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Supersonntag > Unser Land > Landwirtschaft mit Zukunft >
Sebastian Köhler Sebastian Köhler
aktualisiert am 16.07.2016 um 18:47:42

Landwirtschaft mit Zukunft

von links: Olaf Feuerborn (Präsident des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt), Referent Prof. Dr. habil. Gerhard Breitschuh (www.agrarfakten.de), Dr. Ralf-Peter Weber (Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie von Sachsen-Anhalt), 
Reinhard Ulrich (Präsident des Bauernverbandes Anhalt und Geschäftsführer der Quellendorfer Landwirte GbR), Gitta Linde (APH Hinsdorf) und Michael Zink, Schäfer. von links: Olaf Feuerborn (Präsident des Landesbauernverbandes Sachsen-Anhalt), Referent Prof. Dr. habil. Gerhard Breitschuh (www.agrarfakten.de), Dr. Ralf-Peter Weber (Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie von Sachsen-Anhalt), Reinhard Ulrich (Präsident des Bauernverbandes Anhalt und Geschäftsführer der Quellendorfer Landwirte GbR), Gitta Linde (APH Hinsdorf) und Michael Zink, Schäfer.
Foto: Sebastian Köhler Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder)
Köthen (sk). Professor Doktor Gerhard Breitschuh kennt sich aus mit der Materie, über die er sprach. In seinem Fachvortrag zum Thema „Quo vadis Landwirtschaft? Welche Zukunft hat unsere Agrarstruktur?“ beleuchtete er intensiv die Herausforderungen, denen sich eine moderne und künftige Landwirtschaft stellen muss.

Beim 12. Agrarforum in der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld in Köthen ging auch um steigenden Biomassebedarf, den Strukturwandel und um das Freihandelsabkommen TTIP. Gesprochen wurde über die Darstellung der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit, insbesondere im Internet.

Oft entstehe ein falsches Bild. Fehler können schon mal vorkommen, doch würden eben nur diese wahrgenommen und blieben im Gedächtnis. Professor Breitschuh bot reichlich Lösungsansätze, um mit einer verändernden Ausgangslage umzugehen. Auch online auf www.argarfakten.de versucht er das Bild der Landwirte gerade zu rücken.


Meinungen:

Olaf Feuerborn, Präsident des Landesbauernverbandes: „Die Landwirtschaft, gerade hier in der Region hat Zukunft. Wir haben zwar im Moment eine große Krise. Wir hoffen, dass das nicht so lange dauert. Denn das kostet den Betrieben Eigenkapital - und wenn sie das nachher wieder anschaffen müssen, ist das eigentlich ein Rückschritt, den sie machen. Aber trotzdem sind unsere Betriebe zukunftsfähig so ausgestattet, dass sie diese Krise überstehen werden und wir stabil so weiter wirtschaften können.“

Referent Prof. Dr. habil. Gerhard Breitschuh (www.agrarfakten.de) über die Landwirtschaft in fünf Jahren: „Sie ist weiterentwickelt, mit mehr betriebswirtschaftlicher Korrektheit, und mit dem Beweis, dass eine hohe Intensität umweltverträglich möglich ist. Das ist für mich der Lösungsweg für die Landwirtschaft. Strukturen finden, die es ermöglichen unter freien Himmel mit Tieren so zu produzieren, dass die Natur daran keinen Schaden nimmt, gleichzeitig aber die höchste Produktivität erreicht wird.“

Dr. Ralf-Peter Weber, Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie von Sachsen-Anhalt, führte bis vor Kurzem noch die Geschäfte des Bauernverbandes Anhalt. Er vertritt folgende Auffassung: „Ich sehe in fünf Jahren immer noch eine flächendeckende Landbewirtschaftung, die vielfältig ist, die viele Betriebsformen hat, die Tiere so hält, dass es artgerecht ist und das die Landwirte anständige Preise für ihre Produkte bekommen.“

Reinhard Ulrich, Präsident des Bauernverbandes Anhalt und Geschäftsführer der Quellendorfer Landwirte GbR über die Landwirtschaft in fünf Jahren: „Ich glaube schon, dass sich die Konzen­trationsprozesse weiter fortsetzten werden. Großen Einfluss werden höhere Umweltstandards haben und wir werden uns darauf einstellen. Wir werden umweltschonender arbeiten. Tierschutz und tierartgerechte Haltung werden einen größeren Stellenwert einnehmen.“

Gitta Linde, APH Hinsdorf: „Es ist alles im Wandel. Leider ist es in der heutigen Zeit so, man kann gar nichts langfristig auf ein stabiles Fundament aufbauen. Ich würde mir auch wünschen, dass alles nicht so einseitig in der Berichterstattung ist. Nicht immer so eine Hetzerei, sondern das man alles ganz normal beurteilt.“

Michael Zink, Schäfer: „Es wird schwierig. Ich gehe jetzt mal von meiner Schäferei aus. Das stirbt aus. Wir haben ja früher in jedem Ort eine Schäferei gehabt, das ist heute viel weniger. Die Wolle war früher unser Hauptverdienst, das reicht heute nicht mehr. Was wir jetzt machen, ist die Landschaftspflege, seit diesem Jahr auch bei Solarparks. Das könnte die Zukunft sein.“

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