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Wolf-Eike Mardas Wolf-Eike Mardas
aktualisiert am 29.06.2018 um 10:09:52

Komm, ich zeige dir Pettstädt

Sarah Schiel ist schon richtig aufgeregt, denn heute darf sie wieder einmal mit ihrem Vati Michael und einem Redakteur vom Super Sonntag auf Entdeckungsreise gehen und viele tolle Fotos machen lassen.

Los geht es ab ihrem Zuhause, der Kfz-Werkstatt Schiel. Gleich gegenüber zeigt die (noch) Sechsjährige ein hübsch gemaltes Bild an der Hauswand. Sie weiß, dass es ein Bild aus längst vergangenen Zeiten ist, denn heute bestimmen starke Traktoren und riesige Maschinen das Bild auf den Feldern. „Früher wurde das so gemacht. Es war keine leichte Arbeit", berichtet sie.

Weiter geht es zu einer Herberge am Jakobsweg. Hier springt Michael Schiel ein. „Durch unser Dorf führt der Jakobsweg. Deshalb haben wir hier auch zahlreiche Gäste, die in der Herberge übernachten. Hier wird noch fleißig gebaut", erklärt der Familienvater.

In der Zwischenzeit ist der Schritt von Sarah schneller geworden, denn sie steuert auf den schön angelegten Spielplatz zu. Vor Jahren wurden die Spielgeräte ausgetauscht. Die Kleine steuert auf ein Motorrad zu - ist ja klar, denn sie ist ja in einer Werkstatt zuhause, da hat man nun mal Benzin in den Adern. Während sie gedanklich ihre Runden „dreht", erzählt Michael Schiel etwas über das hübsche Dorf.

„Unser Dorf ist in den letzten Jahren vom Altersdurchschnitt her etwas jünger geworden. Rund 190 Einwohner leben hier, darunter rund 20 Kinder, und die allermeisten gestalten ihre Grundstücke schön und ideenreich. Acht Firmen sind in unserem Dorf ansässig. Auf dem ehemaligen Schrottplatz gibt es einen Palmenverkauf und Palmenvermietung. Das hat auch nicht jeder zu bieten", sagt er.

In der Zwischenzeit sind wir am neuen Feuerwehrgerätehaus gelandet. Das alte Gebäude wird von der Gemeinde als Lagerraum genutzt, hat aber seine weiße Farbe und das rote Tor behalten. Gegenwärtig hat die Ortsfeuerwehr 17 Mitglieder, die sich aktiv am Dorfleben beteiligen. So halten sie den Teich und den Teichüberlauf sauber, der sich bis Almsdorf schlängelt. Auch ihre Ausbildung und die Vorbereitung von Dorffesten gehört zu ihrem Verantwortungsbereich. Lehrgänge und Besprechungen finden im Gemeinderaum statt. Hier treffen sich auch die Landfrauen und die Frauenrunde. Gegenwärtig kommen im Gemeinderaum die Fußballfans zusammen und schauen gemeinsam die Weltmeisterschaft.

Wir sind am Teich angekommen. Hier setzt sich Sarah erst einmal an das Ufer und beobachtet die Fische, die nahe der Oberfläche schwimmen. Hier stehen auch Bänke zum Verweilen. Alles ist sehr gepflegt und sauber. Die Gemeindearbeiter sind richtig fleißig, denn alle wollen sich im Dorf wohlfühlen.

„Im Juni kommenden Jahres feiern wir in unserem Dorf das 70. Johannesbier. Auch in Storkau wird 2019 dieses Fest gefeiert. Wir achten darauf, dass dieses Fest nicht gleichzeitig in beiden Orten stattfindet, denn wir wollen uns ja nicht gegenseitig die Besucher wegnehmen", erklärt Michael Schiel.

Nun wollen wir noch zu dem besonderen Ortseingangsschild, das an einem der drei Ortseingängen steht. Da das Dorf im Tal eingebettet ist steht jetzt eine „Bergtour" an. Doch da kommt ein blauer Seat aus dem Dorf angebraust. Ein Zeichen vom Familienoberhaupt, ein kurzes Gespräch und schon fahren wir gemeinsam auf den Berg. Danke für die Taxi-Tour!

Sarah postiert sich an dem Schild, das wenige Augenblicke später im „Kasten" ist´. Sie ist eben ein Profi.

Auf dem Rückweg sehen wir prall gefüllte Kirschbäume. Da kann man nicht vorbei gehen. Michael hebt sein Töchterchen hoch, sodass sie die roten Früchte erreichen kann.

Auf dem Weg in die Werkstatt kommen wir am Kriegerdenkmal vorbei. In diesem Jahr wird übrigens das Jubiläum „100 Jahre Ende des Ersten Weltkrieges" begangen. Das Pettstädter Denkmal wurde am 28. Mai 1922 eingeweiht.

Wenn wir schon einmal bei der Geschichte sind, wie kommt den eigentlich der Begriff „Luftschiff" in Pettstädt zu stande?

Mit einem Zeppelin hat es nichts zu tun, denn den Namen gab es schon weit vor der Erfindung dieses gewaltigen Luftfahrzeugs. Der Geschichte nach soll Friedrich der Große nach der Schlacht bei Roßbach vorbei geritten sein und nach einem kühlen Getränk verlangt haben. Es gab allerdings kein Bier oder Wein, sondern lediglich ein Glas Milch. Unlängst später wurde das Schankrecht erteilt. An dem wichtigen Handelsweg kamen Studenten aus Halle und Jena vorbei. Da packte eine Windhose das Tischtuch samt Suppenteller und Besteck und einem Studenten fiel alles in den Schoß. Er schrie: „Das Luftschiff mag der Teufel holen!" So war das damals und noch heute zieht es sehr oft am Luftschiff.

Wir verabschieden uns von Familie Schiel und bedanken uns für die vielen Informationen.

Sarah verrät uns noch, dass sie am kommenden Freitag ihren siebenten Geburtstag feiert und nach den Ferien Anfang August in die Grundschule „Adam Ries" in Uichteritz eingeschult wird.

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