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Supersonntag > Weißenfels > Rund um den Burgenlandkreis: Folge 14 - Penkwitz >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 11.04.2019 um 12:36:11

Rund um den Burgenlandkreis: Folge 14 - Penkwitz

In unserer Serie rund um den Burgenlandkreis entdecken wir heute gemeinsam den Ort Penkwitz.

Penkwitz (mh).
Christa Gütter stammt aus Haardorf. Anfang der 1960er Jahre lernte sie ihren Mann kennen und zog nach Penkwitz. „Als ich zum ersten Mal zu Besuch kam, dachte ich noch: ‚Hier bleibst Du nicht.‘ Der Gartenzaun war zusammengefallen und der Putz löste sich von den Wänden. Von dem Dorf ganz zu schweigen.“ Dabei liegt Penkwitz ziemlich zentral: Meuselwitz ist nebenan und Zeitz und Kayna liegen um die Ecke. Doch für die Rentnerin ist es ein „verlassenes Dorf“. „Es war früher ein Niemandsland und heute ist es auch noch ein Niemandsland. Alteingesessene gibt es kaum mehr. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen.“ Die 74-Jährige schätzt, dass in den elf Häusern nur noch 25 Menschen leben. Auch in ihrem Haus wohnten einst drei Familien; heute lebt sie allein. Ihr Mann starb im Jahr 2006.

In ihrem Leben hat sie viel gearbeitet: „Alle waren früher in der Landwirtschaft tätig. Das brachte nicht viel Geld. Also mussten wir uns Felder mieten und auch Schweine, Bullen und Pferde anschaffen. Wir hatten die halbe LPG noch einmal daheim.“ 15 Jahre hat Christa Gütter bei Campinggeräte Spora gearbeitet. Dann erkrankte sie an den Augen und wechselte in die Kälberställe im Ort. Dort arbeitete sie von 1983 bis 1999. Danach fing sie bei der Putenmast in Würchwitz an, bis sie 2008 in Rente ging.

„Freizeit gab es nicht. Nach der Arbeit tranken wir eine Tasse Kaffee und dann ging es weiter mit der Versorgung der Tiere.“ Auch wenn nach der Arbeit Zeit geblieben wäre, in Penkwitz gab und gibt es nichts zur Freizeitgestaltung. Im Nachbarort Spora konnte man am Wochenende Tanzen oder im Sommer am nahe gelegenen Hainbergsee baden gehen. Familie Gütter unternahm mit den zwei Töchtern sonntags Familienausflüge mit dem Auto. Den fahrbaren Untersatz braucht man auch heute noch, denn Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig nicht zu erreichen. Früher gab es im Nachbarort Prehlitz einen Konsum, doch der gehört schon längst der Vergangenheit an. Heute fährt sie mit ihrer Tochter, die in Spora wohnt, einkaufen. Durch ihre Augenkrankheit kann sie seit mehreren Monaten kein Auto mehr fahren. Sie hofft, dass sich das nach ihrer OP am kommenden Montag ändert, „denn ich möchte wieder flexibler sein und zum Beispiel spontan meine Schwester in Haardorf besuchen.“

Die Jüngsten des Ortes besuchen Kindereinrichtungen in Spora, Rehmsdorf, Tröglitz und Reuden. „Ich habe mich an das Leben hier gewöhnt. Ich kann mir nicht vorstellen in einer Mietswohnung zu leben.“

Auch wenn das Leben in Penkwitz nicht immer einfach ist, Veränderungen, wie zum Beispiel einen Fußweg oder eine Erweiterung der Straßenbeleuchtung vor der Haustür, wünscht sie sich nicht: „Ich bin 50 Jahre in Gummistiefel durchs Dorf gelaufen, dann kann ich das auch weiterhin tun.“

Zur Geschichte
Prehlitz und Penkwitz bildeten schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Gemeinde Prehlitz-Penkwitz. Am 1. Juli 1950 wurden Prehlitz-Penkwitz, Nißma und Oelsen nach Spora eingemeindet. Im Zuge der zweiten Kreisreform in der DDR kam Spora mit seinen Ortsteilen im Jahr 1952 zum Kreis Zeitz im Bezirk Halle, der 1990 wieder zum Landkreis Zeitz wurde und im Jahr 1994 im Burgenlandkreis aufging.Am 1. Juli 2003 vereinigte sich Spora mit acht weiteren bis dahin selbständigen Gemeinden zur Großgemeinde Elsteraue.

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