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Supersonntag > Unser Land > Mit nachhaltigem Essen an die erste Stelle gesetzt >
Sebastian Köhler Sebastian Köhler
aktualisiert am 27.06.2017 um 16:34:48

Mit nachhaltigem Essen an die erste Stelle gesetzt

Stolz posieren die Schüler und Lehrer der Freien Schule Anhalt in Köthen für ein Siegerfoto. Stolz posieren die Schüler und Lehrer der Freien Schule Anhalt in Köthen für ein Siegerfoto.
Foto: Sebastian Köhler Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Köthener Schülerfirma „FoodBar4You“ von der Freien Schule gewinnt Landeswettbewerb. Die Schüler durften ihre Idee vor 350 Gästen präsentieren.

Köthen (sk).
„Nachhaltige Pausenverpflegung an der Schule“, das ist die Geschäfts­idee der Schülerfirma „FoodBar4You“ der Freien Schule Anhalt in Köthen. Derzeit arbeiten 13 Schüler und zwei Betreuer in der Arbeitsgemeinschaft.

Begonnen hat das Projekt mit einer Müsli-Bar. Chia-Samen, Amarant und Haselnüsse sind unter anderem für das „Crunchy-Müsli“ im Angebot. Milch und Joghurt bezieht die Schülerfirma vom nahegelegenen Hof Pfaffendorf. Damit wollen die Schüler regionale Produkte stärken.


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Allgemein wird bei allen Speisen und Getränken darauf geachtet, dass sie regional und saisonal produziert werden. So kaufen die Schüler auch beim Biohof Feuerborn, der Bäckerei Schneider und den Köthener Fleisch- und Wurstwaren. Auf Bio- und Fair-Trade-Produkte liegt ebenfalls ein großes Augenmerk, wenn es nötig ist.

Bei all der Qualität muss auch auf bezahlbare Preise geachtet werden. 2,50 bis 3,50 Euro kostet eine Mahlzeit pro Person. Margret Seewald, die begleitende Lehrerin der AG erzählt, dass die Gruppe manchmal aufpassen musste, keinen Verlust durch die Preise zu machen.

Profit steht somit nicht im Vordergrund, sondern der Spaß, die Qualität und die Möglichkeit der Mitbestimmung und Gestaltung der Mahlzeiten für die Schüler.

Jeden Tag in der ersten großen Pause können sich die jungen Lernenden etwas am Kiosk zu Essen und zu Trinken besorgen. Gemüse, Obst und Smoothies sind ebenfalls im Angebot.
Jeden Freitag bereiten sie eine warme Mahlzeit zu. Pizza-Schnecken, Lasagne, Kartoffelspalten und Currywurst gab es schon in den Pausen.

Alles selbst von den Schülern gebacken, gebraten oder gekocht. Neben jedem Fleischgericht bereitet die Küche auch ein vegetarisches Gericht vor. Allgemein will die Schülerfirma den Fleischanteil in den Gerichten reduzieren und versucht mehr Gemüse einzubringen. Zudem greifen die jungen Köche lieber auf Soja statt auf Fleisch zurück. Damit lässt sich eine Fleischalternative kreieren, die auch noch schmeckt. Und das Soja kommt ebenfalls vom regionalen Hof in Pfaffendorf.

Für mehr als einen Tag in der Woche reicht die Zeit nicht aus. Schließlich wird dieser von zwei Gruppen jeweils jeden Dienstag und Donnerstag geplant und vorbereitet. Dazu kommt die Buchhaltung, für die die Schüler der fünften bis achten Klasse ebenfalls verantwortlich sind.

Neben dem Kiosk der Schülerfirma gibt es noch einen anderen, der jeden Tag für warmes Essen sorgt.

Der Schülerwettbewerb „futurego“ sucht jedes Jahr die besten Geschäftsideen von Schülern aus Sachsen-Anhalt. Im Wirtschaftsunterricht der Freien Schule wird der Wettbewerb oft eingebracht. So kam die Gruppe von „FoodBar4You“ auf die Idee, daran teilzunehmen.

Die Schülerfirma musste verschiedene Voraussetzungen erfüllen, um beim Wettbewerb mitmachen zu können. So mussten die Schüler ein sogenanntes Ideenpapier vorweisen, einen Business-Plan mit Prototyp erstellen und eine Power-Point einreichen. Mit der Umsetzung dafür begannen die Jungen und Mädchen vor einem Jahr.

Die letzten Tage der Vorbereitung beschreibt Lehrerin Margret Seewald als sehr stressig. Für die Präsentation haben die Schüler in den zwei Wochen vor dem Wettbewerb theoretisch gearbeitet und auch viel geprobt, um die Präsentation in den vorgegebenen sieben Minuten zu schaffen. Schließlich wollten sie gewinnen.


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Die Mühe hatte sich gelohnt. Vor 350 Gästen präsentierten sie ihre Geschäftsidee im Johann-Sebastian-Bach-Saal in Köthen. Begonnen haben die Schüler die Präsentation mit einem Rap, indem sie kurz die Prinzipien der Schülerfirma erläuterten. Schon die Gesangseinlage sorgte beim Publikum für großen Applaus. Die Jury bekam außerdem eine kleine Kostprobe der innovativen Salatbar. Mit einer Power-Point erklärten sie in sieben Minuten, wie die Schülerfirma funktioniert.

Am Ende konnte von fünf Geschäftsideen die der Freien Schule überzeugen. Die Freude war riesengroß. Mit dem ersten Platz und dem Preisgeld von 1.000 Euro feierten die Schüler noch eine ganze Weile auf der Bühne.

Das Geld soll von den Schülern direkt in einen Heißluftofen investiert werden, der ebenfalls bei der naheliegenden Firma Mercateo bestellt wird. Eine gemeinsame Aktion als Belohnung für die Schüler ist auch in Planung.

Für die Zukunft soll es in der Schülerfirma noch professionellere Abläufe geben und mehr nach Plan gearbeitet werden. Derzeit befindet sich die Arbeitsgemeinschaft noch im Probelauf. Nach den Ferien dürfte es dann offiziell losgehen.

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