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Supersonntag > Mansfelder Land > Geschirr, Geschichte und Gerichte >
Steffi Rohland Steffi Rohland
aktualisiert am 17.04.2018 um 13:43:38

Geschirr, Geschichte und Gerichte

Monika Frohriep (2.v.re.) zeigt einen fein gedeckten bürgerlichen Mittagstisch. Der Tisch selbst wurde von Tischlermeister Gustav Adolf Spengler sen. gebaut. Monika Frohriep (2.v.re.) zeigt einen fein gedeckten bürgerlichen Mittagstisch. Der Tisch selbst wurde von Tischlermeister Gustav Adolf Spengler sen. gebaut.
Foto: Steffi Rohland Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Sangerhausen (sro). „Ge­­­schirr, Geschichte und Ge­­richte“ heißt die neue Sonderausstellung im Spengler-Museum in Sangerhausen. Der Sangerhäuser Stadtchronist Friedrich Schmidt (1862-1933) hat der Berg- und Rosenstadt und so manchem Ort der Region nicht nur um­­fangreiche Chroniken hinterlassen. Als Archivar des Ge­­schichtsvereins hat er auch Gegenstände für das vereinseigene Altertumsmuseum ge­­sammelt. Davon inspiriert, ge­­­­staltete Monika Frohriep, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Spengler-Museums, nun die sehenswerte Sonderausstellung, die den Sammler Friedrich Schmidt würdigt. „Voraussetzung für diese Sammlung war die Quellenforschung in den Archiven“, kann sie nachvollziehen. In Kirchenrechnungen und Visitationsprotokollen fand er Hinweise zu Themen der Alltagskultur, wie zum Beispiel die Menüfolge eines Festessens, welches ein Pfarrer den Bauern für das Beackern seines Pfarrlandes ausgab.
Die aus dem Magazinbestand bestückten Vitrinen nehmen die Besucher mit auf eine Reise in die Ernährungsgeschichte vom Mittelalter bis in das Industriezeitalter. Zu sehen sind Grapen (Kochgeschirr), in denen die Bewohner des einstigen mittelalterlichen Dorfes Hohenrode bei Grillenberg ihre Graupensuppe kochten, bis hin zur Suppenterrine und Sauciere des bürgerlichen Mittagstisches.
„Es ist eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung“, sagte Helmut Qual, Engagementsbotschafter Kultur des Landes Sachsen-Anhalt. „Die Verbindung der alten Küchengeräte mit den dazugehörigen Rezepten ist sehr gut gelungen.“
Neugierig enträtselten einige Besucher ein in Sütterlin-Schrift geschriebenes Suppenrezept. Außerdem hörten sie im Einführungsvortrag, wie die wachsende Beliebtheit des Kaffeegenusses ein jahrhundertealtes Mahlzeitensystem neu ordnete.
Die ausgestellten Kaffeemühlen und Kaffeekannen lassen bei den Besuchern so manche Kindheitserinnerung wach werden. Schließlich ist es noch nicht so lange her, dass am gedeckten Kaffeetisch aus der Kaffeekanne aus Porzellan eingegossen wurde oder der Malzkaffee tagsüber ständig verfügbar in Blechkannen auf dem Herd stand.
Als Universalgerät entpuppte sich der Mörser. Das heute zum Zerkleinern von Gewürzen verwendete Küchengerät nutzte man früher auch als Kuchenform, berichtete Mo­­nika Frohriep.
Die Ausstellung ist bis zum 16. September 2018 zu den regulären Öffnungszeiten des Museums zu sehen. Sonderführungen für Gruppen sind nach Voranmeldung möglich Tel.: 03464/573048.

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