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Supersonntag > Weißenfels > Keine Schließung der Grundschule Bergsiedlung in Zeitz-Ost >
Ronny Kratz Ronny Kratz
aktualisiert am 22.06.2018 um 16:24:52

Keine Schließung der Grundschule Bergsiedlung in Zeitz-Ost


Foto: Archiv
Zeitz (red). In der gestrigen Sondersitzung des Zeitzer Stadtrates am 21. Juni hatte der Stadtrat über die Form der Sanierung der Grundschule Zeitz-Ost zu entscheiden. Die von der Stadtverwaltung favorisierte Variante 1 wurde einstimmig abgelehnt. Diese hatte eine Zusammenlegung der beiden Schulen im Schulgebäude in Zeitz-Ost vorgesehen und eine anschließende Schließung des Grundschulgebäudes in der Bergsiedlung. Alternativ beschloss der Stadtrat eine bauliche Verkleinerung des Schulgebäudes in Zeitz-Ost. Nach dieser Variante 2a sollen sechs Klassenzimmer an den Giebelseiten des Südflügels, aus wirtschaftlichkeitserwägungen aufgrund der erheblichen Mehrkosten zwar nicht abgerissen, aber baulich abgetrennt werden, so dass diese nicht saniert und nicht genutzt werden. Sollte dieser Vorschlag vom Landesverwaltungsamt nicht akzeptiert werden, d.h. eine Förderfähigkeit des gesamten Projekts in Frage gestellt werden, soll die Thematik erneut dem Stadtrat vorgelegt werden, so der Beschluss des Stadtrates.

Oberbürgermeister Christian Thieme zu der Entscheidung des Stadtrates: „Auch wenn von Anfang an klar war, dass dies für mich sehr unbequem werden würde, war es meine Aufgabe als Stadtoberhaupt, die Variante der Schulzusammenlegung im politischen Raum vorzustellen, zur Diskussion zu stellen und schließlich einer Entscheidung zuzuführen. Jetzt bin ich froh, dass dies gelungen ist – auch wenn sich der Stadtrat gegen die von der Verwaltung favorisierte Variante ausgesprochen hat. Wir haben damit eine klare Vorgabe und die Rückendeckung des Stadtrates bei den weiteren Verhandlungen mit dem Landesverwaltungsamt um die Fördermittel für die Grundschule Zeitz-Ost.“

Zum Hintergrund

Für das Projekt „Teilabbruch mit anschließender Instandsetzung und Modernisierung sowie energetische Sanierung der Grundschule Zeitz-Ost“ hat sich die Stadt Zeitz über das Programm EFRE („Operationelles Programm für den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung des Landes Sachsen-Anhalt 2014-2020“) Fördermittel in Höhe von 6,1 Mio. Euro gesichert, bei einer Förderquote von 93 Prozent. Im Juli 2017 hatte das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt bestätigt, dass das Projekt ausgewählt ist. Zuvor hatte der Stadtrat im Oktober 2016 das EFRE-Konzept beschlossen und zur Umsetzung bestimmt.

Da das Projekt „Grundschule Zeitz-Ost“ die Fördergrenze von 1,5 Millionen Euro überschreitet, gab es jedoch die Einschränkung, dass der Landesbetrieb Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt (BLSA) noch das Vorhaben baufachlich prüfen
muss, bevor der Bewilligungsbescheid ausgestellt werden kann. Die Prüfung durch das BLSA ergab nun, dass die Schule für die vorgesehene Schülerzahl zu groß ist. Die Stadt Zeitz wurde deshalb aufgefordert, Vorschläge zu machen, wie diese Fläche verringert werden kann. Diese Maßnahmen sind in den Varianten 1 - 4 beschrieben. Die Mitglieder des Stadtrates wurden gebeten, diese Varianten zu beraten und Prioritäten festzulegen, wie sie dem Landesverwaltungsamt vorzulegen sind.

Die Varianten für eine Sanierung der Grundschule Zeitz-Ost Es werden zwei Lösungsansätze gesehen: Entweder die Nutzung des Gebäudes durch eine erweiterte Personenzahl oder die räumliche Verkleinerung des Schulgebäudes.

Variante 1
Variante 1 sieht vor die beiden Grundschulen in einem dann modern sanierten Gebäude zusammenzuführen. Das Landesschulamt und die Stadtverwaltung Zeitz befürworten diese Variante, zumal die Grundschullandschaft in Zeitz relativ kleinteilig und damit entsprechend aufwändig ist. Beide Schulen liegen relativ nah beieinander. Die Variante hat auch den
Vorteil, dass die Grundschule Bergsiedlung sich in der Folge nicht benachteiligt sehen würde, weil auf absehbare Zeit keine Mittel zur Sanierung dieses Gebäudes zur Verfügung stehen. Dort besteht ein nicht unerheblicher Sanierungsstau und auch der Unterhalt ist mit zusätzlichen Kosten verbunden, die insgesamt eingespart werden könnten. Nicht nur aufgrund der energetischen Sanierung ließe sich ein großes Schulgebäude wirtschaftlicher betreiben. Schließlich muss auch berücksichtigt werden, dass ein größerer Lehrkörper besser in der Lage ist, personelle Engpässe auszugleichen, um auf diese Weise Unterrichtsausfall zu vermeiden. Angesichts des bestehenden Lehrermangels muss auch dieses Argument Berücksichtigung finden.
 
Variante 2
Variante 2 sieht eine Verkleinerung des Schulgebäudes vor, um damit der geplanten Schülerzahl zu entsprechen. In Variante 2a erfolgt eine bauliche Trennung von sechs Klassenzimmern an den Giebelseiten des Südflügels, so dass eine Nutzung ausgeschlossen ist. Variante 2b sieht einen Abbruch dieser Räume vor. Mit der Verkleinerung des Baukörpers ist grundsätzlich ein großer baulicher Aufwand verbunden. Die Baukonstruktion aus Betonplattenstreifen muss in Variante 2b aufwändig demontiert und im Anschluss statisch ertüchtigt werden. Obwohl hierbei auszubauende Nutzflächen entfallen, wird der erhöhte
bauliche Aufwand keine Einsparungen erzielen. Es ist mit Mehrkosten zu rechnen. Eine Umplanung mit Neuordnung der Funktionsbereiche wird notwendig. Der planerische und bauliche Aufwand ist höher als in Variante 1.

Variante 3
Variante 3 sieht vor das gesamte nördliche Modul bis zur Fuge abzubrechen. Dabei würden 12 Klassenräume entfallen. Notwendig würde eine kombinierte Nutzung von Aula und Speisesaal sowie Werken und Gestalten in jeweils einem Raum. Es ist eine Umplanung mit Neuordnung der Funktionsbereiche notwendig. Der planerische und bauliche Aufwand ist allerdings noch höher als in Variante 2b. Da das notwendige Treppenhaus auf der Nordseite beim Abbruch verloren geht, müsste ein separates Treppenhaus angebaut werden. Es ist mit erheblichen Mehrkosten zu rechnen.

Variante 4
Über die Variante 4 könnte das Raumangebot ausgenutzt werden. Die Unterbringung von Kindertagesstätte, Grundschule und Hort in einem Gebäude ist jedoch problematisch, da es unterschiedliche Personalverantwortlichkeiten gibt (Kommune/Land). Die Schutzbedürftigkeit der Kinder in der Tagesstätte kann nur schwer gewährleistet werden. Es ist eine Umplanung mit Neuordnung der Funktionsbereiche notwendig. Es sind zusätzliche Sanitärbereiche erforderlich. Notwendig wäre weiterhin ein direkter Ausgang aus den Gruppenräumen ins Freie. Dabei müsste der im Bestand vorhandene Lichtgraben vor den Fenstern im Kellergeschoss überbaut werden. Es ist eine komplette Änderung der Außenanlagen erforderlich. Hierbei handelt es sich zudem um eine komplette Neuplanung, die mindestens zwei bis drei Monate in Anspruch nehmen würde. Die Raumgrößen der Klassenräume im Erdgeschoss von ca. 75 m² entsprechen nicht den Anforderungen einer Kindertagesstätte. Bei einer baulichen Verkleinerung der Räume ist die natürliche Belichtung und Belüftung nicht zu gewährleisten. Der planerische und bauliche Aufwand ist hoch. Es ist mit erheblichen Mehrkosten zu rechnen.

Alle vier Varianten wurden dem Landesverwaltungsamt bereits mit Schreiben vom 08.06.2018, jedoch mit dem Hinweis, dass aufgrund des möglichen Eingriffs in die Schullandschaft eine Entscheidung des Stadtrates erforderlich sei, mitgeteilt. Zudem wurde deutlich herausgestellt, dass die Stadt an dem Projekt als solchem festhält.

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