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Cord Gebert Cord Gebert
aktualisiert am 08.03.2019 um 14:11:20

Was gibt es neues in Bad Bibra? - Knappe Stadtkasse erlaubt keine großen Sprünge

Die überdimensionale Milchkanne kündet nun vor dem Eingang der Bibertaler Käsescheune von der einstigen Molkerei-tradition der Finnestadt Bad Bibra. Die überdimensionale Milchkanne kündet nun vor dem Eingang der Bibertaler Käsescheune von der einstigen Molkerei-tradition der Finnestadt Bad Bibra.
Foto: M. Schumann Galerie (1 Bild)
Viele kleine Schritte ge-plant. Das Thema Heilwasser ist (vorerst) vom Tisch.
Bad Bibra (red).
Die Schließung der Molkerei war 2018 das bestimmende Thema in Bad Bibra. Mehr als 100 Arbeitsplätze sind dadurch verschwunden. Viele ehemalige Mitarbeiter sind bei anderen Unternehmen der Region untergekommen, einige sind weiter beim Deutschen Milchkontor (DMK) in Erfurt beschäftigt, einige sind in den Vorruhestand gegangen, ein paar sind noch arbeitslos.

Die befürchtete Steigerung der Abwassergebühren durch den fehlenden Großeinleiter konnte jedoch vorerst weitgehend vermieden werden. Fördermittel vom Land haben es möglich gemacht, dass die Preise „nur“ um einen Euro je Kubikmeter steigen. Eine Dauerlösung ist das jedoch nicht, denn die Förderung ist bis 2020 befristet. Eine Dauerlösung zeichnet sich ab: kürzlich wurde die Schließung der Kläranlage Laucha, die nur noch zu 17 Prozent ausgelastet ist, für Ende 2020 beschlossen. Das Abwasser aus Bad Bibra und Umgebung soll dann voraussichtlich zur Kläranlage Karsdorf weitergeleitet werden.

Ein weiterer großer Rückschlag war die Einstellung der Suche nach Heilwasser. Zwar waren die Bohrungen grundsätzlich erfolgreich, jedoch reicht die zu erwartende Fördermenge nicht aus. Für Trinkpavillon und andere Anwendungen hätte der Investor, der ein Hotel bauen wollte, mindestens vier Kubikmeter Heilwasser pro Stunde fördern wollen, möglich wäre aber maximal ein Kubikmeter. Nach Investitionen von insgesamt 1,2 Millionen Euro, davon rund zehn Prozent Eigenanteil der Stadt, liegt das Projekt Heilwasser damit nun auf Eis. Ob es dabei bleibt, wird die Zukunft zeigen. Eine Wiederaufnahme der Suche kann sich Bad Bibras Bürgermeister Frederik Sandner durchaus vorstellen, „wenn sich ein Investor findet.“ Nach Sandners Worten sei der bisherige Investor noch immer zu einem Engagement bereit. Ob man ihn jedoch auch zur Finanzierung einer weiteren Heilwasserbohrung, dann möglicherweise unter Nutzung eines bereits bestehenden Brunnens Richtung Thalwinkel, bewegen könne, sei völlig offen, so Sandner. Die Pläne für Trinkpavillon und Parkanlage am Hang richtung Altenroda liegen jedenfalls fertig in der Schublade. „Die Erschließung von Heilwasser wäre für die Zukunft wichtig, um Bad Bibra zu entwickeln“, ist sich Sandner sicher.

Doch es gab 2018 auch positive Ereignisse, auf die der Bürgermeister zurückblickt. „Der Märchenumzug war wieder gut besucht und das Quellenfest, erstmals wieder mit Abendveranstaltung, kam auch gut an. Mit Maria Manuwald haben wir eine neue Quellenprinzessin. Im Herbst gab es eine kleine Feier mit der Käsescheune zum 100-jährigen Molkereijubiläum. In dem Rahmen hat die große Milchkanne ihren neuen Platz an der Käsescheune bekommen“, zählt Sandner auf.

2019 werden es auch eher kleine Schritte sein, die man in Bad Bibra macht. Die knappe Finanzdecke lässt keine größeren Investitionen zu. „Wir wollen die Rad- und Wanderwege pflegen und ertüchtigen, wollen die Tische und Bänke an Aussichtspunkten erneuern und Infotafeln aufstellen und wir haben diverse Kleinreparaturen an Gehwegen, Mauern und Geländern geplant“, sagt Frederik Sandner. Größere Maßnahmen ließen sich nur in Zusammenarbeit mit Verbandsgemeinde, Kreis oder Land realisieren, da stehe aber derzeit nichts an, so Sandner weiter. Derzeit im Bau befindet sich die B 176 zwischen Bad Bibra und Saubach, sie soll im Sommer fertig sein.

Das Hauptaugenmerk des Bürgermeisters liegt vor allem auf der touristischen Infrastruktur. Vorstellbar sei beispielsweise, das Areal rund um Schwimmbad, Waldhotel, Tennisplatz und Campingplatz zu einem Naherholungsgebiet zu entwickeln. „Hier gibt es großes Potenzial. Gespräche mit allen Akteuren sind geplant“, sagt Sandner, der sich ein „Erlebnisareal“ mit Kletterwald und Veranstaltungshalle vorstellen kann.

Saniert werden soll in diesem Jahr das Sportlerheim der SG Fortuna Bad Bibra, hierfür erwartet Sandner vom Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flurneuordnung (ALFF) eine Förderung von bis zu 100.000 Euro. Den neuen Vorstand, der seit einem Jahr im Amt ist, lobt der Bürgermeister ausdrücklich: „Der Vorstand macht gute Arbeit und kümmert sich um den Nachwuchs. Bisher ist ein deutlicher Zuwachs an Mitgliedern zu verzeichnen.“

Neu gestaltet werden soll perspektivisch der Anger. Hier laufen die letzten Pachtverträge von Gärten 2020 aus, danach soll dort eine Parkanlage entstehen. „Die Fördermittel dafür wurden schon vor Jahren bewilligt“, so Sandner. Ebenso umgestaltet, freigelegt und renaturiert wird der Bachlauf im Bereich zwischen Ambulatorium und Edeka-Markt. Geplant ist auch, die Straßenbeleuchtung nach und nach auf sparsame und hellere LED-Technik umzurüsten.

Wie es mit dem Gelände der ehemaligen Molkerei weitergehen soll, ist derzeit unklar. Ende Februar sollte es ein Gespräch mit dem neuen Eigentümer Glockengold geben. Unserer Zeitung gegenüber hüllte sich Glockengold-Geschäftsführer Chris Dabbert jedoch in Schweigen, was die Zukunftspläne seines Unternehmens für diesen Standort angeht.

Gesucht wird derzeit eine neue Quellenkönigin. Diana Schmidt wird ihr Ehrenamt zum Quellenfest am 1. Juni nach drei Jahren abgeben. Interessentinnen, die mindestens 18 Jahre alt sein sollten, können sich für ein unverbindliches Vorgespräch direkt beim Bürgermeister oder bei Ina Sielaff im Haus des Gastes melden.

Termine 2019:
• 16. März, „Erbschleicherei“ – heitere Rechtsberatung im Haus des Gastes, Karten im Vorverkauf erhältlich
• 27. April, öffentliche Probe der Bibertaler Musikanten im Bürgergarten
• Mai bis Juni, geführte Orchideenwanderungen in den Forst Bibra, um Anmeldung wird gebeten
Termine:    11.05., 18.05. 25.05. 30.05.
• 1./2. Juni, Quellenfest mit „Schmallinger - Open Air“, Die Genossen Fett im Bürgergarten in Bad Bibra am 1. Juni
• 14. September, 130 Jahre Freiwillige Feuerwehr Bad Bibra, 50 Jahre Jugendarbeit, 10 Jahre Kinderfeuerwehr, mit Technikschau, Festsitzung, Spiel und Spaß, Kaffee und Kuchen, ab 19 Uhr Tanz für Jung und Alt am Gerätehaus in Bad Bibra
• 14. Dezember, Deutschlands größter Märchenumzug und traditioneller Weihnachtsmarkt mit Handwerker-Hof, Bühnenprogramm mit märchenhaftem Besuch

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