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Martin Schumann Martin Schumann
aktualisiert am 18.01.2017 um 14:24:16

Erste Hochzeit in einem fahrenden Zug: Wenn der „Hafen der Ehe“ ein Bahnhof ist

Standesbeamtin Birgit Börner aus Friedrichroda führte die Zeremonie an dem ungewöhnlichen Ort durch. Standesbeamtin Birgit Börner aus Friedrichroda führte die Zeremonie an dem ungewöhnlichen Ort durch.
Foto: Martin Schumann
Julia und Jürgen Reinhardt geben sich in der Regionalbahn das Jawort.

Apolda (ms).
Mit so viel Presserummel hatten Julia (44) und Jürgen Reinhardt (56) wohl nicht gerechnet. Acht Fotografen, ein Fernsehteam, mehrere Zeitungsredakteure und zwei Radioreporter drängten sich um sie - und das mit gutem Grund. Das Paar ist - soweit bekannt -  das erste deutschlandweit, das sich auf der Schiene das Jawort gab, genauer gesagt in der Regionalbahn RB 74619 von Eisenach nach Halle.

Gegen 12.30 Uhr, kurz nach Verlassen des Bahnhofs Apolda, war es am Dienstag soweit, Julia und Jürgen Reinhardt sagten vor Standesbeamtin Birgit Börner „ja“. Diese verglich in ihrer Rede das Leben mit einer Zugfahrt. Es habe viele Stationen, Menschen steigen zu und wieder aus, einige begleiten uns auf unserer Reise, einige verlassen uns wieder, und von manchen nimmt man kaum Notiz.

Von seiner Julia nahm Jürgen Reinhardt jedoch sofort Notiz. In aller Frühe, kurz vor Arbeitsbeginn, habe er sie vor vier Jahren beim Zeitungsaustragen getroffen. Sie kamen ins Gespräch, freundeten sich an. „Und aus Freundschaft wurde Liebe“, sagt der frisch gebackene Ehemann. Bereits am 6. Dezember gaben sie sich standesamtlich in ihrem Heimatort Friedrichroda das Jawort, die Idee zur freien Trauung im Zug entstand durch ihrer beider Liebe zur Eisenbahn. „Wir fahren gern Zug, das ist entspannend, man muss keinen Parkplatz suchen, kann unterwegs noch was lesen“, sagt Jürgen Reinhardt, der auch beruflich jeden Tag in die Bahn steigt. Bei Abellio arbeitet er als Kundenbetreuer. „Mein Traumberuf“, sagt er.

Seine Vorgesetzten hätten sofort ein offenes Ohr gehabt, als er sie im Oktober auf eine mögliche Trauung im Zug ansprach. Kollegen haben das Abteil liebevoll dekoriert, einige von ihnen waren, neben der Familie, auch bei der Trauung anwesend.

„Die Strecke Eisenach-Halle ist mir seit der Kindheit vertraut“, sagt Jürgen Reinhardt zur Wahl des Trauortes. „Die Bahn hat mich zur Schule, zum Studium, zur Armee und zu Weiterbildungen gebracht.“ Nun brachte sie ihn in den sprichwörtlichen „Hafen der Ehe“, der in diesem Fall ein Bahnhof war.

„Für uns ist das völliges Neuland“, gab Abellio-Pressesprecher Matthias Neumann zu, der den großen Presserummel nicht erwartet hatte. „Aber eine gute Idee, die nicht nur unseren Mitarbeitern, sondern jedem Interessenten offen steht.“ Genutzt werden können dafür die so genannten Lounge-Wagen, die sich im Alltag vor allem bei Gruppen großer Beliebtheit erfreuen.

Weitere außergewöhnliche Hochzeitsorte finden Sie übrigens in unserem Sonderheft „Sag Ja“, das in allen Standesämtern der Region kostenlos erhältlich ist.

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