Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Supersonntag > Weißenfels > Borstentiere nicht zu stoppen? - Enorme Schäden durch Wildtiere >
Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 18.03.2019 um 16:00:46

Borstentiere nicht zu stoppen? - Enorme Schäden durch Wildtiere

Der Platz der Weißenfelser Hundefreunde e.V. hatte im vergangenen Jahr nächtlichen Besuch von den Wildschweinen und Waschbären. Der Platz der Weißenfelser Hundefreunde e.V. hatte im vergangenen Jahr nächtlichen Besuch von den Wildschweinen und Waschbären.
Im vergangenen Jahr traten enorme Schäden durch Wildtiere auf.

BLK (wm).
Grenzenlose Hitze, kaum Regen - 2018 ging als ein Wetterextrem in die Geschichte ein. Doch nicht nur das bereitete den Landwirtschaftsbetrieben, Kleingärtnern und auch Vereinen Kopfzerbrechen. Zahlreiche Wildtiere begaben sich auf Nahrungssuche und verursachten massive Schäden.

Super Sonntag fragte bei Jürgen Koschel nach, Sachgebietsleiter Jagd, Fischerei und Waffen bei der Kreisverwaltung Burgenlandkreis.

„Die Wildtiere treiben nicht ihr Unwesen, sie erschließen sich die durch den Menschen geschaffenen Lebensräume und führen dort ihre Nahrungssuche durch bzw. nehmen Fraß auf. Für die Besiedelung der Wildtiere gibt es sehr vielfältige Ursachen, wie zum Beispiel Zerstörung, Beunruhigung der natürlichen Lebensräume, Freizeitverhalten in der freien Landschaft durch den Menschen. Hinzu kommt die freie und reichliche Verfügbarkeit von Nahrung im urbanen Raum“, so der Experte.
Ein Blick in die Akten zeigt, dass 2015 insgesamt 2019 Stück Schwarzwild von Jägern im Burgenlandkreis gestreckt wurden, 2016 waren es 2446 und 2017 schleißlich 2927. Höhere Zahlen gibt es bei den Waschbären, die keine natürlichen Feinde haben. 2015 waren es 2830 und im Jahr 2017 schon 3578. Vom vergangenen Jahr liegen die entsprechenden Zahlen noch nicht vor. In der Region Zeitz wurden etwa 40 Prozent der Waschbären und 35 Prozent des Schwarzwildes gestreckt.

„Die Bestandszahlen der Populationen von Waschbären und Schwarzwild können nur geschätzt werden und liegen um ein Vielfaches höher als die gestreckten Tiere. Bei der weiteren Entwicklung der Lebensräume von Mensch und Tier ist es durchaus nicht ausgeschlossen, dass die Bestände an Wildschweinen und Waschbären weiter ansteigen“, mutmaßt Jürgen Koschel.
Gibt es Möglichkeiten zum Schutz vor den Wildtieren? Der Sachgebietsleiter sieht da nur wenige Möglichkeiten. Vor Waschbären kann man sich kaum schützen, denn es sind wahre Kletterkünstler und sind auch beim „Einbruch“ sehr erfinderisch. Alle Öffnungen an Häusern und Nebengelassen sollten fest verschlossen sein, sonst lässt sich das Tier häuslich nieder. Wildschweine sind ebenso intelligent, merken sich Wege und Löcher in Zäunen. Hinzu kommen noch ihre Kraft und Masse, insbesondere der Alttiere. Im Internet werden häufig Blitzlichter und Wildschweinschreck angeboten. Diese Dinge halten allerdings nur kurze Zeit an, denn daran können sich die Tiere relativ schnell gewöhnen.

Dennoch gibt es ein Mittel, was einen vorrübergehenden Erfolg verspricht. Darüber informiert Brigitte Schmidt von den Weißenfelser Hundefreunden e.V., deren schöner Übungsplatz im vergangenen Jahr von den Borstentieren regelrecht umgeackert wurde. „Uns hat ein Jäger gesagt, dass der menschliche Geruch die Tiere abhält. Wir legen dazu an den markanten Stellen Haare aus, die wir in Frisörgeschäften bekommen. Da jeder Mensch einen anderen Geruch aufweist, ist das eine wirksame Methode. Seit dem Herbst hatten wir keinen ungebetenen Besuch mehr“, so die Hundetrainerin.

Besonders in der Nacht und der Dämmerung sind die Wildtiere aktiv. Gefährlich ist das immer wieder für Autofahrer und Zweiradfahrer. Nahezu täglich kommt es auch im Burgenlandkreis zu Wildunfällen.

Jürgen Koschel zu diesem Thema: „Dort, wo die Felder und Wälder bis zur Straßenbankette heran führen, hat der Verkehrsteilnehmer die geringste Reaktionszeit wenn er Wild erblickt. In der Regel steht es schon auf der Straße oder am Straßenrand.“

Das dunkle Fell ist auch im Scheinwerferlicht erst spät zu erkennen, nur die Augen reflektieren. Darum sollte in den genannten Gebieten entsprechend aufmerksam gefahren werden. Kommt man in die Lage, nie das Steuer verreißen, sondern auf das Tier zufahren und bremsen. Das verhindert ein Ausbrechen des Fahrzeuges oder einen lebensgefährlichen Crash mit einem Baum.
Was ist nun, wenn man beim Waldspaziergang auf Wildschweine trifft?  Jürgen Koschel: „Es besteht nicht nur im Wald die Gefahr eines Verteidigungsverhaltens von Elterntieren, wenn man in den direkten Sicherheitsbereich der Tiere eindringt. Auf keinen Fall weiter auf die Schwarzkittel zugehen. Mit Lärm, Bewegung und gleichzeitigem Rückzug sollten die Tiere vertreiben.“
Er fügt schmunzelnd an: „Wegrennen bringt nicht viel, da da die Wildschweine in jedem Fall schneller sind als der gewöhnliche Bürger.“

Einen Hinweis nehmen wir aber noch mit, keine Speisenabfälle in Gärten, Höfen oder anderen Plätzen entsorgen oder herumliegen lassen, die Biotonnen stets verschlossen halten. Beachtet man das nicht, kann man womöglich bald Waschbären oder Wildschweine begrüßen...

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Neues von Halles Lästerschwestern: Mensch, Eier! Neues von Halles Lästerschwestern: Mensch, Eier! Liebe Veganer, wir fühlen mit Euch. Zum Osterfest Eier, wohin man schaut. Man kann ihnen einfach nicht entkommen, auch wenn man vegane Osterkarotten aus...
Anzeige
Deutsche Bahn
Verlosung: Spider-Man: A new Universe Verlosung: Spider-Man: A new Universe Phil Lord und Christopher Miller, die kreativen Köpfe hinter "The Lego Movie" und "21 Jump Street", bündeln ihr Talent und bieten...
Anzeige
Baumaßnhamen des Burgenlandkreises an Kreisstraßen 2019 Baumaßnhamen des Burgenlandkreises an Kreisstraßen 2019 BLK (red). Noch nie hat es im Burgenlandkreis eine so weitreichende Straßenbautätigkeit an Kreisstraßen gegeben wie in diesem Jahr....
Anzeige
Trauerportal