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Supersonntag > Mansfelder Land > Heimatgeschichten > Der Kaffee kostet, den Spruch gibt‘s gratis >
Daniela Messerschmidt Daniela Messerschmidt
aktualisiert am 04.06.2014 um 14:58:15

Der Kaffee kostet, den Spruch gibt‘s gratis

Carola Wiehart (r.) mit ihrer Mitarbeiterin Karen Gürtler. Die ist übrigens im August 21 Jahre dabei.    Carola Wiehart (r.) mit ihrer Mitarbeiterin Karen Gürtler. Die ist übrigens im August 21 Jahre dabei.
Foto: roswitha hennig
Sangerhausen (rh). „Ach, ich weiß nicht, ob der jetzt der Richtige ist“, sagt die junge Frau und streicht sich über den Babybauch. „Aber das Kleine braucht doch einen Vater ...“ Zum Glück ist nicht alles, was Carola Wiehart und ihre beiden Mitarbeiterinnen zu hören bekommen, so problematisch. Meist reicht als Ratschlag ein „Trink erstmal ‘nen Kaffee, dann sehen wir weiter“.  Der Kaffee kostet, den Spruch gibt‘s gratis. Ist aber unbezahlbar. Er verändert zwar nicht die Welt, aber dem Tag des Kaffeetrinkers kann er schon eine nicht unerhebliche Wen­­de bescheren. Mal ein Beispiel. Kunde: „Kaffee un Würschtchen!“ Frau im Kiosk: „Einen schönen Guten Morgen! Kaffee mit Milch und Zucker oder schwarz?“ Kunde (schon freundlicher): „Nur mit Milch bitte.“ Frau im Kiosk: „Bitteschön und einen wunderschönen Tag!“ Kunde (fröhlich): „Danke, gleichfalls. Bis Morgen.“ Ja, so einfach geht‘s ei­­gentlich. Als Carola Wiehart den Runden Kiosk in Sangerhausen übernommen hat, da hat sie erstmal die Restbestände verkauft: große Säcke mit Haferflocken, Waschmittel, Schuhcreme ...
Heute fragt keiner mehr nach den Haferflocken, die meistgestellte Frage lautet heute: Was gibt‘s denn zu Mittag? Der Renner ist Sarah-Suppe. Das Rezept stammt von der Großmutter, der Name von der Tochter, die, kommt sie zu Besuch, immer ihre Lieblingssuppe (süßsaure Kartoffelsuppe mit Gehacktesbällchen) haben möchte. Frisch aus dem Kiosk natürlich. Kann sein, dass Sarah inzwischen drei Varianten ihrer Lieblingssuppe  kennt, denn jede der Frauen kocht sie ein klitzekleines bisschen an­­ders. Wer übrigens ein tolles Rezept hat, der kann das ruhig vorbeibringen, denn im Runden Kiosk wird gerne mal was Neues ausprobiert. Ja, und Stammkunden dürfen sich na­­türlich auch was wünschen. Zum Beispiel „Alles Rot“ von Silly. Das singt Carola Wiehart dann. Natürlich nicht. Also wünschen schon, aber ein Mittagsgericht. Und, ja sie singt. „Alles Rot - das ist mein Lied schwärmt die Sängerin aus Leidenschaft (Band „Hertzschlag“ - schon mal was davon gehört?). „Ich kenne keine einzige Note, nehme trotzdem Gesangsunterricht und bin zum Pölsfelder Karneval nicht zu halten. Das ist quasi meine Wahlheimat. Dort fühle ich mich fast so wohl wie zu Hause, oder im Kiosk oder auf meiner Ranch.“
Die Ranch, was ist denn das bitteschön? „Die Ranch ist ...“ ganz eindeutig schon wieder eine andere Geschichte.

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