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Supersonntag > Unser Land > Süße Nudeln zum Dessert >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 23.04.2019 um 10:00:23

Süße Nudeln zum Dessert

Rund sieben Kilogramm Nudeln isst der Deutsche im Jahr, Tendenz steigend, weiß Martin Hahs (Foto rechts). Den Inhaber der Nudelmanufaktur am Franckeplatz darf man durchaus einen Spezialisten italienischer Teigwaren nennen. In die mediterrane Küche verliebte sich der 44-jährige während seiner Zeit als Koch im italienischen Restaurant „San Luca“ in Halle.

„Kochen lernte ich im Allgäu. Es folgten Berufsjahre in verschiedenen Restaurants in Österreich und an der Nordsee“, erinnert sich Martin Hahs. Kennengelernt hat er dadurch ebenso verschiedene Küchen.  „Vor einigen Jahren zog es mich zurück in meine Heimatregion. Im „San Luca“ studierte ich die Kochkunst der Italiener." Über die Jahre wurde der Wunsch, eine eigene Nudelmanufaktur zu betreiben, immer stärker. Bis es sich vor über zwei Jahren ergab, dass die Franckeschen Stiftungen für die Tranquebar einen neuen Pächter suchten.

Im Februar 2017 wurde die Nudelmanufaktur eröffnet. Seitdem gibt es im früheren Gasthof „Zum Raubschiff“ ein gesundes und preiswertes Mittagsangebot. Manchen Gästen sieht Martin Hahs den Alltagsstress an, wenn sie in der Mittagspause in die Tranquebar kommen. „Doch wenn sie gehen, sehe ich ein Lächeln in ihren Gesichtern.“ Dann weiß der Pastakoch, seine Nudelkreationen verzaubern die Menschen.

Den Namen Nudelmanufaktur trägt das Restaurant zu Recht. Alle Teigwaren sind handgemacht. Martin Hahs und sein Kochkollege Wolfgang Swatek (Foto links) kneten und formen in der Nudelküche Maccheroni, Spaghetti, Fusilli, Ravioli und Campanelle. Nur ausgesuchte regionale Zutaten werden für die Pastagerichte verwendet. „Die Deutschen sind sehr experimentierfreudig, was das Essen angeht. Sie probieren gerne neue Gerichte aus, mehr als die Italiener“, schmunzelt der gebürtige Merseburger. Ebenso experimentierfreudig geben sich Hahs und Swatek. In jeder freien Minute in der Küche wagen sie neue Nudelformen und in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Manches wird verworfen, manches weiterentwickelt, manches wird zum Bestseller, so wie die Schoko-Campanelle, süße Glöckchennudeln zum Dessert. Gäste, die noch nicht genug haben von den Pastaspezialitäten, können diese auch mit nach Hause nehmen – getrocknet und praktisch in handlichen Beuteln abgepackt.


Der Sommer kann kommen:
Erst Pasta, dann selbstgemachtes Eis


Der Sommer kann kommen in der Tranquebar. Dann öffnen Martin Hahs und sein Team die Freiluftterrasse auf der Wiese am Franckeplatz sowie den idyllischen und ruhigen Innenhof. Besonderes Schmankerl ist das Eis aus eigener Herstellung von der Eisbar am Johannisplatz für den Eishunger zwischendurch oder als eiskaltes Dessert nach dem Genuss eines außergewöhnliches Pastagerichts.


Vom Gasthof „Zum Raubfisch“ zur Nudelmanufaktur

Die Nudelmanufaktur befindet sich im ältesten Gebäude der Franckeschen Stiftungen. Der Mitte des 16. Jahrhunderts erbaute Gasthof „Zum Raubschiff“ lag damals noch vor den Stadttoren Halles in Glaucha. Die Balken in der Bohlenstube im zweiten Geschoss sind Zeugnis der damaligen Bauweise. August Hermann Francke kaufte das Haus und nutzte es für pädagogische und soziale Zwecke. Im Jahr 2012 wurde das Gebäude nach umfangreicher Sanierung wieder eröffnet.


Dänisch-Hallische-Mission im südindischen Tranquebar

Tranquebar ist nicht etwa der Name eines Weinlokals (auch wenn ein solches einige Jahre in dem Gebäude zu finden war), Tranquebar ist der alte Name der Stadt Tharangambadi in Südindien.

Im Jahr 1706 starteten die Missionare und Francke-Schüler Bartholomäus Ziegenbalg (1682–1719) und Heinrich Plütschau (1677–1752) zur ersten protestantischen Mission in der Kirchengeschichte. Sie ist heute unter dem Namen Dänisch-Hallische-Mission bekannt. Ein intensiver Wissensaustausch zwischen indischen Gelehrten und jenen der Franckeschen Stiftungen begann.


INFO

Nudelmanufaktur Tranquebar
Inhaber: Martin Hahs
Franckeplatz 4
Halle (Saale)
www.nudelmanufaktur-halle.de

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