukunftschance assistierte Ausbildung“ kann jungen Menschen beim erfolgreichen Abschluss der Ausbildung helfen.


Info:
www.hwkhalle.de/ausbildung

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