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Supersonntag > Unser Land > Moderne Wanderkaiser >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 02.09.2016 um 15:13:05

Moderne Wanderkaiser

Harzer Wanderprojekt wird von Einheimischen, Erholungssuchenden und Touristen 
permanent weiterempfohlen. Selbst Kanzlerin Angela Merkel kennt die „Harzer Wandernadel“. Harzer Wanderprojekt wird von Einheimischen, Erholungssuchenden und Touristen permanent weiterempfohlen. Selbst Kanzlerin Angela Merkel kennt die „Harzer Wandernadel“.
Foto: Verein Gesund älter werden im Harz e.V.

Das Wandern ist im Harz längst nicht mehr nur „des Müller‘s Lust“. Heute sind es Wanderkaiser und -könige, die sich jeden Tag im Harz auf den Weg machen. Im Gepäck: der Wanderpass. Bisher wurden 150.000 ausgegeben. Und täglich wächst die Zahl derer, die auf der Spur der „Harzer Wandernadel“ an 222 imposanten Orten im Harz die Stempel in ihren Wanderpass drücken. Selbst Wanderprinzen und -prinzessinen lassen sich auf den gut beschilderten Wanderwegen im Harz immer öfter antreffen. „Wanderkaiser ist das Ziel der vielen Stempeljäger. Wer wandert, der bleibt stets agil, und obendrein integer“, dichtete Helmut Engelmann in seiner „Harzer Wandernadel Ballade“.

Seit Gründung der Harzer Wandernadel können Leiterin Christina Grompe und ihr Team mehr als 3.500 Harzer Wanderkaiser zählen. Zur  Erinnerung: Diese höchste Auszeichnung der „Harzer Wandernadel“ erhält der Wanderer nur, wenn er alle 222 Stempelstellen im Harzgebiet in seinem Wanderpass vorzeigen kann. Engelmann ist als „Turbokaiser“ eine Institution – der Dahlenwarslebener bisher 26 Mal „Harzer Wanderkaiser“.
Das Netz der grünen Stempelkästen spinnt sich auf rund 1.000 Kilometern Fußmarsch durch das nördlichste deutsche Mittelgebirge. Es lotst die Wanderer auf einer Fläche von rund 2.500 Quadratkilometer durch fünf Landkreise in drei Bundesländern. Der Lohn dieser Mühe sind Titel wie die „Harzer Wandernadel“ (Bronze: 8; Silber: 16; Gold: 24 unterschiedliche Stempel), der „Harzer Wanderkönig“ (50 Stempel) und brandneu der „Harzer Kaiserschuh“ (150 Stempel). Kinder dürfen mit elf Stempeln den Titel „Wanderprinz oder -prinzessin“ tragen.

„Es gibt wohl kein Wanderprojekt, welches von ihren Nutzern, egal ob Einheimischen, Naherholungssuchenden oder Touristen in dieser Form permanent an andere, teilweise wildfremde Menschen weiterempfohlen wird“. Deshalb ist die „Harzer Wandernadel“ für Klaus Dumeier eine bundesweit einmalige Erfolgsgeschichte. Der Erfolg habe alle überrollt, gesteht der Vorsitzende des rund 200-köpfigen Trägervereins. Der „Verein Gesund älter werden im Harz e.V.“ hat „Wandernadel“-Partner wie den Harzklub, die Forstbehörden und den Nationalpark sowie das KoBa Jobcenter Landkreis Harz mit dem VHS Bildungswerk Blankenburg und das Jobcenter Goslar mit dem Bildungswerk Niedersächsischer Volkshochschulen in Goslar.

Die Strecken zu den Stempelstellen unterscheiden sich in Länge und Schwierigkeitsgrad – ein Schlüssel zum Erfolg. Denn so können sich sowohl „ambitionierte Wanderer, aber auch Familien mit Kindern oder reifere Wanderfreunde“ bald eine Harzer Wandernadel anstecken, weiß Dumeier. Und so hat sich die „Harzer Wandernadel“ zum 10. Geburtstag im Frühjahr 2016 längst etabliert. Sie fördert Zusammenwachsen der Harzer über Ländergrenzen, verbessert die Lebensqualität und fördert den Regionalstolz. Fast wichtiger ist: Sie hat das angestaubte Image des Wandertourismus aufpoliert. Im Schnitt ist der Wandernadel-Anwärter 45 Jahre. Christina Grompe, die im Wandernadel-Servicebüro am Schnappenberg 6 in Blankenburg – dem kleinen Schloss direkt an den Barock-Gärten – den künftigen Wanderkaisern ihren Wanderpass in die Hand drückt, ist von einem anderen Effekt dieses Stempelsammelns immer wieder beeindruckt: Mit der „Harzer Wandernadel“ locken wir immer mehr „Kinder aus der digitalen Welt in die Natur“. Den Stempel im an der Stempelstelle in der Hand zu halten, sei ein geiles Gefühl.

Info:
www.harzer-wandernadel.de

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