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Supersonntag > Unser Land > 1000 Jahre Fischerhütte bei den Klosterteichen >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 19.04.2017 um 17:04:30

1000 Jahre Fischerhütte bei den Klosterteichen

Die 1000 Jahre alte Fischerhütte in Walbeck liegt in einer kleinen Idylle. Umgeben von einem Wäldchen steht sie auf einem Steg zwischen zwei Teichen. Wunderschön ist es dort und es steigt einem der Geruch von köstlich geräuchertem Fisch in die Nase. Die 1000 Jahre alte Fischerhütte in Walbeck liegt in einer kleinen Idylle. Umgeben von einem Wäldchen steht sie auf einem Steg zwischen zwei Teichen. Wunderschön ist es dort und es steigt einem der Geruch von köstlich geräuchertem Fisch in die Nase.
Foto: Nadine Rößler Galerie (1 Bild)
Wenn man auf dem Weg zum Walbecker Tierpark einmal nach links schaut, entdeckt man einen wunderschön gelegenen Teich. Gleich dahinter kommt noch ein Teich und noch einer, doch auf dem Steg dazwischen befindet sich eine ganz besondere Fischerhütte, nämlich die von Hagen Hepach. Und wenn man dann auch noch in den Genuss kommt, einmal die Räucherkammer hinter dem Haus zu betreten, dann steigt einem der Geruch von köstlich geräuchertem Fisch in die Nase.

Hagen Hepach hat sein Hobby zum Beruf gemacht, denn im September 2002 machte er sich mit seiner Fischzucht selbstständig. Zuvor war er Dachdecker, doch immer mit dem Hobby, Fische zu züchten, damals allerdings noch Zierfische. Im Jahr 2009 dann konnte er sein kleines Paradies, bestehend aus vier Teichen, für sich erwerben.

Seinem Hobby mit den Zierfischen ist er dabei immer noch treu geblieben, denn er ist der Vorsitzende im Zierfischverein mit Mitgliedern aus Eisleben und Hettstedt, der mittlerweile bereits 26 Jahre besteht. Solange es „nur“ ein Hobby war, hatte Hagen Hepach übrigens 28 Arten von Zierfischen in 60 Aquarien zu Hause stehen.

Heute züchtet er Karpfen und Zander in seinen Teichen, die zusammen etwa eine Wasserfläche von 3,6 Hektar aufweisen. Das mag zunächst viel klingen, doch tatsächlich ist die Fläche zu klein, um von der Fischzucht allein leben zu können. Deshalb verkauft Hagen Hepach auch noch geräucherten Fisch. Entweder bei sich zu Hause in Walbeck, direkt an seiner Fischerhütte oder auch mobil auf Märkten. Der Fisch kommt ganz frisch geräuchert zum Kunden, dafür nimmt Hagen Hepach sich richtig viel Zeit und achtet genau auf die Qualität seiner Fische.

Der Karpfen ist eigentlich nicht sehr angesehen als Speisefisch, erzählt er, Forellen sind da wesentlich beliebter. Doch für Forellen wird das Wasser in den kleinen Teichen im Sommer zu warm. Trotzdem hat er jeden Kunden immer zufriedenstellen können, betont Hagen Hepach, denn seine Fischerei läuft nach dem Motto „Große Gewässer, große Fische – kleine Gewässer, feine Fische“. Und tatsächlich sieht man seinen Fischen die Qualität richtig an. Sie dürfen in ihrem natürlichen Lebensraum aufwachsen, werden nur mit natürlichem Futter gefüttert, bekommen keine Antibiotika und wachsen deshalb langsam und gesund heran.

Schon von außen sieht man den Karpfen und Zandern an, dass sie glückliche Fische sind. Ihre Schuppen glänzen, es gibt keine abgeschürften Stellen, das sind einfach Fische aus dem Bilderbuch.

Die Teichanlage, die Hagen Hepach vor über sieben Jahren für sich erworben hat, ist übrigens nicht irgendeine Teichanlage, sondern etwas ganz Besonderes. 997 wurde das Kloster in Walbeck gegründet, erzählt der Fischer. Im Zuge der Klostergründung wurden zur Versorgung auch die Klosterteiche angelegt, die direkt am Fuß des Klosterberges liegen. An einigen Stellen sieht man auch noch Beweise für das Alter der Teichanlage, denn man kann noch gemauerte Gewölbe erkennen.

Ganz genau weiß man es natürlich nicht, aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Teichanlage im Lutherjahr 2017 stolze 1000 Jahre alt wird.

Im Gegensatz zu heute war der Karpfen in der Antike ein beliebter Speisefisch. Da er sehr gut in Fischteichen gezüchtet werden konnte, verbreitete er sich sehr schnell über den gesamten europäischen Kontinent. Auch heute noch wird die Zucht von Karpfen häufig betrieben. Wild lebende Karpfen gehören allerdings mittlerweile zu den bedrohten Arten.

Der Zander ist der König unter den heimischen Fischen, betont auch Hagen Hepach. Er gehört zur Familie der Barsche und ist in dieser Familie der größte im Süßwasser Europas lebende barschartige Fisch. Den Zander findet man aber auch in großen Teilen Asiens.Als Speisefisch eignet sich der Zander besonders gut, da er ein sehr schönes, weißes Fleisch hat und sich die Gräten leicht entfernen lassen.

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