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Supersonntag > Unser Land > Ein weiteres Glanzstück für das Kunstprojekt >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 09.10.2016 um 08:36:42

Ein weiteres Glanzstück für das Kunstprojekt

Mitglieder des Fördervereins im neuen „Kaisersaal“ in Reppichau. Mitglieder des Fördervereins im neuen „Kaisersaal“ in Reppichau.
Foto: Ulf Schroeter Galerie (1 Bild)
Einweihung des neuen Ausstellungsraums in Reppichau. Aus einem baufälligen Gebäude entstand der „Kaisersaal“.

Reppichau (red).
„Unseren neuen Ausstellungsraum konnten wir zum traditionellen Sachsenspiegeltag mit einer feierlichen Einsegnung der Öffentlichkeit übergeben“, sagt Erich Reichert, Ortsbürgermeister von Reppichau und Vorsitzender des Fördervereins „Eike von Repgow“. Bis zum letzten Tag wurde gestrichen und gewerkelt

„Die Anstrengungen haben sich gelohnt und wir fügten somit unserem Kunstprojekt Sachsenspiegel ein weiteres Glanzstück hinzu.“ Aus einem baufälligen, abrisswürdigen Gebäude ist ein Schmuckstück geworden, das nach der geschichtliche Vorgabe „Kaisersaal“ heißt - „Kaiser und Papst im Sachsenspiegel - Stauferkaiser Friedrich II.“

„Wir danken allen Mitwirkenden, den Fördermittelgebern, dem Land Sachsen-Anhalt, der Gemeinde Osternienburger Land, den Sponsoren und den Gebern und hier sei vor allem die katholische Kirche St. Marien in Köthen genannt, für ihre Hilfe“, so Reichert. Drei Gemälde, ein Messgewand, zwei Messbücher und sakrale Gegenstände, die nun als Besichtigungsobjekte die Vitrinen und Wände schmücken – wahre Schätze, hat der neue Raum erhalten. Erich Reichert ergänzt: „Ebenfalls erhielten wir vom Schlossmuseum Köthen drei Lehnsbriefe und Münzen, die bis in die Zeit Albrecht des Bären, dessen Sohn Bernhard III., des Herzogs von Sachsen und dem ersten anhaltischen Fürsten Heinrich stammen.“

Einen besonderen Dank möchten die Reppichauer nach Sizilien senden: „Die Verwaltungsstelle für Kulturgut und Sizilianischer Identität der Landesregierung Siziliens genehmigte uns die Nutzung von Bildern und Dokumenten des Museums Terrasini. Museen Siziliens, Kastelle und Burganlagen, die Friedrich II. errichten ließ, schickten uns Unterlagen und Bilder, die wir nutzen werden. Hier sind u.a. die Kastelle von Syrakus, Enna, Castelvetrano, Ursino und Milazzo zu nennen.“

Mit einem kleinen ökumenischen Gottesdienst segneten Pfarrer Phalings und Pfarrer Kensbock das Gebäude. Musikalisch eingestimmt wurden die Besucher durch den Posaunenchor „Köthener Blech“. Als sich das Tor nach dem Segen für Besucher öffnete, erklang eine wunderbare Stimme von mittelalterlicher Musik begleitet. Es sang die Sopranistin Ingeborg Nielebock aus Osternienburg. Im Anschluss wurden auf dem Dorfplatz Grußworte gehalten. Stefan Hemmerling, Bürgermeister des Osternienburger Landes, eröffnete den Reigen.

Das Grußwort der Landesregierung hielt Staatssekretär Dr. Sebastian Putz vom Ministerium Landesentwicklung und Verkehr. Dr. Margherita Petroli aus Sizilien verlas das Grußwort der Stadt Terrasini.

Den Landkreis vertrat Bernhard Böddeker. Dr. Jörn Weinert von der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg hielt den Festvortrag zum Thema: „Kaiser und Papst - zwei Universalgewalten“. Der Reppichauer Schützenverein schoss Salut. Die Jäger spendierten ein Wildschwein und Akens Bürgermeister Hendrik Bahn übergab ein präpariertes Rebhuhn, das Wappentier der Ritter von Repgow. Eine Tanzgruppe aus Aken zeigte ihr Können. Musikalisch verzauberten Myra van Campen-Balint und Thomas Benke das Publikum, und die Musiker „Vincentos“ aus Dessau sorgten für Stimmung.

Im nächsten Jahr stehen Luther und die Reformation im Mittelpunkt des Sachsenspiegeltages.

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