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Supersonntag > Weißenfels > Schuhmaschine lief und lief >
Wolf-Eike Mardas Wolf-Eike Mardas
aktualisiert am 20.04.2017 um 16:21:40

Schuhmaschine lief und lief

In den nächsten Jahren wird das Museum auf Schloss Neu-Augustusburg umgestaltet, erhält mehr Raum. Aber die historische Technik zur Schuhherstellung kann jeder am Sonntag betrachten. In den nächsten Jahren wird das Museum auf Schloss Neu-Augustusburg umgestaltet, erhält mehr Raum. Aber die historische Technik zur Schuhherstellung kann jeder am Sonntag betrachten.
Foto: Archiv/Mardas
Weißenfels (red). Haben Sie an diesem Wochenende schon et­­was vor? Wenn nicht, dann sollten sie spontan nach Weißenfels fahren. Am Sonntag wird in ganz Sachsen-Anhalt der Tag der Industriekultur be­­gangen. Auch das Museum Weißenfels beteiligt sich daran. Beherbergt es doch ein Schuh­museum, das zu den größten in der Bundesrepublik gehört. Die Schuhindustrie war jahrzehntelang das Herzstück der Stadt Weißenfels. Am Hochhaus in der Merseburger Straße der Saalestadt prankte die Werbung als Schuhmetropole Weißenfels als Leuchtreklame, die übrigens auch im Museum eingelagert ist. Diese Vergangenheit lässt das Museum zum Tag der Industriekultur am 23. April ab 14 Uhr wieder aufleben. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen anhand von Ausstellungsstücken in der Schuhausstellung auf Schloss Neu-Augustusburg aus der Zeit, als in Weißenfels die Schuhmaschinen noch auf Hochtouren liefen. Jetzt stehen die Ma­­schinen still, die Arbeit am Band ist auf Schwarz-weiß-Fotografien eingefroren. Das Museum lässt aber am Sonntag die Arbeit in der Leichtindustrie der Schuhbetriebe für Besucher wieder lebendig werden. Zeitzeugen erzählen an­­hand von Ausstellungsstücken wie sie die Arbeit in der Schuhindustrie zur DDR-Zeit erlebt haben. Sie sprechen über die Abläufe am Band, über die Zusammenarbeit der einzelnen Betriebsteile im VEB Kombinat Schuhe und darüber, wie unter den Bedingungen der sozialistischen Planwirtschaft gearbeitet wurde.

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