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Supersonntag > Sangerhausen > Rosen der Hoffnung >
Steffi Rohland Steffi Rohland
aktualisiert am 07.03.2019 um 17:22:17

Rosen der Hoffnung

Beim Politischen Aschermittwoch in Sangerhausen wurden diesmal Rosen der Hoffnung gepflanzt.
Sangerhausen (sro). Was haben Kommunalpolitiker und die Olsenbande gemeinsam? Sie haben immer einen Plan an Geld zu kommen, aber irgendwie wird es immer verhindert. Rund 200 Interessierte verfolgten am Mittwochnachmittag den 2. Politischen Aschermittwoch im Landkreis Mansfeld-Südharz auf dem Sangerhäuser Marktplatz.
In diesem Jahr stand er unter dem Motto: „Der holprige Weg zum Geld". Der Bergmönch (Andreas Sonntag) und Kobold (Peter Schulze) inszenierten gemeinsam mit zehn Ober-und Bürgermeistern der Städte und Verbandsgemeinden die schlechte finanzielle Situation der Kommunen.
Unter der Erkennungsmelodie der Olsenbande präsentierten sie die leeren Koffer, in denen das Publikum die vor einem Jahr von der Landesregierung erhofften Finanzen vermutete. Aber: die Koffer waren leer-bis auf jeweils eine Rose.
Einen besonderen Part bekam dabei der jüngste Bürgermeister, Andreas Koch von der Stadt Mansfeld. Er ging stellvertretend für seine Amtskollegen den holprigen Weg nach Magdeburg, um Fördermittel zu bekommen. Dabei wurde die Verteilung der Fördermittel aufs Korn genommen. Nicht mit Gießkannen, sondern mit Wassereimern schwabbte das Geld mal in den einen, mal in den anderen „Fördertopf". Die Landesbank bekam dabei genauso ihr Fett weg, wie der fehlende Breitbandausbau. Statt E-Mail Verbindung transportieren T-mails, drei Brieftauben von Dittmar Jung, Ortsbürgermeister von Burgsdorf (Lutherstadt Stadt Eisleben), die Förderanträge nach Magdeburg.
Am Ende verteilten Martin Luther und das Sangerhäuser Kobermännchen die „Rosen der Hoffnung". Luthers „neue Thesen" erinnern an die Finanzierung von Pflichtaufgeaben, wie die der Feuerwehr, aber auch die Unterstützung der freiwilligen Aufgaben. Dabei brauchen nicht nur kulturelle Einrichtungen, wie Museen, das Europa-Rosarium und das Theater in Eisleben Geld, sondern auch der Spielmnannszug aus Hettstedt, der gern seinen Weltmeistertitel verteidigen würde.
Außerdem wurde der zeitliche Zugzwang zum Beispiel bei der Sanierung der Grundschule in Hettstedt binnen eine Jahres aufs Korn genommen.
Als im vergangenem Jahr die Kommunalfinanzen symbolisch zu Grabe getragen wurden, gab es ein breites mediales Echo. Das wird in diesem Jahr wohl etwas gedämpfter ausfallen, ist sich Sven Strauß, Oberbürgermeister der Stadt Sangerhausen sicher. Allerdings sieht er in den symbolisch gepflanzten „Rosen der Hoffnung" ebenfalls eine öffentlichkeitswirksame Art, auf die Probleme der Kommunen hinzuweisen.
Die Veranstaltung im letzten Jahr habe zwar noch keinen in Heller und Pfennig zählbaren Erfolg gehabt, teilte er mit. „Aber durch die Folgeveranstaltung sind die Städte und Kommunen weiter zusammengerückt. Außerdem habe man in Magdeburg die Gehörgänge etwas geöffnet und geweitet." Deshalb würde er die Fortsetzung des Politischen Aschermittwoch im nächsten Jahr, gern in einer anderen Stadt des Landkreises fortführen.
„Zweimal hat er jetzt schon stattgefunden, beim dritten Mal wird es zur Tradition", sagte er.
 

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