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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 03.09.2018 um 09:18:50

Ein Gläschen in Ehren

Eierlikör vom Hühnerhof? Ja, warum denn nicht! Eierlikör vom Hühnerhof? Ja, warum denn nicht!
Foto: Sonja Richter Galerie (1 Bild)
Dabei liegt der Ursprung eigentlich ganz woanders, nämlich in Brasilien. Im 17. Jahrhundert entdeckten dort die europäischen Eroberer bei den Ureinwohnern ein Erfrischungsgetränk, das aus Avocados, Rohrzucker und Rum gemixt wurde. Und das wollten sie Zuhause imitieren. Gar nicht so einfach, denn Avocados wollten in dem kalten Europa einfach nicht wachsen. Der aus Antwerpen stammende Unternehmensgründer Eugen Verpoorten versuchte es dann mit Eigelb statt der tropischen Früchte und die heutige Form des Eierlikörs war geboren.

Das Wichtigste für eine gute Farbe und einen guten Geschmack sind gute Eier. Und die legen die Hühner auf dem Hühnerhof Steuden im Saalekreis – inzwischen seit 27 Jahren. Weil es mit dem Bau vieler Supermarktketten in der Region immer schwieriger wurde, alle Eier direkt auf den Wochenmärkten und in den Hofläden zu vermarkten, dachten die Inhaber Karin Duczek und Heiko Bauermann schon vor 20 Jahren darüber nach, womit sie ihr Sortiment erweitern können: Produkte aus Hühnerfleisch wie Ragout fin oder Sülze und vor allem solche Sachen, die man aus Eiern auch machen kann. Da wurde sich bei Kollegen umgeschaut und es wurden Partner gesucht, die die passenden Produkte herstellen können. „Schließlich sind wir vor allem Hühnerspezialisten und keine Fachleute für die Herstellung von beispielsweise Nudeln“, so Heiko Bauermann. Aber Nudeln aus den Eiern vom Hühnerhof Steuden – das passte ins Sortiment. Beliebt sind die vor allem durch ihre schöne gelbe Farbe (von den Eiern) und den guten Geschmack (da hat auch der Produzent einen Anteil dran).

Und seit über 20 Jahren gibt es inzwischen auch den Eierlikör aus Steuden. „Denn lassen wir natürlich auch für uns produzieren, aus Eiern von unserem Hühnerhof“, so der Fachmann, der natürlich weiß, was sich alles hinter der gelben Köstlichkeit verbirgt. „Milch, Zucker, Eigelb, klarer Schnaps“, zählt er auf, „mit 20 Prozent Alkoholgehalt“. Weil das weit über zehn Prozent liegt, brauchen die Flaschen auch kein Haltbarkeitsdatum. Auch eine Kühlung ist nicht unbedingt erforderlich. „Aber besser ist es, die Flaschen lichtgeschützt zu lagern.“ Inzwischen gibt es in den 0,35-, 0,5- oder 0,7-Liter-Flaschen das Getränk nicht nur im klassischen leuchtenden Gelb. Schoko-Eierlikör oder Mokka-Eierlikör sollen die Geschmacksnerven ebenso ansprechen.

Interessierte Kunden finden den Steudener Eierlikör im Hofladen, auf Wochenmärkten oder auch auf Volksfesten. Auf Letzterem serviert der Chef gern selbst stilgerecht im Waffelbecher und lädt zum Probieren ein. Dann hat er auch gleich viele Ideen parat, was man so damit machen kann. „Lecker schmeckt Eierlikör auf einem Eisbecher oder über warmen Apfelstrudel gegossen und mit Sahne serviert. Ein warmer Eierpunsch ist in der kalten Jahreszeit genau das Richtige.“ Dafür hat Heiko Bauermann auch gleich ein Rezept parat, so, wie bereits der Erfinder des Eierlikörs seinen Punsch gemixt hat.


Eierpunsch nach Verpoorten

Dafür braucht man einen halben Liter Eierlikör, einen Liter halbtrockenen Weißwein, einen Esslöffel fein gehackten braunen Kandiszucker und etwas Zimt. Eierlikör und Zucker werden in einem Topf langsam erwärmt. Dann gibt man den Zimt und den Weißwein dazu und schlägt es solange, bis es kurz aufkocht. Jetzt darf serviert werden. Die Menge reicht für etwa sechs Personen und sollte noch ganz heiß und schnell serviert werden, weil der Schaum nicht lange hält.

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