Aktuelle Ausgabe als E-Paper


Aktuelle Ausgabe als E-Paper


E-Paper Archiv

die letzten drei Ausgaben

E-Paper Archiv E-Paper Archiv E-Paper Archiv

Sehr geehrte Kundinnen und Kunden,


zur Zeit finden Wartungsarbeiten an unserer Online-Anzeigenannahme statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Anzeige per E-Mail oder Fax oder rufen Sie bei uns an.

E-Mail: info@wochenspiegel-halle.de
Fax: (0345) 130 10 61
Telefon: (0345) 130 10 0
Supersonntag > Mansfelder Land > Sebastian Krumbiegel im Buratino >
Steffi Rohland Steffi Rohland
aktualisiert am 20.04.2018 um 15:36:53

Sebastian Krumbiegel im Buratino

Im Rahmen des Schulprojektes „Schule mit Courage-Schule gegen Rassismus“ wurde zum „Kinderquatsch –Anderssein ist toll?!“ in das Jugendzentrum „Buratino“ eingeladen.   Foto:sro
Im Rahmen des Schulprojektes „Schule mit Courage-Schule gegen Rassismus“ wurde zum „Kinderquatsch –Anderssein ist toll?!“ in das Jugendzentrum „Buratino“ eingeladen. Foto:sro Galerie (2 Bilder) Galerie (2 Bilder)
Sangerhausen (sro). „Das Leben ist bunt - Erst das Anderssein macht einen Menschen interessant", zu diesem Ergebnis kamen die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzischule Sangerhausen bei ihrem jüngsten Schulprojekt.

Der „Prinz" Sebastian Krumbiegel trug früher einen leuchtend roten Hahnenkamm – heute stehen seine Haare nur noch igelig ab. „Ich mag das", sagt er. Die Schülerinnen und Schüler der Pestalozzi Förderschule drehen sich zu ihm um. Der prominente Gast muss nicht immer vorn stehen, um gehört zu werden. Bei der Veranstaltung im Jugendzentrum (JUZ) „Buratino" sitzt der Schulpate Krumbiegel in der letzten Reihe. Er lenkt deshalb auch nicht von den anderen Sangerhäuser Gästen ab, die zum Thema „Anderssein ist toll?!" beim „Kinderquatsch" mit den SchülerInnen ins Gespräch kommen.

Laura Drechsler fällt in der Runde durch ihre vielen Tattoos und Piercings auf. „Ich mag Körperschmuck", sagt sie. Sie merkt zwar den Blick mancher Leute auf ihre bunten Arme, aber negative Erfahrungen habe sie bisher nicht gemacht. „Tattoos machen bunt und nicht blöd", ist ein schlagfertiger Satz, der zeigt, dass sie zu dem steht, was sie macht. Außerdem ist sie entgegen dem klassischen Vorurteil über Tätowierte nicht vorbestraft, sondern hat sich innerhalb von fünf Jahren über die Kinderpflegerin zur Erzieherin ausbilden lassen.

Der nächste Gesprächspartner Ronny Kopf ist ebenso entwaffnend offen. „Ich bin schwul", sagt er lächelnd. Er sagt: „Die Leute sprechen offen oder tuscheln darüber wenn sie es merken, aber dann ist das Thema auch schon wieder out. Ich wurde bisher überall herzlich aufgenommen." Er engagiert sich als Betreuer im Jugendzentrum „Buratino" und ist in der Aids-Prävention tätig.

Der Sangerhäuser Sebastian Schenk kehrt zwar als Vertreter der Punk-Szene den Coolen heraus, aber total eigenbrötlerisch ist er sympathischer Weise nicht. Sonst würde er nicht mit den SchülerInnen über seine Weltanschauung diskutieren.

Für Leila aus Syrien ist zu hoffen, dass sie bald selbstbewusst darüber hinwegsieht, dass sie in Sangerhausen aufgrund ihres Aussehens, als Mädchen aus einem anderen Land, erkannt wird.

„Es gibt individuelle Besonderheiten, die kann man nicht ändern, dass müssen die anderen akzeptieren, schließlich sind Menschen keine baugleichen Maschinen", ist man sich nach über einer Stunde Diskussion einig. Um einen Menschen kennen zu lernen, sollte man mit ihm sprechen, bevor man über ihn urteilt. So berichtet die Lehrerin Diana Wozny von Kindern, die zwar Lernschwierigkeiten in der Schule haben, aber sie persönlich durch ihr Engagement in der Freizeit sehr beeindruckten. „So kann jeder seine Stärken finden", sagt sie. Sebastian Krumbiegel ergänzt, dass man dem einen oder anderen dabei auch zur Seite stehen muss. „Einem Schwächeren helfen, kann richtig cool sein", gibt er den Teilnehmern mit auf den Weg.

Kommentar schreiben
Name:
Ort:
Kommentar:
  Ja, ich habe die Hinweise zu Kommentaren auf unserer Website gelesen und akzeptiert.
Eingabeverifizierung: Schreiben Sie die untenstehende Ziffern- / Buchstabenkombination in das folgende Feld. Dadurch wollen wir dazu beitragen, unerwünschten E-Mails und automatischen Versendern keine Verbreitungsmöglichkeit zu bieten.
 
 
Neues von Halles Lästerschwestern: Weihnachtsjodeln Sie sich reich! Neues von Halles Lästerschwestern: Weihnachtsjodeln Sie sich reich! Falls Sie es noch nicht wussten - es gibt eine zuverlässige Methode, um ausgesorgt zu haben für's weitere Leben. Schreiben Sie einfach ein Lied,...
Anzeige
Rectangel
Serviceheft 2019 Serviceheft 2019 Serviceheft 2019
Anzeige
Verlosung: Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster-Urlaub Verlosung: Hotel Transsilvanien 3 - Ein Monster-Urlaub Wir begleiten unsere liebste Monster-Familie an Bord eines Luxus-Monster-Kreuzfahrtschiffs, damit auch Drac mal im Sommer etwas Urlaub von der Arbeit in seinem...
Anzeige
Sag Ja!