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Supersonntag > Unser Land > Glücklich gackernde Hühner >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 10:32:19

Glücklich gackernde Hühner

Erst nach und nach gehen die Tiere ihrer Lieblingsbeschäftigung nach. Umso kräftiger scharren sie wenig später auf dem riesigen Freigelände und picken das leckere Grün und die dicksten Würmer aus dem Boden. „Ein typisches Verhalten“, sagt Michael Stecher. Der 39-jährige Landwirtschaftsmeister betreibt zusammen mit seiner Mutter Doris den „Heidehof Mark Zwuschen“. Mit ihrem Unternehmen haben sich dem biologischen Landbau verschrieben. Frische aus der Region, heißt das gelebte Motto.

Die in Mark Zwuschen ökologisch produzierten Eier kommen überwiegend in der Hauptstadt in die Pfanne oder auf den Frühstückstisch. Ein Großteil der Produktion geht nach Berlin, wo sie in den Naturkostgeschäften eines Biosupermarkt-Filialisten vertrieben werden. Bio-Eier aus Mark Zwuschen gibt es jedoch auch in Zerbst.

„Im Zentrum unserer Arbeit stehen Tierwohl und eine gesunde Produktion“, erklärt Michael Stecher. Der „Heidehof Mark Zwuschen“ ist ein Familienbetrieb. Gegründet wurde das Unternehmen 1991 als Integrationsdorf, das später vom Albert-Schweitzer-Familienwerk übernommen wurde. Doris Stecher entschied sich 2004 mit Hilfe ihres Sohnes den Betrieb „Heidehof“ weiter zu führen. Es war ein Schritt in die Selbstständigkeit. Statt arbeitslos zu werden, packte sie als Unternehmerin an. Doris Stecher, die sich bis dahin nur privat ein paar Hühner hielt, begann damit, einen professionellen Legebetrieb aufzubauen. Biologisch sollten Hühnerhaltung und Eierproduktion sein. Klasse statt Masse, so die Devise.

Mit ihrem Konzept hat die Familie Stecher den Nerv der Zeit getroffen. Eine eigene wirtschaftliche Existenz konnte aufgebaut werden. Mit biologischer Hühnerhaltung wurde in Mark Zwuschen eine Erfolgsgeschichte geschrieben. Immer wieder haben die Stechers in den zurückliegenden Jahren in neue, moderne Ställe investiert. Maschinen erleichtern das Sortieren und Verpacken der Eier. Auf Handarbeit kann trotz moderner Technik allerdings nicht verzichtet werden. 14 Mitarbeiter hat der Familienbetrieb. Dreimal in der Woche werden die Eier vom „Heidehof Mark Zwuschen“ nach Berlin geliefert.

Michael Stecher saß lange Zeit als Fahrer selbst hinterm Steuer. Nun kümmert sich der gelernte Bankkaufmann jedoch mehr um den Landbau, das Management und anstehende Investitionen. Neun Ställe werden vom Familienunternehmen aktuell bewirtschaftet. Zwei moderne sollen noch in diesem Jahr dazukommen. Die Baupläne sind fertig. „Wir können aktuell bis zu 18.500 Legehennen aufstallen“, sagt Michael Stecher. Jedes Huhn hat mindestens vier Quadratmeter Platz. Die meisten Ställe sind rund um Mark Zwuschen auf zehn Hektar Fläche verteilt. Um die Futterversorgung der eigenen Legehennen zu gewährleisten, werden 90 Hektar Acker bewirtschaftet. Bio-Futter für die Hühner wird angebaut, das versteht sich.

Der „Heidehof Mark Zwuschen“ ist noch auf einem weiteren Gebiet aktiv. Unterstützt wird die Forschung. Ziel ist die Zucht eines Öko-Huhns für die Zukunft. Hahn und Henne sollen gleichzeitig aufwachsen. „So wie in der Natur“, sagt Michael Stecher. Gezüchtet werden sogenannte Zweinutzungsrassen. Hier legen die weiblichen Tiere Eier. Die männlichen liefern Fleisch. Sie werden als Masthähne mit aufgezogen. Das ist Zukunftsmusik, aber intensiv wird am Öko-Huhn daran gearbeitet.

„Ei, na klar“, sagt Michael Stecher, „am besten gekocht.“ Noch lieber sind ihm Eier im Kuchen. „Da sind sie besonders lecker“, sagt der 39-Jährige mit einem Schmunzeln im Gesicht. Wer wissen will, wo sein Frühstücksei herkommt, der ist in Mark Zwuschen gern gesehen. Interessenten sind willkommen. Die neugierigen Besucher erwartet ein glücklich gackerndes Volk.


Kontakt
www.heidehof-markzwuschen.de

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