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Supersonntag > Unser Land > Fünf Töpferscheiben drehen sich auf dem Markt >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 12:01:35

Fünf Töpferscheiben drehen sich auf dem Markt

Keramiker und Töpferkunstwerkstätten zeigen ihre Handwerkskunst und bieten Ihnen die Gelegenheit, ihnen bei der Arbeit an der Töpferscheibe über die Schulter zu schauen. Dazu laden die Keramikerinnung Sachsen-Anhalts, die Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH und die Lutherstadt Wittenberg wieder auf den historischen Marktplatz ein.


Größter Töpfermarkt in Mitteldeutschland

„Zum schönsten und größten Töpfermarkt in Mitteldeutschland werden in diesem Jahr wieder etwa 86 Töpferkunstwerkstätten und freischaffende Keramiker aus ganz Deutschland erwartet. Das vielfältige Angebot an Keramik ist überwältigend“, sagt die Töpferin Petra Schütze aus Gräfenhainichen. Seit 1992 organisiert sie den Töpfermarkt in Wittenberg. Mit 60 Töpfern und Keramikern hat Petra Schütze damals angefangen. „Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass sich der Töpfermarkt so entwickelt und nun eine feste Größe im Veranstaltungskalender in Wittenberg ist“, meint Petra Schütze.

Mit der Organisation und Durchführung des Töpfermarktes wolle sie dem Handwerk einen hohen Stellenwert geben. „Dies hat unser Handwerk verdient. Handwerk gehört einfach zu unserem Leben“, meint die Töpferin aus Gräfenhainichen. Der Töpfermarkt wird am Samstag, 29. September, um 10 Uhr durch Wittenbergs Oberbürgermeister Torsten Zugehör feierlich eröffnet. Mit dabei sind die Wittenberger Landsknechte und der Wittenberger Fanfarenzug, die mit den Töpfern gemeinsam einziehen und der Zeremonie einen festlichen Rahmen geben.

Fünf Töpferscheiben werden sich auf dem Markt drehen. RAKU-Brände werden vor Ort demonstriert. „Dies ist eine besondere Brenntechnik. Dabei entstehen besonders schöne Glasureffekte“, betont Petra Schütze. Auch wird gezeigt, wie Keramik bemalt wird.

Am Sonntag um 10 Uhr hält Pfarrer Alexander Garth einen Gottesdienst in der Stadtkirche, der gegen 10.30 Uhr auf dem Markt gemeinsam mit den Töpfern und Bläsern vor dem historischen Rathausportal mit Texten und Liedern fortgesetzt wird.

Auch ein Besuch des Cranach-Hofes in der Schlossstraße 1 empfiehlt sich. Dort findet am selben Wochenende der traditionelle Bauernmarkt der Cranach-Stiftung statt. Im Flair des historischen Hofes werden bäuerliche Produkte aus der Region angeboten.

Die Töpfer verabschieden sich am Sonntag um 17.30 Uhr am Rathausportal mit ihrer selbstgeschaffenen „Wittenberger Töpferhymne“. Im nächsten Jahr werden die Töpfer wieder kommen. Dann wird jedoch Petra Schütze nicht mehr dabei sein. Sie organisiert den Töpfermarkt in diesem Jahr zum letzten Mal.

Auch mit einem Stand wird die Töpferin auf dem Wittenberger Marktplatz dann nicht mehr vertreten sein. „Ich habe in den vergangenen Jahren so viel Herzblut in die Organisation gesteckt“, sagt sie. Zukünftig wird Jörg Engler aus Zahna die Organisation des Töpfermarktes übernehmen. „Ich vertraue ihm. Er ist schon lange dabei. Sicher wird das Team um Johannes Winkelmann von der Lutherstadt Wittenberg Marketing GmbH ihm mit Rat und Tat bei Seite stehen“, so Petra Schütze. Vom ersten Tag an ist die Töpferin aus Gräfenhainichen von Johannes Winkelmann bei der Organisation des Töpfermarktes unterstützt worden.

Er war für sie immer die erste Anlaufstelle und kümmerte sich um die gesamte Pressearbeit. „Er war für mich immer eine große Hilfe, deshalb möchte ich an dieser Stelle vielen, vielen Dank sagen. Es ist wichtig Jemanden zu haben, mit dem man über alles reden kann“.


95 Scheiben für Wandbild

2017 fand der Töpfermarkt zum 25. Mal statt. Im Vorfeld hatten die Organisatoren um die engagierte Töpferin Petra Schütze alle Töpfereien aufgerufen, gemeinsam ein Wandbild aus Keramik zu gestalten, dass den 25. Töpfermarkt, das Reformationsjubiläum und Wittenberg als Stadt an der Elbe verbindet. Das Wandbild besteht aus 95 Scheiben unterschiedlicher Größen. Die 95 Scheiben beziehen sich auf die 95 Thesen. Seit Anfang des Jahres befindet sich das 8 mal 3 m große Wandbild im Neuen Rathaus in Wittenberg im Beratungsraum Békéscsaba. Auf eine Besonderheit machte Petra Schütze aufmerksam. „Eigentlich sollten es 95 runde Scheiben sein. Jetzt sind es 94 runde und eine viereckige Scheibe. Ein Künstler hat wohl die Ausschreibung nicht richtig gelesen“, sagt Petra Schütze und lächelt. Der Künstler wird nicht verstoßen. Auch die viereckige Scheibe ist zu sehen. „Diese Botschaft ist mir ganz wichtig“, betont Petra Schütze abschließend.                  


Info
www.lutherstadt-wittenberg.de
Töpferstube Petra Schütze
Straße des Friedens 1
06773 Gräfenhainichen
Telefon: 034953/21 805

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