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Mario Wetzel Mario Wetzel
aktualisiert am 02.09.2016 um 15:22:11

Der Fischer vom Kerner See

Die Landschaft rund um den Süßen See im Mansfelder Land gleicht einem Postkartenmotiv. 
Es ist Idylle pur. Hier, zwischen den Weinhängen und den riesigen Obstplantagen, 
ist Ulrich Kulawik zu Hause. Sein Beruf: Fischer. Die Landschaft rund um den Süßen See im Mansfelder Land gleicht einem Postkartenmotiv. Es ist Idylle pur. Hier, zwischen den Weinhängen und den riesigen Obstplantagen, ist Ulrich Kulawik zu Hause. Sein Beruf: Fischer.
Foto: Jacqueline Franke Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Mmmh, das sieht verdammt lecker aus! Die Forelle, die gerade auf dem Teller angerichtet wird, und auch der Zander, der noch in der Pfanne brutzelt, machen Appetit auf mehr ..

Wer gerne Fisch isst, kennt den Fischerhof am Kerner See. Hier wird jeden Sonntag, von April bis Oktober, vor den Augen der Gäste Fisch gebraten. Doch es ist nicht nur eine Gaumenfreude, sondern auch ein Augenschmaus – und damit ist nicht nur das Essen gemeint. Der Kerner See liegt nur wenige Fahrminuten von der B 80 entfernt und doch abseits von Verkehr und Trubel. Diese Landschaft! Wunderschön!
Der Chef vom Fischerhof am Kerner See ist Ulrich Kulawik. Sein Markenzeichen ist das Fischerhemd. Fischer ist für ihn nicht bloß Beruf, sondern Berufung. „Man muss eine positive Macke haben als Fischer. Aber ich bin Sternzeichen Fische und an der Saale in Bernburg aufgewachsen. Da war es wohl nur konsequent, dass ich Fischer geworden bin“, erzählt er. Als er fünf Jahre alt war, hatten ihn ein Freund und dessen Vater zum Angeln mitgenommen. Da war es um Ulrich Kulawik geschehen. Obwohl es natürlich einen großen Unterschied zwischen angeln und fischen gibt. Angeln ist ein Hobby. Der Angler ist auf den großen Fisch aus, der Fischer auf Masse. Denn damit verdient er schließlich seine Brötchen ...
Nach einer Lehre zum BMSR-Techniker hat Kulawik auch beruflich zu den Fischen gefunden, hat Fischereiwesen studiert und jahrzehntelang in dieser Branche gearbeitet.

Seit inzwischen vierzehn Jahren ist er der Fischer vom Kerner See. Damals hatte er den See mitsamt Hof gekauft und sich selbstständig gemacht. Das romantische Bild vom Fischer, der mit dem Kutter auf den See hinausfährt und die Reusen einholt, bietet sich im Frühjahr und im Herbst. Doch das ist dann natürlich kein Bootsausflug, sondern harte Arbeit. Von März bis Mai und von Ende August bis in den Dezember hinein ist Saison, dann geht’s raus auf die Seen. Denn wenn’s kälter wird, werden die Fischbestände hochgefahren. „Wir haben in den Mansfelder Seen zu 80 Prozent Süßwasserfische. Zuchtfischerei haben wir nur am Kerner See“, sagt Kulawik.
Fisch auf dem Tisch hat Weihnachten und Silvester Tradition. Deshalb sind das auch Großkampftage mit Sonderöffnungszeiten auf dem Fischerhof. Zehn bis 15 Tonnen Karpfen gehen allein Weihnachten und Silvester über die Ladentheke, bei einem Bestand von rund 20 Tonnen im Jahr!

Der hofeigene Laden hat von März bis Dezember, jeweils von Mittwoch bis Samstag, geöffnet. Hier gibt’s nicht nur Karpfen, sondern auch Hecht, Zander, Forelle, Wels, Stör, Saibling, Plötze, Aal, Lachsforellen ... natürlich ganz frisch. Durch seine Lage entlang der Weinstraße „Mansfelder Seen“ und verschiedener Radwege, wie dem Lutherweg oder dem Harz-Saale-Radweg, kehren auch viele Radtouristen auf ein Fischbrötchen ein und genießen ein Päuschen. Fisch und der Blick aufs Wasser, das hat einen Hauch von Urlaub am Meer. Fischer Kulawik ist übrigens sein bester Kunde. „Ich habe immer Heißhunger darauf, esse drei Mal täglich Fisch“, lacht er. Und Fisch ist bei Kulawiks eine Familienangelegenheit. Enkeltochter Klara ist die Fischkönigin von Sachsen-Anhalt. Mit ihren zehn Jahren die jüngste Majestät in unserem Bundesland.

INFO:
www.kernersee.de

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