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Susanne Haslbeck Susanne Haslbeck
aktualisiert am 14.01.2014 um 11:37:46

Neue Ausstellung in Merseburg: Technik im Wandel der Zeit

Dieser „Multicar“ Baujahr 1962 mit Fußlenkung ist ab 1. Februar in der Ausstellung zu sehen. Dieser „Multicar“ Baujahr 1962 mit Fußlenkung ist ab 1. Februar in der Ausstellung zu sehen.
Foto: Lothar Teschner
Merseburg (sha). Im Luftfahrt- und Technik- Museumspark Merseburg bereitet der Museumsverein eine neue Sonderausstellung vor. „Unter dem Motto ‚Technik im Wandel der Zeit‘ zeigen wir in mehreren Zeit-Inseln die Entwicklungen und Entdeckungen des 20. Jahrhunderts“, gibt Lothar Teschner einen Ausblick auf die Schau, die am 1. Februar in dem Museum auf dem Airpark-Gelände eröffnet wird.

Bis Ende Mai dieses Jahres können die interessierten Besucher dann unter anderem den ersten gesteuerten Motorflug der Gebrüder Wright von 1903 nachverfolgen, Motoren von der Einzelanfertigung bis zum Serienexemplar bewundern, aber auch die Erfindung des Bakelit und dessen Einsatz im Telefonbau genauer kennenlernen, um nur einige Ausstellungsschwerpunkte zu benennen.

Unter dem Namen Bakelit wurde der erste vollsynthetische, industriell produzierte Kunststoff hergestellt und vermarktet, der 1905 von dem belgischen Chemiker Leo Hendrik Baekeland entwickelt und nach ihm benannt wurde. Später wurden als Bakelite weitere Kunststoffe, wie Varianten von Phenoplasten, Aminoplasten, Epoxidharzen und Polyesterharzen vermarktet.
„Ein besonderer Höhepunkt der neuen Sonderausstellung ist die Präsentation eines Motorrades der Firma Victoria aus dem Jahr 1923“, schwärmt Lothar Teschner weiter.

Pioniere der Nürnberger Motorrad-Industrie

Die Zweirad-Marke „Victoria“ wurde 1886 zuerst als „Frankenburger und Ottenstein Nürnberg“ gegründet, ging 1958 mit in die „Zweirad Union“ über und endete 1968 mit der Übernahme durch „Hercules“. Sie zählte zu den Pionieren der Nürnberger Motorrad-Industrie.

Es wurden zuerst Hochräder und so genannte Sicherheitsräder produziert.
1906 waren die ersten 2-Zylinder-Maschinen mit 2,5 bis 3 PS erhältlich. Auch hier war nach wie vor eine Tretkurbel zu finden. 1920 begann nach dem Krieg die Produktion des mo-dernsten Motorrads seiner Zeit, der „KR I“.
1922/1923 kam Martin Stolle als neuer Mitarbeiter zu „Victoria“. Stolle, der zuvor bei BMW tätig war, entwickelte einen neuen, jetzt mit ohv-Steuerung versehenen, 2-Zylinder-Boxermotor mit 9 PS, der in die „KR II“ abermals längs eingebaut wurde. 1924 folgte die „KR III“ mit Kettenantrieb, Trommelantrieb, drei Gängen und 12 PS. Ein Jahr darauf wurde bei „Victoria“ der erste deutsche Kompressormotor gebaut.

Der Multicar mit Fußlenkung

Die Sonderschau wird aber beispielsweise auch den im Foto abgebildeten Multicar Baujahr 1962 mit Fußlenkung präsentieren, vielerorts auch bekannt als „Dieselameise“.
Die ursprüngliche Dieselameise DK 2002 wurde ab 1951 hergestellt. Das Fahrzeug war für den Werkhoftransport ausgelegt, leistete 5,6 PS und die Lenkung erfolgte mittels Fußwippe im offenen Führerstand.

1956 wurde die Produktion der Diesel-Ameise DK 3 aufgenommen. Das Fahrzeug gab es neben der Pritschenausführung auch schon als Muldenkipper und Dreiseitenkipper. 1958 wurde der erste Multicar produziert, der ebenfalls noch fußgelenkte M21.
Multicar ist heute die Bezeichnung für einen Klein- und Spezialtransporter, ein Geräteträger- und Multifunktionsfahrzeug, das vom Multicar-Zweigwerk der Hako-Werke GmbH in Waltershausen hergestellt wird. Multicar ist die einzige Kraftfahrzeugmarke, die vom Industrieverband Fahrzeugbau der DDR übriggeblieben ist.

1920 wurde das heutige Unternehmen als ADE-Werke (benannt nach dem Unternehmer Arthur Ade; 1882 bis 1957) gegründet. Es wurden landwirtschaftliche Geräte, Fahrzeuganhänger und Anhängerkupplungen für Lkw und Traktoren hergestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1946 die Produktion als Gerätebau Waltershausen wieder aufgenommen. 1948 erhielt der Betrieb den Namen „VEB Fahrzeugwerk Waltershausen“, den er bis zu seiner Privatisierung 1991 trug.

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