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Supersonntag > Merseburg > Streifzüge durch die Geschichte der Industrie >
Ralf Penske Ralf Penske
aktualisiert am 12.04.2018 um 15:53:20

Streifzüge durch die Geschichte der Industrie

Das Deutsche Chemie-Museum öffnet seine Türen von 10 bis 17 Uhr. Das Deutsche Chemie-Museum öffnet seine Türen von 10 bis 17 Uhr.
Foto: Ralf Penske
Der Verein “Mitteldeutsche Gesellschaft für Industriekultur” e.V. hat auch in diesem Jahr ein breitgefächertes Programm zum 11. Tag der Industriekultur zusammengestellt, das bereits bekannte Zeugen der Industriegeschichte umfasst.

Saalekreis (red).
Historisch be-trachtet entstanden viele bahnbrechende Erfindungen und Entwicklungen des 20. Jahrhunderts auf dem Territorium des heutigen Landes Sachsen-Anhalt. Von hier aus wurde die industrielle Entwicklung in Deutschland und Europa über Jahrzehnte mit geprägt. Waren zu Beginn der Industrialisierung vor allem die Zuckerindustrie, der Maschinenbau und die Eisenbahn Motoren der Entwicklung, so führte die Erschließung umfangreicher Braunkohlevorkommen im 20. Jahrhundert zur Herausbildung so genannter Verbundindustrien, d.h. einer auf Braunkohle basierenden chemischen Industrie. Sie bildete die Grundlage für eine Reihe einmaliger Entwicklungen. So war der Stickstoffdünger aus Piesteritz eine Grundlage für die moderne Landwirtschaft, und mit Leichtmetall aus Bitterfeld begann Hugo Junkers die Ära der zivilen Luftfahrt. Die synthetische Herstellung von Benzin und Kautschuk fand zuerst in Leuna und Buna statt, und der erste Farbfilm kam aus Wolfen. Das Bauhaus in Dessau gilt weltweit als Wegbereiter der klassischen Moderne.
Die tief greifenden politischen und wirtschaftlichen Veränderungen nach dem Ende der DDR führten zum Zusammenbruch der Großindustrie und offenbarten den hemmungslosen Raubbau an Natur und Umwelt.
Heute ist Sachsen-Anhalt ein innovativer Industriestandort. Aus einstigen Großbetrieben sind effiziente mittelständische Unternehmen entstanden. Neue Technologien an traditionellen Standorten haben sich, wie bei der Solartechnik, zu einem Wachstumsmarkt entwickelt. Aus Tagebaurestlöchern sind Erholungslandschaften wie die Goitzsche oder der Geiseltalsee entstanden.
Den Spuren deutscher Industriegeschichte in lokalen Gefilden zu folgen, besteht am Sonntag, dem 15. April wieder ausgiebig die Gelegenheit. Die historischen Stätten der industriellen Entwicklung sollen am „8. Tag der Industriekultur“ erlebbar und gleichzeitig die Prozesse des strukturellen Wandels bekannt gemacht werden. Nicht nur ausgesprochene Technikinteressierte wird das begeistern.

Deutsches Chemie-Museum

Rudolf-Bahro-Straße 11, Merseburg
10 bis 17 Uhr geöffnet
Am Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aufgrund der günstigen Standortfaktoren in Mitteldeutschland, zwischen Wittenberg und Zeitz, die chemische Industrie. Bereits 1939 hatte etwa jeder vierte Beschäftigte in der chemischen Industrie Deutschlands seinen Arbeitsplatz in dieser Region. In Wolfen entstanden die erste Kunstseide und der erste Farbkinofilm der Welt, in Leuna und in Buna wurden synthetischer Kraftstoffe und Kautschuk hergestellt und in Wittenberg wurde schon zu Beginn des I. Weltkrieges synthetischer Stickstoffdünger produziert.

Zentralwerkstatt Pfännerhall

Zentralwerkstatt Pfännerhall, Grubenweg 4, Braunsbedra
Die Zentralwerkstatt Pfännerhall ist ein beeindruckendes Industriedenkmal im Herzen Mitteldeutschlands. Direkt am Geiseltalsee gelegen beherbergt die ehemalige mechanische Werkstatt ein Besucher- und Veranstaltungszentrum der besonderen Art.
Zu erleben ist die frühe Geschichte des Geiseltals. In einer spektakulären Dauerausstellung erwarten die Besucher eine originalgroße Nachbildung eines eurasischen Altelefanten sowie das populäre Geiseltaler Urpferdchen in einer einzigartigen Inszenierung mit verschiedenen weiteren fossilen Funden. Das Geiseltal hat viele Facetten. So ist die Region nicht nur größte Fossilienlagerstätte Europas, sondern war mehr als 300 Jahre eine bedeutende Bergbauregion in der ehemaligen DDR.

Gradierwerk Bad Dürrenberg

10 bis 17 Uhr: Begehung des Gradierwerksführungen an der Windkunst
10, 11 und 13 Uhr: Besichtigung des Dampfmaschinenmodells der Brendelschen Dampfmaschine (Funktionsmodell) im Witzlebenturm (Zugang über Fährstraße)
10, 11, 12 und 13 Uhr: Führungen zum Soleschacht
14 Uhr: große Kurparkführung, Treffpunkt am Palmen- und Vogelhaus, 3 Euro je Teilnehmer
10 bis 17 Uhr: Öffnung des Borlachmuseum, Eintritt: 2 Euro
Das Museum im Borlachturm würdigt die Leistungen des kursächsischen Bergrates Johann Gottfried Borlach und zeigt die Geschichte der Dürrenberger Salzgewinnung, die Verarbeitung der Dürrenberger Sole zu Siedespeisesalz und die Entwicklung Dürrenbergs zum Badeort.
Modelle der alten Wasserkunst, die Darstellung des Weges der Sole zum Salz, aber auch alte Werkzeuge wie Salzkrücken, Siedekörbe und Salzschaufeln erinnern an die teilweise schwere Arbeit der Salzsieder.

 Eisenbahnmuseum Kötzschau

Fahrplanmäßig hat das Eisenbahnmuseum Kötzschau zum Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt am Sonntag, dem 15. April, geöffnet. Ab 10 Uhr stehen die Türen offen. Die aktuelle Sonderausstellung zu 75 Jahren Elektrifizierung der Eisenbahnstrecke Leipzig - Weißenfels ist zu sehen.
Wem Hunger überkommt, dem kann durch das Mitropa-Team mit einem Speisen- und Getränkeangebot im Bahnhofsgarten geholfen werden. Neben Herzhaftem lockt auch lecker hausgebackener Kuchen. Nach der Stärkung lädt auf den Museumsgleisen die Draisine „August“ zu einer rasanten Fahrt ein. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 3 Euro, Kinder zahlen 1,50 Euro, Gruppen ab 10 Personen pro Person 2 Euro.

 

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