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Supersonntag > Unser Land > Frisch und knackig direkt vom Feld >
Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 02.09.2016 um 15:20:20

Frisch und knackig direkt vom Feld

Gemüseanbau vor den Toren Köthens hat eine lange Tradition. Der Flecken Erde ist landwirtschaftlich geprägt und gewachsen. Auf den Feldern erntet  heutzutage auch der Fruchthof Wulfen. Dabei darf  „vor den Toren von Köthen“ geografisch durchaus ausgedehnt und rundum gesehen werden. Gemüseanbau vor den Toren Köthens hat eine lange Tradition. Der Flecken Erde ist landwirtschaftlich geprägt und gewachsen. Auf den Feldern erntet heutzutage auch der Fruchthof Wulfen. Dabei darf „vor den Toren von Köthen“ geografisch durchaus ausgedehnt und rundum gesehen werden.
Foto: Niklas Junger Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)

Der Fruchthof Wulfen bedient im Großen und Ganzen drei Produktgruppen. Da wäre zum einen der Wulfener Spargel, dann das Gemüse aus dem Köthener Land und das Obst vom Petersberg. Das Gemüse wird rund um Arensdorf angebaut. Von hier kommen Radieschen, Lauch­­­­zwiebeln, Kohlrabi, Blu­­­­menkohl, Mairübchen, Mini­-Rettiche, Eisbergsalat, Romanaherzen, Bundmöhren, Knollensellerie, Porree und Pe­­ter­­silienwurzeln.

Die Samen werden in einem bestimmten Rhythmus auf un­­terschiedlichen Feldern und an verschiedenen Stellen gesät. Dies fördert das gesunde Wachstum, wie Renate Jürges (Foto)  von der Fruchthof Agrar- und Handelsgesellschaft mbH informiert.
Generell ist es gut, die Anbaustellen auch im Garten zu wechseln und zu schauen, welche Pflanzen einander ergänzen. Möhren und Zwiebeln sollten zum Beispiel immer zusammen gesät werden.
Es lohnt sich überdies Nützlinge wie Käfer anzuziehen, um Schädlinge auf natürliche Weise fernzuhalten oder zu bekämpfen. Die Ausfälle durch Schädlinge und Co. halten sich so im Gebiet des Fruchthofes in Grenzen. Probleme mit Wild gibt es auf den Feldern ebenfalls kaum.
Nicht nur der jeweilige Standort gibt den Ausschlag für gutes Wachstum. Auch das Wetter hat großen Einfluss auf die Entwicklung der Pflanzen. Ist es zu heiß, zu kalt, zu trocken oder zu nass, schlägt sich das negativ wieder, weiß die Expertin. Moderne Anlagen sorgen hier bei Trockenzeiten für die nötige Bewässerung.

Mitte März beginnt die Ernte mit den Lauchzwiebeln und den Radieschen. Bis November läuft es so weiter. Das Meiste wird von Hand geerntet. Saisonarbeitskräfte aus Rumänien und Polen arbeiten schon seit vielen Jahren auf den Feldern für den Fruchthof. Das Geerntete wird direkt aus der Erde in Feldkisten gelegt, die dann auf dem Hof landen. Hier wird das noch erdige Gemüse gewaschen und gekühlt. Ein Teil davon landet für kurze Zeit im Lager. Das meiste Gemüse jedoch geht erntefrisch in die Hofläden des Fruchthofes in Wulfen, an die regio- nale Gastronomie und Wiederverkäufer wie Edeka und Rewe. Selbst im Harz sind die Vitaminbomben aus Wulfen zu finden.

Besonders beliebt sind laut Renate Jürges die Radieschen. Sie gibt es die ganze Saison über und bilden dank ihres knackig-frischen Aussehens ein­­fach einen Hingucker. Blumenkohl und Bundmöhren sowie das extra zusammengestellte Suppengrün (Knollensellerie, Möhrchen, Porree, Blattpetersilie) werden gerne gekauft.

Die Bandbreite, was mit Gemüse alles angestellt werden kann, ist riesengroß. Von deftigen Eintöpfen bis zu ganz feinen Suppen oder Beilagen zum Fleisch und Fisch sind der Verwendung keine Grenzen gesetzt. Wer es lieber vegetarisch mag, kommt mit dem Gemüse als Hauptgang ebenfalls voll auf seine Kosten.

Noch ein Extratipp von Frau Jürges: Wenn noch Grün am Gemüse ist, wie zum Beispiel bei Radieschen oder Möhren im Bund, sollte es immer möglichst schnell abgemacht werden, damit das Gemüse knackig bleibt. Denn das Grün entzieht der Knolle die Feuchtigkeit und macht sie dadurch ein bisschen weicher. Außerdem sollte Gemüse bei der Verarbeitung erst geputzt, dann gewaschen und danach geschnitten werden. Nach dem Schneiden nicht waschen, da sonst die Vitamine und die Aromastoffe mit rausfließen!

Was das Gemüse speziell für den Herbst und den Winter betrifft, empfehlen die Experten aus dem Köthener Land vor allem Äpfel. Da gibt es zum Beispiel den Mairac als nahen Verwandten des Gala-Apfels. Die mittelgroßen Früchte sind kräftig, fast flammend rot, wie vom Fruchthof Wulfen zu erfahren ist. Ihre Farbe, heißt es weiter, erinnert an die dunkelrote Glut eines glimmenden Lagerfeuers. Ein relativ hoher Zuckergehalt wird durch die fruchtige Säure harmonisch ausgeglichen, wodurch sich der Mairac bestens zur Verarbeitung in herzhaften und süßen Speisen wie fruchtige Quiches, Füllung für Braten und Strudel eignet. Er wird als typischer Winterapfel angepriesen, der erst durch die Lagerung sein intensives Aroma voll ausbaut. Seine Zeit ist von Oktober bis März.

Als Weihnachtsapfel wird der Rote Köstliche angepriesen. Seine herzförmige, mittelgroße Frucht mit der intensiv dunkelrot gefärbten Schale stellt eine Zierde für jeden Gabenteller dar. Wer ihn mit einem Baumwolltuch poliert, kann den ganzen Weihnachtsglanz entfalten. Wegen seiner Herzform eignet er sich auch hervorragend für eine Hochzeitsdekoration. Der Rote Köstliche, so die Fachleute vom Frucht-hof Wulfen, schmeckt angenehm süß mit einem blumigen Aroma von Rose.

Er lässt sich von Dezember bis Februar genießen und kann besonders im Müsli den Start in den Tag versüßen. Ebenso wie Äpfel schmecken auch Birnen in der herbstlichen und winterlichen Zeit. Eine davon ist die Winterbirne namens Alexander Lucas, die nach ihrem Züchter benannt wurde, der sie 1874 in Orléans entdeckte. Diese Birne mundet besonders an kalten Tagen zum Beispiel als Kompott zu warmen Schokoladenpudding. Roh ist ihr leichtes Aroma mit etwas Säure und Süße zu schmecken. Sie wird im Oktober gepflückt und eingelagert.
Ein typisches Wintergemüse ist der Porree. Sein Geschmack verbreitet sich von der weißen Stange bis zum Grün hin immer stärker. Der weiße Teil wird deshalb vor allem für feinere Speisen und in Salaten genutzt und der grüne für Deftigeres. Für deftige Wintereintöpfe empfehlen die Wulfener den Knollensellerie. Unter seiner dicke Schale befindet sich ein feiner Kern. Ätherische Öle verleihen ihm seinen Geschmack und enthalten viele Vitamine und Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen.
Von September bis zum Februar ist auch die Zeit der Petersilienwurzel. Als eher unauffälliges Gemüse geht sie dennoch als wahre Vitamin-C-Bombe durch. Da sie gut gelagert werden kann, ist auch sie ein typisches Wintergemüse. Ähnlich wie der Knollensellerie hat sie einen intensiven und kräftigen Geschmack, ist aber dabei leicht süßlich. Meist kommt die Petersilienwurzel in die Suppe, verhilft aber auch Fisch, Fleisch oder Kartoffelpüree zu mehr Geschmack.

Mehr Tipps und Infos:
www.fruchthof-wulfen.de

 

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