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Supersonntag > 100 Jahre Kulturstiftung >
Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 07.12.2018 um 13:11:15

100 Jahre Kulturstiftung

Das Schloss Wörlitz übernahm der Freistaat Anhalt 1926 mit dem südlichen Teil des Gartens von der Herzogsfamilie. Das Schloss Wörlitz übernahm der Freistaat Anhalt 1926 mit dem südlichen Teil des Gartens von der Herzogsfamilie.
Foto: Antje Weiß
Festakt feiert Gründung der Joachim-Ernst-Stiftung von 1918.

Wörlitz (red). Am 30. November fand in Wörlitz im gut besuchten historischen Gasthof „Zum Eichenkranz" die Festveranstaltung der Kulturstiftung Dessau-Wörlitz anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens statt. Die Kulturstiftung ist aus der 1918 durch das Herzogshaus von Anhalt gegründeten und zunächst nach Ernst Joachim, dem letzten, noch unmündigen Prinzen (1901–1946) benannten Stiftung hervorgegangen. 1994 wurde sie als gemeinnützige Stiftung öffentlichen Rechts mit Sitz in Dessau reaktiviert. Sie hat den Auftrag, das Gartenreich mit seinen Architekturen, Gärten und Kunstsammlungen zu erhalten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Das Gartenreich Dessau-Wörlitz entstand im Zuge der vom Geist der Aufklärung getragenen Reformbemühungen des Fürsten Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1740–1817). Etwa 142 km² dieser historisch einmaligen „Landesverschönerung" haben sich bis heute erhalten. Als „herausragendes Beispiel für die Umsetzung philosophischer Prinzipien der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung, die Kunst, Erziehung und Wirtschaft harmonisch miteinander verbindet", hat das Welterbekomitee der UNESCO im Jahr 2000 das Gartenreich gewürdigt und in die Liste der Welterbestätten aufgenommen.

Direktorin Brigitte Mang, Ministerpräsident Reiner Haseloff – Schirmherr des feierlichen Anlasses sowie der erscheinenden Chronik – und Sigrid Bias-Engels, Leiterin der Gruppe Kunst- und Kulturförderung bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, hielten jeweils ein Grußwort. Dem folgte ein Vortrag zur Geschichte der Stiftung vom Historiker Fabian Schubert, welcher Hauptautor der Chronik ist. Rund 140 hochkarätige Gäste waren der Einladung der Stiftung gefolgt. Unter ihnen waren zahlreiche Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die seit vielen Jahren mit der Kulturstiftung verbunden sind und diese in ihrer Arbeit finanziell und ideell unterstützen. Besonders ehemalige Weggefährt*innen und derzeitige Kolleg*innen befreundeter Stiftungen, Schlösserverwaltungen sowie anderweitiger Kunst- und Kulturinstitutionen waren persönlich gekommen. Stellvertretend für die vielen Anwesenden sei der Landsmann der Direktorin, der Gesandte Österreichs Andreas Somogyi, genannt. Auch der Chef des Hauses Askanien, dem ehemals regierenden Fürstengeschlecht, kam beinahe geschlossen mit seiner Familie: Eduard Prinz von Anhalt und Corinna Prinzessin von Anhalt wohnten mit ihren Töchtern Julia Katharina Prinzessin von Anhalt und Julia Eilika Prinzessin von Anhalt der Festveranstaltung bei.

Der aufstrebende Wissenschaftler Fabian Schubert ist tief mit der Region Anhalt-Dessau verwurzelt. Geboren und aufgewachsen in Dessau, absolvierte er sein Bachelor- und Masterstudium der Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. An dieser forscht er nun als Doktorand zu den Verbindungen zwischen den Vertretern des Hauses Anhalt-Dessau und der preußischen Armee.

Seine umfangreichen Kenntnisse der Region und des Fürstenhauses waren eine gute Grundlage für die wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte der Kulturstiftung. Seine Ergebnisse münden in einer Chronik, die im kommenden Frühjahr veröffentlicht wird. Ergänzt wird seine Forschungsarbeit mit Beiträgen von langjährigen Mitarbeitern der Kulturstiftung selbst. Einen Vorgeschmack auf die Publikation erhielten die Gäste in Form einer Druckschrift, die einen kurzen Abriss über die 100 Jahre enthält.

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