Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Supersonntag > Unser Land > Die spezielle Gewürz-Mischung bleibt ein Geheimnis >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 11:09:21

Die spezielle Gewürz-Mischung bleibt ein Geheimnis

Die sollen sich vom Geschmack seiner Produkte selbst überzeugen. Gar nicht so einfach, denn der Volksmund weiß bekanntlich: „Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht.“ Für Michael Schütze, der sich als Straußen-Claus einen Namen gemacht hat, ist dieser Spruch jedoch kein Grund, den Menschen landauf, landab den Geschmack seiner kulinarischen Genüsse näherzubringen. Zum Angebot gehören zahlreiche exotische Produkte. Der 60-Jährige setzt auf hochwertige Nahrungsmittel. Ganz bewusst schwört Schütze dabei auf gutes Fleisch von Tieren, die nicht schnell bis zu ihrem Schlachtgewicht gemästet werden, sondern denen die Züchter Zeit geben. „Und das schmeckt man“, davon ist Schütze überzeugt.

Die Kunden bekommen bei ihm am Verkaufswagen Currywurst vom Strauß, Bulette vom Wollschwein sowie Steaks vom Black-Angus- oder Wagyo-Rind. Ein ganz besonderes Geschmackserlebnis ist die extra kreierte Rocker-Bulette. Die dabei verwendete spezielle Gewürz-Mischung ist natürlich ein Geheimnis.

Schütze steht mittlerweile seit mehreren Jahren mit seinem Imbiss- und Verkaufswagen auf Wochenmärkten in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg. Ein neueres, größeres Fahrzeug wurde in diesem Frühjahr angeschafft. Mehr Platz für sein Angebot. „Die Nachfrage der Kunden ist gestiegen“, sagt der 60-Jährige, der im Wittenberger Ortsteil Seegrehna wohnt. Für ihn ein gutes Zeichen, denn immer mehr Leute wissen die Qualität hochwertiger Lebensmittel zu schätzen. Um die höhere Nachfrage in Zukunft befriedigen zu können, arbeitet Schütze mit neuen Lieferanten zusammen. Sein Straußenfleisch kommt nicht mehr vom Hof der Familie Schlüter in Naundorf bei Jessen. Dort wurde aus Altersgründen der Bestand an Tieren reduziert. Sein neuer Partner ist nun das Straußenland von Katrin und Uwe Glöckner in Golzern bei Grimma. Das magere und cholesterinarme Fleisch der Tiere wird dort gleich weiterverarbeitet. Filet, Steak, Salami und andere Wurstsorten werden nach eigener Rezeptur hergestellt.

Ein weiterer Partner ist die Fläminger Genussland GmbH mit Sitz in Reinsdorf bei Jüterbog. Wurst im Glas und frisch gepresste Öle kommen von dort. Schütze bezieht auf Bestellung aber auch tierische Erzeugnisse von der Fläminger Genussland GmbH wie Steaks vom Wagyo- und Black-Angus-Rind. Fleisch sowie Wurst vom Wollschwein oder Mangalitza (ungarische Schweinerasse), Wild, Lamm, Wasserbüffel, Geflügel, Pferd, Bison, Krokodil, Känguru, Schlange und weitere Exoten runden sein Angebot ab. Dabei bleibt Schütze seiner Philosophie treu. Der freie Händler bezieht nur ökologisch hergestellte Produkte aus Familienbetrieben in Deutschland, Südafrika und den USA, die sich garantiert der Freilandtierhaltung verschrieben haben.

Im neuen Verkaufswagen wirbt Schütze weiter hinter dem Tresen für seine Spezialitäten. Currywurst, Buletten und Steaks gehören zum Imbissangebot und können gleich vor Ort probiert werden. Appetithäppchen vom Bison, Woll- und Hausschwein werden den Kunden gleich mit über den Tresen gereicht. „Ich kann ja viel erzählen“, sagt Schütze, „aber vom Geschmack des Fleisches müssen sich die Kunden selbst überzeugen.“ Straußen-Claus ist nicht nur auf Wochenmärkten in der Region unterwegs. Mit seinen Verkaufs- und Imbisswagen kann er für Volks-, Dorf-, Familien- oder Firmenfeste gebucht werden. Spannende, nicht alltägliche Genüsse für Besucher und Publikum sind garantiert.

Nach einem bewegten beruflichen Leben mit Stationen als Boxer, Busfahrer, Türsteher und Rettungsschwimmer, hat Michael Schütze nun seine Berufung gefunden. Nach der Wende fing er mit dem Verkauf von Spargel und Fleisch als „Bauer Fritz“ in Seegrehna an. Sein Firmenname Straußen-Claus ist in dieser Zeit entstanden. Damals hat er mit dem Verkauf von Produkten vom Vogel Strauß begonnen. Der zweite Teil des Namens ist von einem Saisonjob abgeleitet. Schütze ist im Dezember ein gefragter Weihnachtsmann (Santa Claus). Von seinem Markenzeichen trennt er sich allerdings nie. Den echten weißen Rauschebart trägt der Motorradliebhaber, der für sein Hobby allerdings kaum Zeit findet, nämlich auch für den Rest des Jahres.

Schütze hat expandiert. „Meine kleine Firmenvergrößerung war letztlich nur machbar, weil auch mein bisheriges Team mit am Strang zieht. Denn es ist heutzutage nicht so einfach gutes Personal zu finden. Ganz besonders danke ich meinen Kunden für die bisherige Treue und natürlich freue ich mich über jeden Hungrigen, den ich an meinen Ständen neu begrüßen kann. Und wer gerade keinen solchen hat – es gibt auch leere Straußeneier, Federn und Leder für kreative Köpfe.“


Kontakt
Michael Schütze
Seegrehnaer Wiesenstraße 3
06888 Lutherstadt Wittenberg
Telefon: 0177/63 18 268

 

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
PODCAST Locker vom Hocker: Er lehrt dem Nachwuchs das Kochen PODCAST Locker vom Hocker: Er lehrt dem Nachwuchs das Kochen Anhalt (sbw). Koch-Azubis aus ganz Deutschland lernen aus dem Wissensschatz eines Dessauers. Thomas Wolffgang, Lehrer am Berufsschulzentrum, ist Mitautor des...
Anzeige
Sag Ja!
Interkulturelle Woche - Vielfalt verbindet Interkulturelle Woche - Vielfalt verbindet Vielfalt kann als Herausforderung und als Bereicherung wahrgenommen werden - vor allem aber ist Vielfalt gelebter Alltag ...
Anzeige
Romanik auf 1.000 Kilometern Romanik auf 1.000 Kilometern Die Straße der Romanik ist ein Weg durch Sachsen-Anhalt, dem Kernland frühen deutschen Königtums. Sie bietet Architektur aus dem Mittelalter....
Anzeige
Unser Land