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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 29.03.2019 um 13:03:17

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 13 - Oelsen

Dort, wo heute Monika Eichler ihren Garten hat, führte zwischen 1901 und 1969 die Bahnstrecke Gera-Pforten–Wuitz-Mumsdorf entlang. Oelsen hatten eine Station an der Bahnstrecke. Noch heute hängt der Ortsname an der Wand. Dort, wo heute Monika Eichler ihren Garten hat, führte zwischen 1901 und 1969 die Bahnstrecke Gera-Pforten–Wuitz-Mumsdorf entlang. Oelsen hatten eine Station an der Bahnstrecke. Noch heute hängt der Ortsname an der Wand.
Foto: M. Herrmann Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder) Galerie (9 Bilder)
In unserer Serie rund um den Burgenlandkreis entdecken wir heute gemeinsam den Ort Oelsen.

Oelsen (mh).
Viele der gut 100 Bewohner von Oelsen, das im östlichen Zipfel des Burgenlandkreises südwestlich der thüringischen Stadt Meuselwitz liegt, sind eng mit der Geschichte des Dorfes verbunden. So erzählt ein Dorfbewohner, dass sein Ururgroßvater an der Pflanzung der alten Stiel-Eiche in der Ortsmitte beteiligt gewesen war. Heute ist der Baum als Naturdenkmal ge-kennzeichnet.

Auch Monika Eichler ist mit einem Teil der Geschichte des Dorfes vetraut. „Mein Schwiegervater war der Bruder von Gertrud Löffler, die einst den Rosengarten gemeinsam mit ihrem Mann Werner betrieb.“ 1881 wurde das Haus im Auftrag von Bruno Löffler gebaut, 1914 kam der Saal hinzu und im Jahr 1925 wurde der Tanzpavillon im Rosengarten eröffnet. Aus den Erzählungen ihrer Mutti weiß sie, dass die Kellner mit langen Schürzen die schick gekleideten Gäste bedienten. Für einen Tisch zum Sonntags-essen musste man schon Be-ziehungen haben. In den 1970er Jahren schwang auch Monika Eichler das Tanzbein im nah und fern bekannten Lokal. „Ich erinnere mich noch an die vielen Rosen und Dahlien, auch Palmen gab es. Berühmte Bands und Kapellen aus der Region spielten zum Tanz. 1972 habe ich meinen bereits verstorbenen Mann dort kennengelernt. Es war eine schöne Zeit“, erzählt die heute 69-Jährige, die in Zipsendorf aufgewachsen ist. Drei Jahre später ist das Paar in das neu gebaute Haus gegenüber vom Rosengarten eingezogen. „Früher hat man fast alle Dinge des täglichen Bedarfs im Ort bekommen. Nach der Wende schloss der Konsum. Heute braucht man ein Auto um sich zu versorgen.“ Liebevoll krault die ehemalige Meuselwitzer Grundschullehrerin die 15 Jahre alte Hündin ihres Sohnes, der nebenan wohnt. Beide genießen die Sonnenstrahlen im Garten, wo noch vor 50 Jahren die Bimmelbahn lang gefahren ist. Das Schild der einstigen Bahnstation hängt immer noch und ist heute Ausflugsziel vieler Eisenbahnfans der Region. „Ich lebe gern hier“, gibt Monika Eichler zu. „Ich liebe die Nähe zur Natur. In der Stadt könnte ich nicht wohnen.“

Oelsen feiert 950. Geburtstag
Im Jahr 1069 wurde Oelsen (Golsowa) zum ersten Mal erwähnt. Die Ortsteile Spora, Oelsen, Nißma und Prehlitz-Penkwitz gehören zur Ortschaft Spora in der Elsteraue. Im 19. Jahrhundert erlangte der Braunkohlebergbau im Raum Spora große Bedeutung. Die Gegend war der westlichste Ausläufer des Meuselwitz-Altenburger Braunkohlereviers. Nachdem der Kohlebergbau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Raum Spora beendet war, erfolgte die Flutung der Tagebaurestlöcher. So entstand unter anderem der Penkwitzer See und der Hainbergsee.

 

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