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Supersonntag > Schulsozialarbeit baut Stress ab >
Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 14.09.2018 um 16:54:29

Schulsozialarbeit baut Stress ab

Die Schulsozialarbeit hat sich an den Grundschulen im Landkreis bewährt. Die Schulsozialarbeit hat sich an den Grundschulen im Landkreis bewährt.
Foto: privat
Streit um 153.000 Euro mehr Geld für Schulsozialarbeit.

Wittenberg (aw). Im Kreis Wittenberg sind im Jahr 2017 153.000 Euro übrig geblieben und zwar im Paket Bildung und Teilhabe. Das ist jenes Paket, welches Kinder aus Familien mit geringen finanziellen Möglichkeiten unterstützen soll.  Im Juni wurde im Kreistag darüber beraten, diese Mittel zusätzlich für Schulsozialarbeit einzusetzen. Eine Einigung gab es jedoch nicht und so wird am 17. September erneut getagt und abgestimmt.

Die Lehrer der Grundschule Friedrich Engels in Piesteritz sprechen sich für eine Verwendung der 153.000 Euro als zusätzliche Finanzmittel für Schulsozialarbeit im Landkreis Wittenberg aus. Aktuell stünden an der  Schule 97% der nötigen Unterrichtsstunden zur Verfügung. Das bedeutet, dass für unsere 11 Klassen 14 Stunden fehlen. Dadurch fallen wichtige Angebote, wie die Förderung leistungsschwacher Schüler und auch Zusatzangebote für die leistungsstarken hinten runter.  Auf die kommenden Jahre schaue man mit Sorge. Der wachsende Mangel an Lehrern sei ein schwerwiegendes Problem. Glück hätten die Schulen, die einen Schulsozialarbeiter/in im Haus haben.

Schulsozialarbeit könne eine Menge leisten. So freuen sich die Kinder über ihre Pausenspiele und Bastelangebote. Kinder mit Sorgen und Nöte finden bei den Schulsozialarbeitern geduldige Zuhörer und Unterstützer beim Lösen der Probleme. Sie führen kontinuierlich Hausaufgabenhilfe und Streitschlichterausbildungen durch. Sie haben Zeit, leistungsstarken Schülern zusätzliche Angebote zu unterbreiten und leistungsschwachen Schülern kleine Erfolge zu ermöglichen.

Auch die Elternvertreter der „Henrietten Grundschule" in Oranienbaum verfolgen mit Sorge, welche politischen Entscheidungen getroffen werden. „Unsere Schule sowie die Vielzahl anderer Schulen haben seit Jahren mit einer permanenten Unterbesetzung der Lehrkräfte zu kämpfen. Zahlreiche Unterrichtsstunden konnten nicht gehalten werden", sagt Susanne Liebmann, Vorsitzende des Elternrats der Klasse 3a. Erfreut war man in Oranienbaum, dass die Kreistagsmitglieder den Beschluss gefasst hatten, nach Auslaufen der BuT Förderung, die Fortführung der Schulsozialarbeit über den Landkreis zu sichern. „Erschrocken sind wir nun über den Widerspruch von Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) im Jugendhilfeausschuss am 12. Juli. Diese Handlung ist für uns nicht nachvollziehbar", betont Susanne Liebmann. Die besondere Situation im Wörlitzer Winkel sei zudem, dass für Eltern und Kinder regional keine Hilfsangebote bestünden.

„Wenn Gelder zur Verfügung stehen, sollten sie dort investiert werden", sagt SPD-Kreistagsmitglied Corinna Reinecke. Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses hofft sehr, dass die Fraktionsmitglieder sich nicht auf die Sparseite des Landkreises, sondern auf die Seite der Bürger stellen. „Denn eins sei doch allen bewusst, so kann es nicht weitergehen. Die Haushaltspläne werden ge-schrieben und man hört nichts von der Politik zur Fortführung", hofft Reinecke, dass die bestehende Schulsozialarbeit weitergeht, wenn 2020 die Förderung durch den europäischen Sozialfond endet.

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