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Supersonntag > Merseburg > Welterbe-Titel „geschafft“! >
Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 12.07.2018 um 11:47:41

Welterbe-Titel „geschafft“!

Der Naumburger Dom St. Peter und Paul steht jetzt neben solchen berühmten Kathedralen wie Reims, Chartres, Amiens (Frankreich), Assisi (Italien), Canterbury (Großbritannien) oder Burgos (Spanien) in der Unesco-Kulturwelterbeliste. Allerdings hat Naumburg das bisherige Alleinstellungsmerkmal, die einzige protestantische Kathedrale unter ihnen zu sein. Der Naumburger Dom St. Peter und Paul steht jetzt neben solchen berühmten Kathedralen wie Reims, Chartres, Amiens (Frankreich), Assisi (Italien), Canterbury (Großbritannien) oder Burgos (Spanien) in der Unesco-Kulturwelterbeliste. Allerdings hat Naumburg das bisherige Alleinstellungsmerkmal, die einzige protestantische Kathedrale unter ihnen zu sein.
Foto: Susanne Haslbeck
Der Naumburger Dom gehört jetzt zum besonderen kulturellen Erbe der Menschheit

Naumburg (sha).
Nur die besten unter den herausragenden Zeugnissen der Menschheits- und Naturgeschichte dürfen den Titel Unesco-Welterbe tragen. Und viele der Besten (jetzt 44) findet man in Deutschland. Bundesland mit der höchsten „Welterbestätten-Dichte" ist dabei Sachsen-Anhalt. Ganze fünf Mal wurde der Titel schon hierher vergeben. Zuerst 1994 (nach Quedlinburg) und zuletzt am 1. Juli in Bahrain an den Naumburger Dom!

In dem arabischen Emirat tagte vom 24. Juni bis 4. Juli das Unesco-Welterbe-Komitee. Auf dieser 42. Tagung wurde zum dritten Mal über den Antrag zur Aufnahme des Naumburger Doms auf die Welterbe-Liste diskutiert und dann endgültig entschieden. Und dieses Mal positiv!

Die hochmittelalterliche Architektur des Naumburger Doms in Verbindung mit seiner Glasmalerei und Skulptur und den zwölf lebensechten Stifterfiguren - darunter die beiden berühmtesten, Ekkehard und Uta - überzeugten die Kommission und die Weltkulturorganisation beschloss die Aufnahme in die Welterbe-Liste. Ebenfalls als „Neuzugang" in diese Liste wurde die Wikinger-Siedlung Haithabu in Schleswig-Holstein aufgenommen.

Staats- und Kulturminister Rainer Robra betonte am 4. Juli im Rahmen einer Pressekonferenz in Naumburg: „Dieser Tag ist ein guter Tag für Naumburg wie für ganz Sachsen-Anhalt. Herzlichen Glückwunsch allen, die sich für die Bewerbung stark gemacht haben. Die Ernennung des Naumburger Domes zum Unesco-Welterbe ist uns auch eine Verpflichtung. Eine Herausforderung der Zukunft wird sein, das Welterbe in Sachsen-Anhalt nicht nur zu pflegen, sondern auch kräftig dafür die Werbetrommel zu rühren."

Seit 2004 hatte Naumburg um den Welterbe-Titel für seinen Dom gekämpft. Der Dom St. Peter und Paul wurde zwischen 1207 und 1242 erbaut und über die Jahrhunderte immer wieder im Stil der jeweiligen Zeit erweitert und überholt. Das Ergebnis wird zu den bedeutendsten Kathedralbauten des europäischen Hochmittelalters gezählt.

Die zwölf Stifterfiguren in der Kathedrale gehören zu den wichtigsten Kunstwerken der deutschen Gotik - darunter die Figur der Uta von Ballenstedt und ihres Gatten, Markgraf Ekkehard II. von Meißen im Westchor des Naumburger Doms.

Erschaffen wurden sie vom so genannten „Naumburger Meister", einem bis heute namentlich unbekannten Steinbildhauer. Er wirkte in der Mitte des 13. Jahrhunderts und gilt als einer der Hauptmeister dieser Epoche. Seine Skulpturen zählen zu den bedeutendsten Kunstwerken des europäischen Mittelalters.

Der Naumburger Dom steht nun zusammen mit den berühmtesten Kathedralen der Erde in der Welterbe-Liste. Allerdings ist Naumburg bisher das einzige protestantische Gotteshaus unter ihnen.

Sachsen-Anhalt erwartet nach der Aufnahme des Naumburger Doms in die Unesco-Weltkulturerbeliste wiederum mehr Besucher aus der ganzen Welt. Um die Gäste entsprechend zu empfangen, soll in unmittelbarer Nähe zum Dom ein Welterbe-Besucherzentrum in der ehemaligen Domkurie Domplatz 1 und deren Nebengebäude entstehen. Voraussichtlich betragen die Kosten für den Aus- und Umbau bis zu acht Millionen Euro. 2022/23 könnte das Besucherzentrum fertig sein.

Das Gesamtkunstwerk Naumburger Dom

Im Naumburger Dom fügen sich Meisterwerke der Romanik und Gotik mit Glanzstücken der Gegenwartskunst zu einem eindrucksvollen Ensemble. Kunstwerke wie das romanische Kruzifix in der Krypta, der frühgotische Westlettner mit seinen lebensnahen Figuren, die von Lucas Cranach geschaffenen Altarflügel aus dem 16. Jahrhundert oder die von Neo Rauch entworfenen Glasfenster in der Elisabethkapelle begeistern jährlich zehntausende Besucher.

Auch finden sich Spuren des Reformators Martin Luther im Naumburger Dom.

Im Jahr 1542 fand hier die Amtseinsetzung des weltweit ersten evangelischen Bischofs, Nikolaus von Amsdorf, im Dom statt. Die Weihe vollzog Martin Luther persönlich.

Sehenswert ist auch der Naumburger Domschatz im Kellergewölbe, der die beinahe tausendjährige Geschichte der Kathedrale in seiner breiten Vielfalt dokumentiert.

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