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Supersonntag > Wittenberg > „Zur Reichspost" oder. „Muth´s Säle" >
Antje Weiß Antje Weiß
aktualisiert am 29.12.2015 um 14:40:55

„Zur Reichspost" oder. „Muth´s Säle"

Die alte Aufnahme zeigt den großen Saal.	    Die alte Aufnahme zeigt den großen Saal.
Foto: Habedank Galerie (1 Bild)
 Gastwirtschaft und Ballsaal

Aufzeichnungen aus alten Wittenberger Zeitungen von Ortschronist Wolfgang Habedank

Wittenberg (red). Albert Muth erbaute um 1890 vermutlich den Gasthof gegenüber der Post. Diesen nannte er wegen der Nähe zur Post „Zur Reichspost". Damals „Große Friedrichstraße", später Lutherstraße 41/42. Im Dezember 1893 weihte Herr Muth den großen Saal „Zur Reichspost" ein. Es war zu dieser Zeit der größte und prachtvollste Saal in Wittenberg. Später wurde der Gasthof durch einen kleineren Saal und Wintergarten ergänzt.

Wie bedeutend die „Reichspost" war, zeigt auch die Errichtung einer Haltestelle der Pferdebahn am Gasthof. Am 4. Mai 1912 wurde eine Flugmaschine im kleinen Saal des Gasthofs „Zur Reichspost" ausgestellt. Paul Thiele und Hermann Hedrich aus Wittenberg erfanden 1911 eine Flugmaschine mit „Antrieb durch Menschenkraft". Ein Modell hiervon war bereits ab 15. Juli 1911 im Schaufenster des Konfektionshauses Hirschfeld in der Collegienstraße zu sehen.

Die erste Aufnahme eines Trompetenspiels mit einen Phonographen, fand Anfang Januar 1901 im Muth`schen Saal statt. „Die Aufnahme konnte beliebig oft gehört werden". Am 26. April 1903 war in einer Zeitung zu lesen: „Kino in Wittenberg". Lebende Photographien bot Steinhausens Theater am Sonntag, 26.April 1903 in Muths Saal.

Es war eine „Novitätenvorstellung", bei der neueste Weltereignisse in lebenden Bildern gezeigt wurden. Alle Lokale waren während des Krieges 1914 – 1918 und lange danach zu Reservelazarette ausgebaut worden. Dies betraf auch die Räume bei Muth. Dann wurde der Saal zum Kino und später wieder Konzert- und Ballsaal - sogar mit Diele.

Bei „Muth" fand vom 29. Oktober 1933 bis 31.Oktober 1933 noch eine Funkausstellung statt. Aus der Zeit des zweiten Weltkrieges fehlen Informationen. Sicherlich waren hier sämtliche Veranstaltungen wegen des Krieges verboten.

Zur Wiedereröffnung von Mut`s Festsälen, im Mai 1947, spielte das Stadtorchester unter Leitung von Alfred Feindor. Inhaber von Muth`s Festsäle war 1947 Hans Prohaska. Die „Freiheit" schrieb am 26. November 1948, dass seit 10 Wochen die „Box - Sparte" in Wittenberg besteht.

Am 26. November 1948 fand bei Muth der erste Boxabend nach dem Krieg statt. Es boxten die Polizeischule Apollensdorf gegen die Amateure aus Wittenberg. Am 14. Mai 1949 fand ein Wunschkonzert mit Ball in der Großgaststätte „Volkshaus", Lutherstraße 42, statt.

Im April 1952 wurde das „Volkshaus" in der Lutherstraße41 / 42 „HO-Haus der Schaffenden".

Herr Schlegelmilch gab Anfang Oktober 1953 den Ausbau und die Renovierung des „Haus der Schaffenden", ehemals Muth, in der Lutherstraße bekannt. Der erste Bauabschnitt sah den Umbau der gesamten Räume im ersten Stock des Vordergebäudes zu Kulturräumen vor.

Das Erdgeschoss wurde in eine moderne Gaststätte umgebaut, wobei neben den kleinen Saal ein Versammlungsraum gewonnen wurde. Der zweite Bauabschnitt 1955 umfasste den Umbau des großen Saales. In dem Kulturhaus sollten nun Tanzvergnügen, Kulturveranstaltungen, Konferenzen usw. stattfinden.

Am 28. Juli 1955 war der erste Bauabschnitt zum Umbau des Kulturhauses beendet. Die HO-Gaststätte, welche nun den Namen HOG „Fortschritt" trug, wurde eröffnet. Für den Bau spendeten viele Handwerksbetriebe.

Mittlerweile ist das KTC in Wittenberg zum größten Teil schon abgerissen.

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