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Supersonntag > Maria steht im Mittelpunkt >
Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 12.04.2019 um 14:50:37

Maria steht im Mittelpunkt

Teilnehmer der Pressekonferenz zu den drei Sonderausstellungen um Maria (v.l.) Dr. Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten, Dr.  Katja  Schneider seit 2013 Kuratorin an der Stiftung, Klaus-Martin Bresgott von der EKD und Dr. Ulrike Brinkmann von der Stiftung Christliche Kunst.  Teilnehmer der Pressekonferenz zu den drei Sonderausstellungen um Maria (v.l.) Dr. Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten, Dr. Katja Schneider seit 2013 Kuratorin an der Stiftung, Klaus-Martin Bresgott von der EKD und Dr. Ulrike Brinkmann von der Stiftung Christliche Kunst.
Foto: Antje Weiß
Ausstellung der Stiftung Luthergedenkstätten "Verehrt. Geliebt. Vergessen. Maria zwischen den Konfessionen" öffnet am 13. April im Augusteum. Sonderrabatt, Vortrag und Führung am ersten Ausstellungstag.

Wittenberg (aw). Ab Samstag, dem 13. April steht im Augusteum Maria im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung „Verehrt. Geliebt. Vergessen." „Maria hat wie keine andere Frau in der Geschichte die Konfessionen geeint und getrennt", erklärt Dr. Stefan Rhein, Direktor der Stiftung Luthergedenkstätten. Am Eröffnungstag können sich die Besucher von 9 bis 18 Uhr auf Vergünstigungen, einen Vortrag und eine Sonderführung freuen. Ein Einzelticket kostet an diesem Tag vier statt sechs Euro. Um 15 Uhr hält Prof. Dr. Johannes Schilling, Präsident der Luther-Gesellschaft, einen Vortrag zum Thema „Himmelskönigin, Göttin oder demütige Dienerin? Der fromme Streit um Maria zwischen Luther und seinen Gegnern" im Refektorium des Lutherhauses. Schilling stellt die Auseinandersetzung um die Bedeutung Marias in der frühen Reformationszeit vor. Im An-schluss wird er gemeinsam mit der Kuratorin Dr. Katja Schneider durch die Sonderausstellung führen. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, der Ausstellungsrundgang ist zum reduzierten Eintrittspreis von vier Euro möglich.
Zur Sonderausstellung gibt es noch zwei Korrespondenzausstellungen. Die Ausstellung in der Stadtkirche zeigt anhand von Illustrationen das Leben Marias als Mutter. „Zwischen Liebe und Verzweiflung. Maria und die Modere - von Chagall bis Kollwitz" heißt die Ausstellung der Stiftung Christliche Kunst, die ab 19. April im Wittenberger Schloss zu sehen ist.

110 Ausstellungstücke aus 50 Sammlungen

Die Ausstellung im Augusteum beleuchtet die wechselvolle Geschichte der Marienfrömmigkeit im Reformationsjahrhundert und findet Antworten auf die Frage: Warum trennt Maria, die im gesamten Christentum die Mutter Gottes ist, die Konfessionen? Noch heute wird Maria in der katholischen Kirche weltweit tief verehrt.
 
Wittenberg als Marienstadt

„Wittenberg war eine klassische Marienstadt", erklärt Stiftungsdirektor Stefan Rhein. Das zeigt sich auch anhand der Stadtkirche St. Marien, den Marien-Reliquien in der Schlosskirche und dem tiefen Marienglauben des Kurfürsten Friedrichs des Weisen. In der Schlosskirche wurden tausende Marienmessen abgehalten und auf dem Apollensberg gab es eine Marienkappelle als Wallfahrtsort. „Für die Wittenberger gibt es viel zu entdecken", schmunzelt Rhein. Doch Luther erteilte seiner Zeit mit seinem auf Christus konzentrierten Glauben dem Marienkult eine Absage, indem er Marias Bild auf das biblische Zeugnis zurückzuführen suchte. „Er blieb Maria aber zeitlebens zugeneigt, wofür allein schon seine Vorlesungen und Predigten sprechen", sagt er. Erst nach Luthers Tod vertieften sich die konfessionellen Gräben. Marienbilder und Marienstatuen wurden zerstört oder in sogenannten Götzenkammern versteckt. „Dort haben sie überlebt und im 19. Jahrhundert sind sie wieder gefunden worden", so Rhein. Die Stiftung will das Verbindende zwischen den Religionen zeigen. Die Idee war, wie man die Jahre nach 1517 darstellen könne. „Es gab schon viele Marienausstellungen, aber so, wie wir sie zeigen, konzentriert auf die Reformationszeit, das ist neu", spricht Rhein von einer Weltpremiere.

Verehrt, Geliebt, Vergessen

Zu sehen ist die Maria-Sonderausstellung vom 13. bis 18. August (geöffnet 9 bis 18 Uhr). Auf zwei Etagen werden im Augusteum. insgesamt 110 Exponate gezeigt. Das sind kostbare Schnitzplastiken, Tafelgemälde, Druckgrafiken und Schriften des 15. und 16. Jahrhunderts aus rund 50 Sammlungen aus ganz Europa. Im Obergeschoss wird die Rolle Marias im späten Mittelalter gezeigt und im Erdgeschoss das Verhältnis zur Reformation.

Begleitend zur Ausstellung ist ein 285 Seiten dicker Katalog erschienen, herausgegeben von Kuratorin Katja Schneide. Sie ist seit 2013 für die Luther Gedenkstätten tätig und hat auch schon die Cranach Ausstellung 2015 begleitet.

Ein Video zur Sonderausstellung finden Sie auf unserer Facebook-Seite unter: www.facebook.com/wochenspiegelwittenberg/
Infos zur Sonderausstellung gibt es unter: www.martinluther.de





 

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