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Supersonntag > Weißenfels > „Gold“ und „Silber“ erreicht >
Wolf-Eike Mardas Wolf-Eike Mardas
aktualisiert am 17.09.2018 um 14:14:29

„Gold“ und „Silber“ erreicht

 In Reichardtswerben ist Bäckermeisterin Karola Hippe ganz stolz auf die Auszeichnung. In Reichardtswerben ist Bäckermeisterin Karola Hippe ganz stolz auf die Auszeichnung.
Foto: W.-E. Mardas Galerie (1 Bild)
BLK (wm). 94 Dörfer beteiligten sich am Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" und 13 qualifizierten sich für den Landesausscheid. Schleberoda (Gold) und Reichardtswerben (Silber) haben es bis ganz noch oben geschafft. „Diese Dörfer zeigen, wie lebenswert unsere ländlichen Räume in Sachsen-Anhalt sind. Sie zeigen, wie in den Dorfgemeinschaften viele gute Ideen mit Kraft und Elan gemeinsam in die Tat umgesetzt werden. Hier wird klar: Die Zukunft Sachsen-Anhalts liegt in den ländlichen Räumen." Mit diesen Worten lobte Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert das Engagement der Teilnehmer. Schleberoda wird gemeinsam mit Quarnebeck im Altmarkkreis Salzwedel Sachsen-Anhalt im Bundeswettbewerb 2019 vertreten.

Schleberoda mit circa 160 Einwohnern liegt eingebettet in die Landschaft des Naturparks Saale-Unstrut-Triasland. Auf einem Rundgang kommt man nicht vom richtigen Weg ab, denn das kleine Dorf ist ein Rundling. Die Gehöfte gruppieren sich um einen zentralen Platz. Rückwertig bilden Hecken und Zäune einen Wall. Diese Struktur ist Grundlage für einen Welterbe-Antrag. Die Einwohner hatten die Präsentation ihres Dorfes zum Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft" bestens vorbereitet. Entgegen dem allgemeinen Trend zogen junge Familien nach Schleberoda, die sich für die historischen Höfe begeisterten und diese liebevoll sanierten.
Davon profitierte auch die ehemalige herzogliche Försterei, deren jetzige Nutzung für Seminare eines Institutes zur Führungskräfteentwicklung das Forsthaus vor dem Verfall rettete.

Backhaus verwöhnt mit
regionalen Spezialitäten


Alt- und Neubürger von Schleberoda arbeiten und feiern gemeinsam. Gemeinsam werden Traditionen wie die der Pfingstburschen, des Maifeuers oder des Brunnenfestes gepflegt. Das 1789 erbaute und im vergangenen Jahr umfassend sanierte Backhaus des Dorfes verwöhnt mit Weihnachtsstollen, Osterbroten und Speckkuchen.

Gleich neben dem Backhaus befindet sich im früheren Gemeindebüro das Lesestübchen. Darin lädt eine Bibliothek gespendeter Bücher nicht nur zum Lesen ein, es finden Gespräche, Erkundungen der Ortsgeschichte mit dem Chronisten und eine Leseförderung der Kleinen statt.

Das Schleberoda mehr darstellt, als ein lebendiges Museum, wurde eindrucksvoll nachgewiesen. Schleberoda blickt in die Zukunft. Dafür spricht auch das nächste Projekt. Es ist die Anschaffung eines autonom gesteuerten Dorfgemeinschaftsfahrzeuges auf Elektrobasis geplant, welches den Dorfbewohnern zur Sicherung ihrer Mobilität dienen soll.

Reichardtswerben -
Wünsche gibt es noch


In Reichardtswerben treffen wir auf Bäckermeisterin Karola Hippe. Im Laden steht gleich der passende Spruch, der auf das ganze Dorf bezogen werden kann: „Hier läuft die Uhr nicht vom Band, hier schafft man noch mit Herz und Hand".

„Ich wohne schon mein ganzes Leben in Reichardtswerben. Das sind nun schon 46 Jahre. Leider war ich am Sonntag krank und konnte bei der Preisverleihung nicht dabei sein. Aber ich habe mich riesig gefreut! Wir wohnen ja auch in einem schönen Dorf. Wir haben eine gute Infrastruktur. Schnell sind wir in Weißenfels und auch auf den Autobahnen. Im Ort gibt es einen Blumenladen, einen Tante-Emma-Laden, einen Frisör, eine Kosmetikerin, unsere Bäckerei, eine Physiotherapie, eine Arztpraxis und eine Zahnärztin - alles was man braucht. Dazu gibt es noch einige Betriebe. 1300 Einwohner - man kennt sich, man unterhält sich.

Ich freue mich jeden Tag, wenn ich früh um vier Uhr im Sommer die Straße betrete und hier unseren Park sehe. Die Vögel zwitschern und es ist eine fantastische Ruhe, dazu das viele Grün. Hier hat sich viel getan. Ich fahre gern Motorrad. Die Buckelpisten von einst sind verschwunden, die Kinder haben zwei Spielplätze, unsere drei Teiche sind gepflegt, wie auch unser Park, wo wir jedes Jahr ein zünftiges Dorffest feiern.

Aber auch die Vereine stellen was auf die Beine. Zum Beispiel kommen zum Osterfeuer der Handballer wahnsinnig viele Besucher von überall her. Die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr sind aktiv. Ich freue mich immer wieder nach einem Urlaub, wenn ich unsere Kirchturmspitze wieder sehen kann", lacht die junge Frau. Auf die Frage, was sie sich noch wünschen würde, wenn Geld keine Rolle spielen würde, sagt sie: „Es müsste noch ein Treffpunkt für die Jugend geschaffen werden. Dann wären Hinweisschilder an den Autobahnen und Bundesstraßen sehr schön, denn das Diorama und die Gedenkstätten sind ja wirklich sehenswert. Ein Radweg nach Weißenfels und nach Schkortleben zum Saale-Radwanderweg wäre gut, denn es fahren viele mit dem Rad. Schließlich sollte jedes Jahr so ein Frühjahrsputz stattfinden. Gemeinsam das Dorf verschönern und hinterher gemütlich zusammen sitzen und grillen. Das war toll!"

Reichartswerben hat sich schön entwickelt

Auch Carmen Ulrich wurde in Reichardtswerben geboren. Seit 1961 wohnt sie hier. „Dass wir den Preis in ‚Silber‘ bekommen haben, wusste ich noch nicht. Da erzählen Sie mir jetzt etwas Neues. Ich freue mich sehr darüber. Ich finde es toll, dass sich unser Bürgermeister so für den Ort einsetzt. In den letzten Jahren hat sich wirklich viel getan und Reichardtswerben hat sich schön entwickelt. Mir gefällt es besonders, wenn im Park Schnee liegt und die Sonne scheint. Was noch fehlt? Wir haben hier viele ältere Leute. Eine Zweigstelle einer Apotheke und eine kleine Seniorenresidenz würde ich mir wünschen", so Carmen Ulrich.

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