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Supersonntag > Unser Land > 15. Lange Nacht der Wissenschaften in Halle: Was uns die Schmetterlinge sagen >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 23.06.2016 um 18:06:27

15. Lange Nacht der Wissenschaften in Halle: Was uns die Schmetterlinge sagen

Schülerpraktikant Eric Altmann - 16 Jahre jung -  durfte auch schon mit Schmetterlinge zählen. Projektleiterin Elisabeth Kühn sucht stets freiwillige Helfer für das Monitoring. Jeder Interessierte kann mitmachen.                                                                            Schülerpraktikant Eric Altmann - 16 Jahre jung - durfte auch schon mit Schmetterlinge zählen. Projektleiterin Elisabeth Kühn sucht stets freiwillige Helfer für das Monitoring. Jeder Interessierte kann mitmachen.
Foto: S. Christmann
Halle (sc/Uni Halle/Burg/IPB). Seit zehn Jahren zählt man beim Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) auf dem Weinberg Campus in Halle Schmetterlinge.Beim Tagfalter-Monitoring kann (fast) jeder Bürger zum Wissenschaftler werden, denn ohne die vielen ehrenamtlichen Schmetterlingszähler wäre ein solches Projekt, aus dessen Ergebnissen die Forscher Trends für die Entwicklung der Falterarten errechnen und Erkenntnisse für den Artenschutz ableiten können, nicht zu stemmen.

Das UFZ ist nur eine Einrichtung von über 90, die mit insgesamt mehr als 350 Veranstaltungen die 15. Lange Nacht der Wissenschaften am 1. Juli in Halle zu einem Erlebnis für jeden Besucher machen wollen. Das abwechslungsreiche Programm rund um die Welt der Forschung beginnt um 17 Uhr und endet 1 Uhr morgens. Im Programm finden sich viele Höhepunkte. So greifen viele Institute der Universität und die außeruniversitären Partner in ihren Veranstaltungen das Thema des Wissenschaftsjahres 2016 „Meere und Ozeane" auf: Um die Versauerung der Meere geht es im Schülerlabor „Chemie zum Anfassen". Dort zeigen Mitmachexperimente für Jung und Alt, welche negativen Einflüsse auf die Weltmeere wirken und wie man Plastikmüll aus dem Ozean entfernt (Melanchthonianum, Hörsaal D, 17 bis 21 Uhr). Am Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS heißt es „Vom Meer ins Trinkglas". Hier demonstrieren Wissenschaftler, wie mit dem Verfahren der Umkehrosmose sauberes Wasser aus dem Meer ge-wonnen werden kann (Walter-Hülse-Straße 1, 17 bis 22 Uhr). Auch die Geisteswissenschaften nähern sich dem Thema des Wissenschaftsjahres in mehreren Veranstaltungen. So gibt es zum Beispiel bei den Germa-nisten maritime Sprach-Spielereien unter dem Titel „Vom Hinundhering im Wörtersee" (Luisenstraße 2, 18 bis 23 Uhr).

Erstmals öffnen nach dem Um-zug nun auch alle jetzt auf dem neuen Steintor-Campus ansässigen geistes- und sozialwissenschaftlichen Institute mit Programmpunkten wie Vorträgen, Führungen und weiteren Mitmach-Aktionen ihre Häuser. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsbibliothek bieten zudem Führungen durch die neue Zweigbibliothek auf dem Campus an. Gleichzeitig gibt es auf dem Platz ein Bühnenprogramm mit Live-Musik. Der Sender MDR Sachsen-Anhalt, der in diesem Jahr Me-dienpartner der Langen Nacht der Wissenschaften ist, präsentiert sich außerdem mit seinem neuen Hörfunk-Mobil auf dem Steintor-Campus.

Auch auf dem Uniplatz gibt es wieder ein attraktives Bühnenprogramm, das unter anderem vom Universitätssportzentrum und der Uni-Bigband gestaltet wird. Das Feuerwerk auf dem Von-Seckendorff-Platz am Campus Heide-Süd wird um 22.45 Uhr gezündet. Dieses Mal wird es von der Musik des böhmischen Komponisten An-tonín Dvorák begleitet.

Erneut wird unter dem Hashtag #lndwhalle all das auf einer „Social Media Wall" zusammengefasst, was Besucher in den Sozialen Medien öffentlich aus den Veranstaltungen berichten. Die Postings sind auf Monitoren auf dem Universitätsplatz und dem Steintor-Campus mitzuverfolgen - oder auf dem Smartphone unterwegs: https://tagboard.com/lndwhalle/173438. Auf den Monitoren am Uniplatz und am Steintor-Campus wird auch der jeweils aktuelle Fußball-Spielstand angezeigt.

Das gedruckte Programmheft zur Langen Nacht der Wissenschaften liegt in der Tourist-Info im Marktschlösschen, Marktplatz 13, und weiteren öffentlichen Stellen aus. Im Heft und online unter www.
lndwhalle.de sind auch die Routen und Abfahrtszeiten der kostenlosen Shuttlebusse verzeichnet, mit denen die Besucher im 20-Minuten-Takt zwischen den Veranstaltungsorten pendeln können. Zusätzlich verbindet eine Express-Linie den Universitätsplatz mit dem Campus Heide-Süd. Hilfe bei der Planung des persönlichen Besuchsprogramms bieten auch fünf Themenrouten.

Auch die Kunsthochschule Burg Giebichenstein hat für die Lange Nacht der Wissenchaften ein attraktives Programm zusammengestellt:
Die BURG lädt in ihre neue Bibliothek auf dem Campus Design ein! Studierende und Lehrende geben in Vorträgen, Workshops und Präsentationen Einblick in ihre Forschungsprozesse in Kunst, Design und Wissenschaft. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können an einer Führung durch die Bibliothek teilnehmen und erhalten Einblicke in die Materialsammlung der BURG. Alle Gäste sind eingeladen, auf dem Platz vor der Bibliothek Material zu erproben und sinnlich zu erfahren. Im „Konsum" gibt es kalte und heiße Getränke, viel Platz zum Ausruhen und für Gespräche unter freiem Himmel.

Programm

18 Uhr Führung durch die Bibliothek mit Petra Runge, Leiterin der Bibliothek

Treffpunkt: Foyer der Bibliothek

18:30 Uhr Workshop

Michael Fischer: „Was kann man alles mit einem Ziegelstein machen?"

Auf der Spur des kreativen Denkens im Design.

Seminarraum der Bibliothek

19 Uhr Vortrag

Timm Höller: „Stylegeschichten"

Zur Entwicklung von Graffiti Writing (1970-2016)

Seminarraum der Bibliothek

19:45 Uhr Vortrag

Michael Suckow: „Design erzählt - Design erzählen"

Seminarraum der Bibliothek

20:15 Uhr Workshop

Michael Fischer: „Was kann man alles mit einem Ziegelstein machen?"

Auf der Spur des kreativen Denkens im Design.

Seminarraum der Bibliothek

20:45 Uhr Vortrag

Juliane Aleithe: „… wenn ich nordische Kiefern sehe, werde ich depressiv, bei mediterranen Pinien glücklich." Kulturhistorisch relevante Fragen an den Werkstoff HOLZ und seine Bedeutung für eine nationale Identifikation.

Seminarraum der Bibliothek

21:15 Uhr Vortrag

Oliver Müller: „Wie ein Meer nur ohne Wasser"

Aktuelle künstlerische Positionen zum Thema Mittelmeer.

Seminarraum der Bibliothek

Durchgehend:

Matthias Götz, Caroline Düsterhöft, Studierende der Design Studies und Malte Westphalen: Designtheoretisches Symposion

Foyer der Bibliothek

Aart van Bezooijen, Oliver Reinecke, Michael Krenz, Virginia Reil:
Materialbühne – „Putting Materials on Stage"

Foyer der Bibliothek

Christian Francke und Karl Schikora:
Individualität und Gestik der Hand – Klassische Abformtechniken

Platz vor der Bibliothek

Lena Berger und Jacob Müller: Butter schütteln & Bretzeln mal anders

Platz vor der Bibliothek

Veronika Schneider: Wetter und Psyche – eine mobile Umfrageaktion

Platz vor der Bibliothek (verschiedene Stationen)

Konzept und Organisation:
Prof. Dr. Sara Burkhardt, Prof. Aart van Bezooijen und Elisabeth Schunck

Hier das Programm bei der Loepoldina:
„Meere und Ozeane“ sind das Leitthema des abwechslungsreichen Programms, mit dem sich die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina an der Langen Nacht der Wissenschaften am Freitag, 1. Juli 2016, in Halle (Saale) beteiligt. Zum Thema des Wissenschaftsjahres 2016 und 2017 diskutieren Experten im Wissenschaftlichen Nachtcafé über die Bedeutung des Ökosystems Ozean und seinen Schutz. Die „Umweltbühne“ zeigt das Puppentheaterstück „Expedition zum blauen Planeten“ für Kinder ab vier Jahren und die Tiefsee-Lounge lädt zu einer Reise in nahezu unerforschte Lebensräume ein.
ür ihre jüngsten Besucher hat die Leopoldina das Puppentheater „Umweltbühne“ eingeladen. Um 17.15, 18.30 und 19.45 Uhr beginnen 45-minütige Vorstellungen des Stücks „Expedition zum blauen Planeten“ für Kinder ab vier Jahren. Darin entdecken zwei Forscher vom Planeten Mecano die Erde. Ein Planet, den die beiden schon länger mal besuchen wollten. Schließlich gibt es auf der Erde eine Menge Wasser, und das kennen die Mecanos bisher nur aus Forschungsberichten. Unterstützt von den Zuschauern starten sie ihre Entdeckungsreise.

In der Tiefsee-Lounge werden Filme vom Meeresgrund gezeigt, die von Tauchschiffen aufgenommen wurden. Die Videos, die während Expeditionen des Zentrums für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) in Bremen entstanden, werden um 18 und 19.15 Uhr von Albert Gerdes vom Konsortium Deutsche Meeresforschung kommentiert. Anschließend werden die Filme weiter unkommentiert gezeigt und die Lounge steht bis in die Nacht Tiefsee-Fans wie auch erholungsbedürftigen Besuchern offen.

Beim Leopoldina Science Slam, der um 19.00 Uhr beginnt, treten dieses Mal eine Germanistin, ein Informatiker und ein Soziologe gegeneinander an. Sie sprechen über die Themen Sprachförderung in der Kita, E-Autos und politische Arbeitsrechtsprechung und versuchen dabei, ihr Forschungsgebiet kompakt, prägnant und unterhaltsam vorzutragen. Das Publikum entscheidet, welcher der jungen Forscher sein Thema am besten vermittelt hat.

Das Wissenschaftliche Nachtcafé widmet sich in diesem Jahr ab 21 Uhr unter dem Titel „Ozean – Erde – Mensch: Der Einfluss des Klimawandels auf das Meer“ dem Meeresschutz. Wie leidet das Ökosystem Ozean unter Erwärmung und Versauerung? Welche Rolle spielt Plastikmüll und was können einzelne Bürger selbst für den Schutz der Meere tun? Bei einem Becher Kaffee können die Besucher sich ihre eigene Meinung bilden.

Zum Abschluss der Leopoldina-Nacht um 23.00 Uhr erläutert die Generalsekretärin, Prof. Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug, im Vortrag „Von der Gelehrtengemeinschaft zur Nationalakademie – die Leopoldina im Dienst von Wissenschaft und Gesellschaft“ die Aufgaben und Strukturen der Leopoldina und stellt die Geschichte des Gebäudes auf dem Jägerberg vor.

Im Garten der Leopoldina erwartet Besucher ein Angebot an Speisen und Getränken, Bänke und Liegestühle laden zum Verweilen ein.

Das ausführliche Programm und den Programm-Flyer finden Sie auch auf der Leopoldina-Website: http://www.leopoldina.org/de/veranstaltungen/leopoldina-nacht-2016.

Und hier noch das Programm des Leibniz-Institutes für Pflanzenbiochemie (IPB):
Großes Mitmachprogramm am IPB zur Langen Nacht der Wissenschaft
Wirkt Johanniskraut gegen Alzheimer? Am Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie (IPB) wird es gerade erforscht. Interessante Erkenntnisse zu dieser vielseitig eingesetzten Heilpflanze und ihren wirksamen Inhaltsstoffen erfahren die Besucher, am 1. Juli 2016, zur Langen Nacht der Wissenschaft am IPB. Damit das Gehirn nicht einrostet, gewissermaßen als kleine Alzheimer-Prophylaxe, haben sich unsere Wissenschaftler ein ganz besonders kniffliges Pflanzenmemory ausgedacht: Keine Karte ist gleich, verschiedene Pärchen sind möglich – lassen Sie sich überraschen! Darüber hinaus heißt es wieder Spurt frei durch unseren Wissenschaftsparcours mit Preisen und Nachwuchsforscherdiplomen für Groß und Klein. Hier finden Sie Auszüge aus unserem




Programm:
Experimente für Kinder und Erwachsene

Was ist sauer?
Rotkohlsaft eignet sich hervorragend als Indikator. Mischt man ihn mit sauren Flüssigkeiten färbt er sich rot, mit basischen hingegen blau. Findet heraus, ob Cola saurer als Zitrone ist!

Achtung Bunt! Experimente mit Wasser, Fett und Farben
Hier lernst Du, wie man Farben voneinander trennen kann und warum manche Pflanzenstoffe unter Schwarzlicht leuchten.

Mit Spritze und Skalpell: Wie man Pflanzen infiltriert
Das Infiltrieren - ein Einspritzen von Flüssigkeiten in die Blätter - ist eine wichtige Methode in der Pflanzenforschung. Vielseitig anwendbar, oft angewandt, doch schwieriger, als es den Anschein hat. Probiert es aus!

Blut oder Ketchup?
Kriminalistiker vor! Nachweis von Blutflecken mit Schwarzlicht und Luminol

Abtauchen in die Welt der Proteine - 3D zum Anfassen
Was haben Pflanzen, Wasser und Antibiotika mit Computern zu tun? (Unter)suchen Sie Ihr persönliches 3D-Protein!

Die Lange Nacht der Wissenschaft findet am IPB am 1. Juli von 17:00 bis 22:00 Uhr statt.  

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