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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 31.08.2018 um 16:36:57

Plätzchenbacken wie zu Omas Zeiten

Auf Gut Mößlitz bei Zörbig geht es althergebracht zu und genau das trifft den Zeitgeist von heute. Auf Gut Mößlitz bei Zörbig geht es althergebracht zu und genau das trifft den Zeitgeist von heute.
Foto: Thomas Schmidt Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Plätzchenbacken wie zu Omas Zeiten in der heutigen Zeit, wo der digitale Wandel künstliche Intelligenz in die Backzentren einziehen lässt? Ja, genau deswegen! Omas Rezepte sind doch das Beste ... außerdem kann man diese Atmosphäre nicht durch die Moderne ersetzen.

Für die Mößlitzer Backfrauen Heidi Seel, Silvia Teschner und Cjubow Haberling steht fest: „Wenn zwei dasselbe tun, ist es noch lange nicht dasselbe.“ – zudem sind die Zutaten Bio und die Rezepte zu einhundert Prozent handgemacht.

Die Frauen in der Backstube des Fördervereins Gut Mößlitz e.V. kennen einige Backgeschichten sowie Backanekdoten und haben immer jede Menge Backtipps auf Lager. Dass man auf dem Gut nach Omas Rezepten Kuchen und eben Plätzchen backt, hat schon über 20 Jahre Tradition. Getreu dem Motto: „Man soll dem Leib etwas Gutes bieten, damit die Seele Lust hat, darin zu wohnen.“

So gesehen – es geht bald wieder los mit der dunklen Jahreszeit und die Adventszeit ist nicht mehr weit. Daher ist das Plätzchen backen besonders für kleine Leckermäulchen aber auch für die großen Süßmäulchen ein Riesenspaß und gehört genauso zur Vorweihnachtszeit wie Kerzenschein und Heimlichkeiten.

Es hat wohl auch ein bisschen mit Zauberei zu tun. Mehl, Backpulver, Zucker, Eier und Haferflocken, also alles, was man so alles zum Plätzchenbacken braucht, sind schon bereitgestellt, denn heute werden Haferflockenplätzchen nach Omas Art gebacken. Noch ein prüfender Blick über den Tisch. Neben den Zutaten stehen ein Handrührgerät, Schüsseln, eine fast leere Tüte Mehl und der Rezeptzettel liegt lose auf dem Tisch neben dem alten Oma-Rezeptebuch.

Eine gemütliche Atmosphäre, so ganz nach „Omas“ Geschmack. Zuerst wiegen die Mößlitzer Backfrauen alles genau ab. Dazu benutzen die drei eine Küchenwaage, die wahrscheinlich älter als sie selber ist. Dann wird die erste „Plätzchenfuhre“ vorbereitet. Als erstes werden die Zutaten für den Teig in eine Schüssel gegeben. Jetzt kneten die Frauen den Teig kräftig durch, um ihn anschließend noch einmal durch den Fleischwolf zu drehen, das macht ihn noch geschmeidiger. „Ja, das braucht schon alles so seine Zeit“, sagt die Mößlitzer Backchefin Heidi Seel. Silvia Teschner bereitet indes schon mal den Backofen vor. Natürlich ist es ein alter Lehmbackofen, in dem man noch ein richtiges Holzfeuer entfachen muss.

Backfrau Cjubow Haberling bestäubt in der Zwischenzeit schon mal das erste Plätzchenbackblech, damit nichts anbacken kann. Dann kommen die leicht angerösteten Haferflocken dazu und das Ganze wird noch einmal ordentlich durchgeknetet. Ein echt schweißtreibender Backalltag, so wie es früher völlig normal gewesen ist, so Silvia Teschner mit einem angestrengten Lächeln im Gesicht. Cjubow Haberling erzählt, wie man früher die Kleider, auch für die Küche selber genäht hat. „Das war normal, da konnte man nicht mal schnell um die Ecke etwas kaufen gehen, vieles ist handgemacht gewesen und es ging von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang“, schwelgt die Backfrau in Erinnerungen, die sie allerdings auch „nur“ von Überlieferungen her kennt. Dann wird der Plätzchenteig, welcher ordentlich am Löffel klebt, auf das Backblech gebracht. Häufchen für Häufchen ziert das Backblech und Backfrau Silvia Teschner ruft schon: „Der Backofen hat die richtige Hitze.“

Nun werden die ersten Plätzchen zum Testen auf einen Schieber gelegt und ab damit in den alten Lehmbackofen. Der ist natürlich nur zur Show da. Die restlichen Haferflockenplätzchen kommen dann doch in den Elektrobackofen der Moderne. Nach 25 Minuten sind die Plätzchen nach Omas Art fertig und ein angenehmer Duft erfüllt den Raum. Dann wird verkostet und die drei Mößlitzer Backfrauen Heidi Seel, Silvia Teschner und Cjubow Haberling sind sich einig: „Haferflockenplätzchen backen wie zu Omas Zeiten ist das Beste, es duftet, es schmeckt und es ist eine angenehme Atmosphäre, wie früher halt!“

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