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Wolf-Eike Mardas Wolf-Eike Mardas
aktualisiert am 13.02.2018 um 10:55:33

Ist Diesel ein Teufelsmotor?

Nur die ganz betagten Dieselfahrzeuge sind noch richtige Dreckschleudern. Diese verschwinden aber mehr und mehr aus dem Stadtbild. Nur die ganz betagten Dieselfahrzeuge sind noch richtige Dreckschleudern. Diese verschwinden aber mehr und mehr aus dem Stadtbild.
Foto: W.-E. Mardas
Burgenlandkreis (red). 1893 war das Jahr, in dem der Erfinder Rudolf Diesel begann, zusammen mit der damaligen Maschinenfabrik Augsburg und dem Unternehmen Fried. Krupp in Essen, den ersten Versuchs-Dieselmotor zu konstruieren und zu testen. Was damals als geniale Erfindung galt, wird heute von einigen Diesel-Hassern verteufelt. Insbesondere die Deutsche Umwelthilfe, die mit allen Mitteln eine Änderung der Luftreinhaltepläne und damit Verkehrsverbote zur Einhaltung der Immissionsgrenzwerte für Stickstoffdioxid fordert, will ein Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge in Städten erreichen.

Am 22. Februar wird das Bundesverwaltungsgericht entscheiden, ob es ein Fahrverbot geben wird oder nicht. Dieses Grundsatzurteil könnte entscheidend in die Mobilität jedes Einzelnen eingreifen. Grund für die Klage seien die Überschreitungen der Stickstoffdioxid-Grenzwerte in den Großstädten in Deutschland. Doch statt effektive und langfristige Lö­­sungen wie den Ausbau der Infrastruktur, Verflüssigung des Verkehrs, Ausbau des ÖPNV oder Umrüstung der Busse und Transporter auf alternative An­­triebe zu fordern, werden Fahrverbote für unausweichlich ge­­sehen.

Was die Umwelthelfer nicht sagen, wie die Menschen, die einen Diesel-Pkw ihr Eigen nennen, zur Arbeitsstelle kommen sollen, wie die Geschäfte beliefert werden können und wie Spezialfahrzeuge in Städten Arbeiten verrichten sollen.
Der Präsident des Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. Dr. Michael Haberland ist entsetzt: „Es wäre ein Albtraum für tausende Auto- und Dieselfahrer und die größte Enteignungswelle, die Deutschland je erlebt hat. Der Diesel hat jahrzehntelang Generationen vorangebracht, wird staatlich gefördert und ist technisch exzellent. Auch die Abgaswerte haben sich in den letzten Jahren derart verbessert, dass man auf keinen Fall mehr von ‚Dreckschleudern‘ reden kann."

Entgegen einigen Behauptungen wird auch die Luftqualität in den Städten nachweislich immer besser. Laut Umweltbundesamt sind die Stickoxid-Emissionen im Straßenverkehr seit Wiedervereinigung um 70 Prozent gesunken und das ob­­wohl das Verkehrsaufkommen gestiegen ist. Dennoch wird oft das Gegenteil behauptet. Haberland weiter: „Im Grunde ge­­nommen sind die verordneten Grenzwerte aus der EU das eigentliche Problem. Wir brauchen endlich realistische Grenzwerte und eine vernünftige wissenschaftliche Untersuchung. Es kann nicht sein, dass wir auf unseren Straßen einen mehr als doppelt so niedrigen Grenzwert als in den USA haben und hierzulande selbst im Gewerbe und am Arbeitsplatz ein bis zu 24-fach höherer Wert erlaubt ist. Die Politik kann und muss endlich aktiv werden. Wir können unsere Mobilität nicht durch willkürlichen Aktionismus einschränken lassen."

Am Donnerstag, dem 22. Februar, soll nun das richtungsweisende Urteil in Leipzig fallen. Und hierbei geht es um Werte, um Existenzen. Fahren doch bundesweit rund 13 Millionen Fahrzeuge mit Dieselmotor durch Deutschland.

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