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Martin Schumann Martin Schumann
aktualisiert am 16.01.2019 um 16:00:36

Integration Naumburg e. V.: Verein kümmert sich um Neuankömmlinge

Frank Mayntz (li.), hier auf einem Archivfoto vom Herbst 2015, beim Einsammeln von gespendeten Gütern. Frank Mayntz (li.), hier auf einem Archivfoto vom Herbst 2015, beim Einsammeln von gespendeten Gütern.
Foto: Martin Schumann/Archiv
Auch wenn der Flüchtlingsstrom abgeebbt ist, gibt es noch viel zu tun.

Naumburg (ms).
Täglich strömten zum Höhepunkt der Flüchtlingskrise 2015 und 2016 Neuankömmlinge in die Sammelunterkünfte in Deutschland und anderen EU-Ländern. Auch Naumburg nahm zahlreiche Asylbewerber auf, größte Unterkunft war der ehemalige Schlachthof in der Talstraße.

Schnell formierte sich eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft. Vor allem über Facebook fanden sich Gleichgesinnte, wurde die Gruppe „Weltoffenes Naumburg“ gegründet und erste konkrete Aktionen gestartet. Schon damals kämpfte Frank Mayntz an vorderster Front. Er stellte Privat- und Arbeitsleben in den Hintergrund und organisierte mit zahlreichen Mitstreitern Kleidung, Haushaltsgegenstände, Möbel und mehr.

Nach der Schließung der Balkanroute verschwand das Thema Flüchtlinge mehr und mehr aus der Öffentlichkeit. Die großen Gemeinschaftsunterkünfte wurden geschlossen, die meisten Asylsuchenden haben inzwischen eigene Wohnungen. Aus den Augen, aus dem Sinn? Mitnichten! Denn in Naumburg engagieren sich noch immer zahlreiche Ehrenamtliche für die Geflüchteten.

Aus der losen Initiative ist schon im Mai 2016 der Verein Integration Naumburg e. V. geworden. Dessen Vorsitzender ist Frank Mayntz. „Wir haben zwar nur 20 Mitglieder, aber dafür um die 200 Unterstützer“, sagt er. Materielle Hilfe ist noch immer eines der Hauptanliegen der Ehrenamtlichen. „Wir sammeln Kleidung, Möbel, Haushaltsgegenstände, Bücher“, zählt Mayntz auf. „Und das nicht nur für Flüchtlinge, sondern für alle armen Menschen.“ Das Aufkommen sei nicht mehr so hoch wie noch vor zwei, drei Jahren, sagt Frank Mayntz, „aber wir sind trotzdem noch täglich unterwegs. Pro Monat richten wir ungefähr fünf Wohnungen ein.“

Sein Domizil hat der Verein im „Deutschen Hof“ in der Raschstraße. Der Gastraum wird für Treffen und Zusammenkünfte genutzt, der Keller als Lager.

Neben dem Materiellen ist es vor allem die Integration, die der Verein ja auch im Namen trägt, und der er sich verpflichtet fühlt. „Wir helfen bei der Arbeitssuche, bei der Integration in Sport, Kultur und das öffentliche Leben, helfen bei Behördengängen und bieten auch Sprachunterricht an“, sagt Frank Mayntz. Dabei kooperiert der Verein auch mit dem Forum Ehrenamt der evangelischen Kirche und dem Verein Bürgerschaftlich engagiert im Landkreis (BeLK e. V.).

Wie viele Flüchtlinge insgesamt „durch seine Hände gegangen sind“, kann Frank Mayntz nicht sagen. Es waren zu viele, um sie zu zählen. Eine Zahl hat er jedoch parat: „um die 50 haben wir geholfen Jobs zu finden.“ Oft handelt es sich um relativ einfache Tätigkeiten, schließlich ist die Sprache noch immer eine Hürde. „Einige Albaner haben sich aber inzwischen auch schon zum Maschinenführer bei Henglein hochgearbeitet“, weiß Frank Mayntz zu berichten.

„Arbeiten wollen sie alle, ich kenne nicht einen, der sagt, er will nicht“, sagt Mayntz. Problem sei jedoch, vor allem bei vielen Afrikanern, die fehlende Arbeitserlaubnis. Die bekommt nur, wer einen Pass hat. Teilweise sind jedoch die Botschaften nicht sehr kooperativ, bei manchen ist auch das Risiko sehr hoch, dass sie abgeschoben werden, sobald sie einen Pass haben. „Deswegen hängen einige in der Schwebe, teilweise sogar schon drei, vier Jahre“, sagt Mayntz.

Damit diese Flüchtlinge nicht auf dumme Gedanken kommen, bindet Frank Mayntz sie in die Vereinsarbeit ein. Ehrenamtlich helfen sie ihm beim Transport von Möbeln und anderen Dingen. „Ich bin jeden Tag mit ein oder zwei Flüchtlingen unterwegs“, sagt Mayntz. Und das wird sicher auch in den kommenden Wochen und Monaten so bleiben, da ist er sich sicher.

Info:

Der Integration Naumburg e. V. sucht ständig gut erhaltene Möbel, Kleidung, Haushaltsgegenstände, Bücher und ähnliches.

Kontakt über Frank Mayntz, 0177 / 3514057.

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