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Supersonntag > Unser Land > Mansfelder Süßmostkelterei >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 10:48:44

Mansfelder Süßmostkelterei

In der Frühlingsausgabe von „Unser Land“ berichteten wir darüber, warum das beste Obst in Sachsen-Anhalt aus dem Mansfelder Land kommt. Was spricht also dagegen, dass auch der leckerste Saft aus der Mansfelder Region kommen sollte? Richtig, gar nichts. Und einer, der sich mit Saft so richtig gut auskennt, ist Michael Römermann (Foto). Er ist Inhaber der Mansfelder Süßmostkelterei.


Seit 1936

Die Mansfelder Süßmostkelterei in Klostermansfeld gibt es schon seit 1936. Gegründet wurde sie von Karl Römermann, dem Großvater des heutigen Inhabers. Karl Römermann besaß damals 14 Lebensmittelgeschäfte in der Region und die Süßmostkelterei war mehr ein Hobby von ihm. Heute ist sie Michael Römermanns ganzer Stolz, er hat sie 1992 von seinem Vater Johannes Römermann übernommen. Bei Römermanns besteht die Familientradition um den Saft, also schon seit über 80 Jahren und bereits seit über 25 Jahren mit Michael Römermann.

Das Prinzip der Süßmostkelterei ist so einfach wie genial. Das Obst für den Saft kommt nämlich aus den heimischen Gärten der Region. Wer also zu Hause im Garten oder in seinem Schrebergarten Obst anbaut und nicht alles einkochen möchte, kann einfach in der Süßmostkelterei in Klostermansfeld vorbeischauen und dort sein Obst zum Entsaften abgeben.


20 Saft-Sorten

Vor allem heimisches Obst wird so zu Saft verarbeitet. Apfelsaft macht über 60 Prozent der Produktion der Süßmostkelterei aus,  danach folgt Sauerkirsche und Johannisbeere. Über 20 Säfte und Nektare produziert Michael Römermann. Der Unterschied zwischen Saft und Nektar liegt übrigens im Fruchtgehalt. Nur was 100 Prozent Fruchtgehalt hat, darf sich auch Saft nennen. Allerdings sind keine 100 Prozent Fruchtgehalt nicht gleich etwas schlechtes, es gibt nämlich Früchte, wie die schwarze Johannesbeere, die sind viel zu sauer, um sie zu reinem Saft zu verarbeitet.

Unter den 20 Sorten der Klostermansfelder Süßmostkelterei finden sich die Klassiker, wie Apfel- und Birnensaft, Sauerkirsch-Nektar und Johannesbeer-Nektar, aber auch Sorten, die anderswo selten sind, wie Apfel-Holunder-Saft, Rhabarber- und Quitten-Nek-tar. Auch exotische Säfte sind in der Süßmostkelterei zu haben, wie Apfel-Ananas-Nektar oder Apfel-Guaven-Saft. Egal, welcher Saft, alle Säfte und Nektare sind lecker.


Obst aus
heimischen Gärten


Nachdem die Gäste ihr Obst aus dem heimischen Garten abgegeben haben, wird es erst einmal gewaschen, dann wird das Obst zu Maische zerkleinert, die dann über Pumpen zur Presse läuft. Der Saft wird pasteurisiert, also auf über 80 Grad erhitzt, und direkt in die Flaschen abgefüllt. So sind die Säfte und Nektare ganz ohne Konservierungsstoffe über zwei Jahre haltbar.

Die Kunden, die ihr Obst zur Süßmostkelterei bringen, erhalten als Gegenleistung einen vergünstigten Preis auf ihren Safteinkauf. Diese Vergünstigung wird in der Süßmostkelterei Klostermansfeld auch als Gutschein ausgeben. So kann man, wenn man große Mengen Obst vorbeibringt, seinen Safteinkauf über das ganze Jahr bequem einteilen. Wer nach Abgabe seines Obstes zwei oder drei Tage wartet, hat gute Chancen, dass im Saft, den er dann kauft, auch seine eigenen Früchte enthalten sind.

Die Süßmostkelterei lebt von den Kunden, die ihr Obst vorbeibringen. Manche Kleingärtner brachten ihr Obst schon zu DDR-Zeiten nach Klostermansfeld. Man kennt und schätzt sich in der Süßmostkelterei. Exoten für Säfte müssen natürlich zugekauft werden, manchmal auch heimisches Obst, um die Nachfrage an Saft zu befriedigen, doch auch zugekauftes Obst kommt von Bauern aus der Region.

Der allergrößte Teil des Obstes kommt aber wirklich aus den heimischen Gärten der Umgebung. Und das ist auch gut so, denn nur die Mischung ergibt den idealen Saft, betont Michael Römermann. Die Mischung aus den verschiedenen Sorten sorgt nämlich für den richtigen Geschmack in der Flasche. Für den Apfelsaft der Süßmostkelterei Klostermansfeld werden beispielsweise über 70 verschiedene Sorten Äpfel verarbeitet, die dem fertigen Saft am Ende sein Aroma geben.


Sechs Sorten
Fruchtwein


Wo es leckeren Saft gibt, ist es natürlich auch nicht abwegig, leckeren Wein herzustellen. Auch das kann Michael Römermann in seiner Süßmostkelterei. Sechs Sorten Wein stehen zur Auswahl: Apfel-, Sauerkirsch-, Erdbeer- und Holunderwein sowie ein heller und ein dunkler Glühwein. Auch diese werden nur aus heimischen Früchten gemacht und stehen im Geschmack dem Saft in nichts nach.

Wer jetzt Lust bekommen hat, sich den frischen Saft oder den Fruchtwein aus dem Mansfelder Land schmecken zu lassen, der kann in der Mansfelder Süßmostkelterei, Thondorfer Straße 14a, in Klostermansfeld vorbeischauen. Das eigene Obst aus dem Garten darf gern zur Abgabe mitgebracht werden, muss es aber nicht. Man darf hier gern auch leckeren Saft kaufen, ohne vorher Obst vorbeizubringen.


INFO
Mansfelder Süßmostkelterei
Michael Römermann
Thondorfer Straße 14a | 06308 Klostermansfeld
Telefon: 034772/25 211

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