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Supersonntag > Quedlinburg > Hol`s der Teufel? >
Michael Randhahn Michael Randhahn
aktualisiert am 11.01.2018 um 10:02:06

Hol`s der Teufel?

Die Teufelsmauer bei Weddersleben bekommt einen Frühjahrsputz. Die Teufelsmauer bei Weddersleben bekommt einen Frühjahrsputz.
Foto: and
Weddersleben (red). Die Teufelsmauer ist eines der ältesten Naturschutzgebiete Deutschlands. Der Trockenrasen ist Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Die auffallenden Felsformationen sind auch ein weithin bekanntes Wahrzeichen der Region. Besucher kommen von weit her, um die mächtige Steinwand zu bewundern. Anfang September 2017 führte hier auch die Strecke des erstmals ausgetragenen Triathlons Hölle von Q vorbei. Einige der über 150 Teilnehmer berichteten anschließend, dass die Teufelsmauer zu den schönsten Wettkampfkulissen ihres Sportlerlebens gehörte. Sogar von echten Glücksgefühlen beim Rennen war die Rede.

Damit die Teufelsmauer auch in den nächsten Jahren noch bei Sportlern, Naturliebhabern und allen anderen Besuchern Glücksgefühle auslösen kann, müssen jetzt allerdings die Motorsägen ran. Denn die Wiesen unmittelbar nördlich der Mauer und sogar die Wand selbst drohen zuzuwachsen. Überall setzen sich Büsche und Bäume fest. Der Trockenrasen wird immer stärker überwuchert. „An sich ist dieses Wachstum ein natürlicher Prozess – und ein Vorgang, der an vielen Orten gewünscht wird. An dieser Stelle aber ist ein Trockenrasen sinnvoller. Und das sowohl aus naturschutzfachlicher, wie aus touristischer Sicht". Das sagt Dirk Meisel, Bürgermeister von Weddersleben und einer der Sprecher der Initiative zum Schutz der Teufelsmauer.

Und so gehen vom 12. Januar bis zum 14. Januar eine Gruppe von vermutlich 30 bis 50 Unterstützern der Initiative mit Sägen und Sensen bewaffnet los, um Kleinholz zu machen. Selbstverständlich mit der Genehmigung und unter den wachsamen Augen der zuständigen Behörden. Mit dabei: Mitarbeiter der Stadt Thale, der Teufelsmauerverein, die benachbarte Neinstedter Stiftung sowie Fachkräfte des Thalenser Unternehmens RST. Die Stadt Quedlinburg schickt in unbürokratischer Amtshilfe zwei Mitarbeiter des Bauhofs. Die Sägearbeiten werden unterstützt von Lebenshilfe, Bergwacht, THW, der Freiwilliger Feuerwehr und vom BUND. Zunächst wird am Freitag gesägt, dann werden Samstag und Sonntag die umgelegten Gehölze zusammengetragen und noch vor Ort unter den Augen der Feuerwehr verbrannt.

Angeregt wurde die Aktion vom Organisator des Hölle-Triathlons, Mark Hörstermann. Er wurde kurz nach dem Triathlon von verschiedener Seite angesprochen, ob er seine entstandenen Kontakte zu Städten Gemeinden und Vereinen nicht auch für die Teufelsmauer einsetzen könne. „Da ich lange Jahre selbst im Naturschutz gearbeitet habe, sagte ich gerne zu. Das der Einladung zu einem runden Tisch aber so viele gefolgt sind und sich innerhalb weniger Wochen eine breite Gruppe von Unterstützern gefunden hat ist schon sehr überraschend", so der Neu-Quedlinburger.

Zuvor waren die Pflege der Trockenrasen einige Jahre ins Stocken geraten. Aus unterschiedlichen Gründen konnte sich eine begonnene Schafsmahd nicht dauerhaft etablieren. Den zuständigen Behörden waren aufgrund komplexer Förderbedingungen die Hände gebunden. Und so kam es zu einem Bewuchs, der jetzt schnellstmöglich angegangen werden muss. Alle Mitglieder der Initiative sind sich dabei aber einig: die Entbuschung soll nur die Grundlage sein für eine nachhaltige Lösung – am besten durch eine erneute, aber dieses Mal dauerhafte Schafsbeweidung. „Um diese Pläne weiter zu entwickeln werde es weitere Treffen und Gespräche mit Politik und Behörden aus Landkreis und Landesregierung geben. Die Schäferin und andere Experten sind dabei von Anfang an mit im Boot", so Hörstermann.

Noch werden für die Aktion Helfer am 13. und 14. Januar gesucht, die die umgelegten Büsche und Bäume unter Anleitung zu den Sammelstellen tragen. Auch noch nicht abschließend geklärt ist die Verpflegung der Helfer. „Wir möchten allen Helfern bei den vermutlich kalten Temperaturen einen warmen Imbiss und zum Schluss – wenn die Sägen abgelegt sind – noch einen Glühwein anbieten. Hierfür sucht die Initiative noch Unterstützer und Sponsoren.

Treffpunkt: am 13. und 14. Januar jeweils 9 Uhr am Parkplatz Teufelsmauer. Angebote und Nachfragen bitte an: info@hoelle-von-q.de

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