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Supersonntag > Mansfelder Land > Heimatgeschichten > Die Kirche gehört ins Dorf >
Jacqueline Franke Jacqueline Franke
aktualisiert am 15.07.2016 um 14:24:30

Die Kirche gehört ins Dorf

Von wildem Grün umgeben: Die Kirche St. Nicolai. 
Von wildem Grün umgeben: Die Kirche St. Nicolai.
Foto: J. Franke Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Föderverein zum Erhalt der Kirche St. Nicolai soll gegründet werden.
Röblingen (jf). „Lutz, du bist doch für die Kirche verantwortlich“, hört Lutz Brodalla ziemlich oft. Gemeint ist St. Nicolai in der Kirchstraße in Röb­­lingen, genauer gesagt in Unterröblingen. Die romanische Kirche, die wahrscheinlich schon um 900 existierte, wurde im 12. Jahrhundert gebaut. Es ist also eine der ältesten Kirchen im Seegebiet. Lutz Brodalla wurde hier ge­­­tauft und konfirmiert. Mit der Kirche fühlt er sich besonders verbunden, kommt oft vorbei und besorgt den Schlüssel, wenn sie jemand ansehen möchte. Außerdem spielt er hier jeden Sonntag mit Bekannten Boule. Das war es aber schon. Verantwortlich für die Kirche, die zum Kirchkreis Eisleben-Sömmerda,  Pfarrbereich Eisleben II, gehört, ist er nicht, aber er möchte Verantwortung übernehmen. Denn die Kirche ist in einem bedauernswerten Zu­­­stand. Das Dach vom Kirchenschiff undicht, Risse in den Wänden, Teile vom Taufstein abgebrochen, die Kanzel marode, die Wände trist, die Farbe von den Kirchenbänken angeblättert.
Der letzte Gottesdienst wurde hier 1978 abgehalten. Unterröblingen sollte damals der Braunkohle weichen, deshalb wurde der sakrale Bau vernachlässigt, unter anderem wurde Ende der 80er Jahre die Orgel verkauft, Öfen und Beleuchtung herausgenommen.
Nach der Wende wurden Teile des Dachs saniert und der Glockenturm (der ursprünglich mal ein Wehrturm war und heute noch über eine Glocke von einst drei verfügt) neu verputzt und die Kirche wiederbelebt. „Das dauerte nicht lange, dann fiel die Kirche wieder in ihren Dornröschenschlaf“, so Lutz Brodalla. Und Dornröschenschlaf trifft es tatsächlich. Zwar wächst keine meterhohe Dornenhecke, dafür steht im Garten das Unkraut gut und gerne einen halben Meter, an manchen Stellen noch höher.
Arbeitseinsatz und Konzert
Doch wenigstens damit soll jetzt Schluss sein, erzählt der 65-Jährige. Am kommenden Freitag, 22. Juli, wird zu einem großen Arbeitseinsatz an und in der denkmalgeschützten Kirche aufgerufen. Ab 14 Uhr geht‘s los. Jede helfende Hand ist gern gesehen und wird gebraucht. Wer mit anpacken möchte, sollte Ausrüstung mitbringen, wie Rasenmäher, Motorsense, Harke, Beesen, Eimer, Lappen (auch innen braucht die Kirche einen Putz).
Am Samstag, 30. Juli, 15 Uhr, findet an gleicher Stelle ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen statt. Wer möchte, kann natürlich auch die Kirche besichtigen. 18 Uhr gibt es bei freiem Eintritt ein Konzert mit Wernher von Lichtenstein. Dieses Konzert ist auch der Startschuss für eine Sammelaktion zum Erhalt der Kirche.
Förderverein
Um den Verfall des Denkmals zu stoppen, soll ein Förderverein gegründet werden, der Spenden einwerben und Fördermittel etc. beantragen kann. „Im Pfarramt hat man schon zugesichert, uns zum Beispiel bei der Beantragung von Geldern unterstützen zu wollen“, so Cathèrine Kayser, eine der Mitstreiter. In einem ersten Schritt soll das Dach des Kirchenschiffs dicht gemacht werden, im zweiten soll es saniert werden. Vorher lohnt es sich nicht, im Inneren anzufangen. Fürs Dach müssen aber erst mal Kostenvoranschläge eingeholt werden, um zu sehen, wie viel Geld überhaupt benötigt wird. Es ist eine Mammutaufgabe. „Aber eine Kirche gehört ins Dorf“, sagt Lutz Brodalla.

Leserkommentare:


Pfeiffer Bärbel, 06179 ASENDORF:
"Hallo, ich habe mir am Wochenende auch ein Bild von dieser Kirche machen können. Als geborene Röblingerin möchte ich natürlich helfen. Wie kann ich euch am besten unterstützen.
Anmerkung Red: Am besten Sie nehmen Kontakt zu Lutz Brodalla in Röblingen auf. Tel. (034774) 30 9 70."


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