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Supersonntag > Unser Land > Wiederentdeckung der Langsamkeit >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 11.09.2017 um 09:51:22

Wiederentdeckung der Langsamkeit

Geschichte zum Anfassen und Erleben – mit der Postkutsche durch das historische 
Fachwerkstädtchen Stolberg bis hin zum Helmestausee nach Kelbra.  Geschichte zum Anfassen und Erleben – mit der Postkutsche durch das historische Fachwerkstädtchen Stolberg bis hin zum Helmestausee nach Kelbra.
Foto: Susanne Kiegeland Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder) Galerie (7 Bilder)
Wenn Stolberg für sich als Ort mit seinen Fachwerkhäusern schon einzigartig ist - die Alte Posthalterei zu Stolberg ist ein ganz besonderes Kleinod. Das 1740 erbaute Hauptgebäude mit Innenhof diente nachweislich seit Mitte des 19. Jahrhunderts als Postkutsch-Station.

Die historische Posthalterei – nahezu einmalig für Deutschland – wird heute auch wieder als solche genutzt. Ein ganz besonderes Erlebnis wartet hier auf die Gäste: Denn man erkundet das romantische Fachwerkstädtchen Stolberg und die malerische Landschaft des südlichen Harzes nicht zu Fuß, nicht auf dem Fahrrad und schon gar nicht mit dem Auto, nein, man fährt entschleunigt mit der Postkutsche! Die Gäste spannen vorher in der „Passagierstube“ (heute würde man „Terminal“ sagen) aus und erfahren  von Posthalterin Sonja Kirchner so manche Anekdote aus der reichen, wechselhaften Geschichte der Stadt und natürlich ganz exklusiv aus der Kutscherstube.

Von der „Alten Posthalterei“ starten verschiedene Touren. Touristen können Stolberg von der Postkutsche aus erleben und eine Tagestour unternehmen oder man lässt sich mit Hilfe von 2 PS durch das Thyratal fahren.

Richtig nostalgisch wird es allerdings, wenn man sich für eine Mehrtagesfahrt entscheidet. Sonja Kirchner erzählt, wie so eine Fahrt abläuft: „Meist findet sich eine unternehmungslustige und bunte Fahrgesellschaft aus ganz Deutschland zusammen. Sechs Passagiere kann die Postkutsche, die von zwei braven und starken Pferden (schwere Warmblüter vom Gestüt Osterloh) gezogen wird, mitnehmen. Die Postkutsche lenkt ein erfahrener Kutscher, der sich mit Gefährt und Pferden auskennt. Meist reisen die Gäste einen Tag vor Reiseantritt an. In der Kutscherstube wird zu einem bunten Abend mit regionalen Köstlichkeiten (den Kutschertopf müssen Sie einfach mal probiert haben) und Stolberger Anekdoten eingeladen. Übernachten können die Gäste in der Herberge ‚Zur Post’.“

Nach dem Frühstück, das von Sonja Kirchner und ihrer „Magd“ vorbereitet wird, werden die Pferde eingespannt. Die Gäste können dann in der historischen Postkutsche Platz nehmen. Ja, und dann geht es auch schon los.  Wenn sich 2 PS in Bewegung setzen, muss man keine Sorgen haben, dass die reizvolle Landschaft blitzschnell an einem vorbeizieht. Hier entdeckt man die Langsamkeit neu und lässt seinen Alltag für ein paar Stunden – oder vier Tage – hinter sich. 

Am ersten Tag einer mehrtägigen Reise wird unterwegs mit Sekt angestoßen. Die Pausen bieten die Möglichkeit zum Picknick und zur Rast für die Pferde. Posthalterin Sonja Kirchner lässt sich für ihre Gäste immer etwas einfallen. Besonders beliebt ist die Reiseroute gen Süden. Von Stolberg aus geht es über Rottleberode und Berga hinüber nach Kelbra, direkt bis zum Stausee. Hier werden die Reisenden vom Talsperrenchef empfangen, der Interessantes über die Talsperre, ihre Funktionsweise und ihre Geschichte zu erzählen weiß.  Und jetzt kommt es: Dann geht es über die ganze Staumauer (das darf nur die Postkutsche!) weiter bis zum Schloss Heringen und dann zurück nach Kelbra zur Weidemühle. Übernachtet wird unterwegs in Herbergen und Pensionen.

Info:
www.posthalterei-stolberg.de

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