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Supersonntag > Köthen > Eine Dessauerin mit Visionen für ihre Stadt: Kerstin Franz sorgt mit ihrer Projektidee „Muldterrassen“ für Furore >
Anke Katte Anke Katte
aktualisiert am 19.10.2018 um 16:12:24

Eine Dessauerin mit Visionen für ihre Stadt: Kerstin Franz sorgt mit ihrer Projektidee „Muldterrassen“ für Furore

Kerstin Franz möchte mit ihren Vorschlägen das Gartenreich in die Stadt holen. Kerstin Franz möchte mit ihren Vorschlägen das Gartenreich in die Stadt holen.
Foto: Anke Katte Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder) Galerie (3 Bilder)
Komplettierung des Stadtschlosses, Lustgarten mit Wasserspielen und Hecken.

Dessau (ak). Nein, sie ist keine Architektin und hat beruflich auch nichts mit Projektentwicklung zu tun. Trotzdem hat sich Kerstin Franz fast 14 Monate lang sehr intensiv mit der Wiederbelebung des Areals zwischen der Mulde und der Marienkirche in Dessau beschäftigt und am Ende eine nahezu professionelle Pro­jekt­idee vorgelegt.

Damit hat die ehemalige Kunsterzieherin und Touristikerin für reichlich Gesprächsstoff in den sozialen Medien („was für eine wunderbare Vision! Eine Aufwertung dieser Stadt, durch welche das historische Zentrum eine neue Gestalt, ein neues Leben bekommt. Für die Bürger und Besucher Dessaus und des Gartenreiches wäre das ein großer Gewinn!“; „Großen Respekt dafür! Ich hoffe, dass zumindest Teile umgesetzt werden können.“; „Ein wunderbares Projekt. Ich hoffe, es findet viele mutige Unterstützer und Entscheider, um diese tollen Ideen umzusetzen“ ...) und viel Begeisterung unter der Dessauer Bevölkerung ge­­sorgt.

Mit ihren Vorschlägen hat Kerstin Franz scheinbar genau das ausgesprochen, was den Dessauern schon lange auf der Seele brennt.  

Im Frühjahr bekam sie die Chance, ihre Ideen in einem ausführlichen Gespräch mit Oberbürgermeister Peter Kuras vorzustellen. Und auch vor dem Rotary Club hat sie bereits über ihre Visionen  referiert.

Gern würde Kerstin Franz die von ihr unter dem Titel „Muldterrassen Dessau“ entwickelten Vorschläge vor den Mitgliedern des Dessau-Roßlauer Stadtrates vorstellen. Eine Einladung dazu ist leider noch nicht eingetroffen.

Warum hat sie so viel Zeit, Herzblut und Arbeit in das Projekt gesteckt? „Als gebürtige Dessauerin bin ich stolze Anhalterin und ein echter Fan  des wundervollen Gartenreiches und des Fürsten Franz. Wenn ich durch Dessau gehe, sehe ich die alte Residenzstadt mit ihren reizvollen Bauten und Plätzen noch vor mir. Nach dem Scheitern der Dessauer Bewerbung um die Landesgartenschau 2021 habe ich mich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie man die Mulde besser  in das Stadtleben einbinden kann und wie das Areal zwischen Fluss  und Marienkirche aufgewertet werden kann. Schließlich wurde hier im ehemaligen Residenzschloss an der Mulde 1740 Fürst Franz von Anhalt-Dessau geboren, der Begründer des Gartenreiches Dessau-Wörlitz, das mit einem UNESCO-Welterbe-Titel ausgezeichnet ist. Mit meinen Vorschlägen möchte ich etwas von dem Flair zurückholen und der Stadt wieder ein Gesicht geben“, erzählt Kerstin Franz mit Begeisterung.

In vielen Stunden am Rechner hat die Hobbyfotografin ihren Visionen mit Hilfe von Photoshop visualisiert. Im Mittelpunkt ihrer Projektidee steht eine große Treppenanlage, die von der Stadt hoch zu einer Brücke über die Bundesstraße 185 führt. Auf der Muldeseite gelangt man über mehrere Terrassen hinunter zum Fluss.

Um der Bundesstraße wenigstens optisch ein wenig von ihrer Dominanz zu nehmen, sieht ihr Vorschlag begrünte Sichtschutzwände vor, die das Thema des Lustgartens aufnehmen. Dieser könnte unter Einbeziehung der bereits vorhandenen Bäume durch die Wiederherstellung von Rotunde und Buchsbaumbepflanzung, historischen Laternen und Wasserspielen mit einem innovativen Beleuchtungskonzept deutlich aufgewertet werden.

Ihre Visionen sehen darüber hinaus die Komplettierung des Stadtschlosses mit Ost- und Südflügel vor. Während im östlichen Teil die Tourist-Information und das ins Gespräch gekommen Unesco-Besucherzentrum, ein Restaurant mit direkter Terrassenanbindung an die an die Mulde, öffentliche Toiletten und Penthouse-Wohnungen untergebracht werden könnten, würde sich der Südflügel für die Erweiterung der Ausstellungsfläche des Museums für Stadtgeschichte geradezu anbieten.

Für den bereits in der Ausschreibung befindlichen Neubau eines Hotels anstelle der ehemaligen Berufsschule spricht sich Kerstin Franz für eine klassizistische Fassade aus und auch in der Einrichtung sollte sich das Gartenreich-Thema widerspiegeln.  

Nun ist es an der Stadt, die Chance zu ergreifen und zu prüfen, inwieweit sich die Ideen mit Investoren und Fördermitteln verwirklichen lassen.

Ausführliche Informationen über die Projektidee und weiteres Bildmaterial gibt es auf der Webseite muldterrassen-dessau.jimdo.com.

Leserkommentare:


Manfred Allner, Autor, aus Dessau stammend , 14943 Luckenwalde:
"Als ich zum ersten Mal von Kerstin Franz´ Projekt las und die Bilder dazu sah, war ich als einer, der den größten Teil seines Lebens hier verbracht hat, begeistert. Die Vorstellungen, die Frau Franz entwickelt hat, könnten tatsächlich das „Gartenreich in die Stadt holen“ und dazu beitragen, unserer Heimatstadt an dieser Stelle zwischen Mulde und Marienkirche ihr Gesicht wiederzugeben. Ähnliche Gedanken äußert die Großmutter des lyrischen Ichs in meinem „Neuen Dessauer Poem“. Und die kannte unser altes Dessau sehr genau, so dass sie vielen aus ihrer Familie von der vergangenen Schönheit der Stadt erzählen konnte, die besonders durch den Bombenangriff vom 7. März 1945 zerstört wurde. Ich wünsche Kerstin Franz, dass sie auch beim Stadtrat offene Ohren findet und die Stadträte mehrheitlich den Mut und die Kraft aufbringen, dieses wunderbare Projekt „Muldterassen“ zu einer ihrer Herzensangelegenheiten zu machen. Noch ihre Enkel werden es ihnen danken."

Manfred Allner, Autor, aus Dessau stammend , 14943 Luckenwalde:
"Als ich zum ersten Mal von Kerstin Franz´ Projekt las und die Bilder dazu sah, war ich als einer, der den größten Teil seines Lebens hier verbracht hat, begeistert. Die Vorstellungen, die Frau Franz entwickelt hat, könnten tatsächlich das „Gartenreich in die Stadt holen“ und dazu beitragen, unserer Heimatstadt an dieser Stelle zwischen Mulde und Marienkirche ihr Gesicht wiederzugeben. Ähnliche Gedanken äußert die Großmutter des lyrischen Ichs in meinem „Neuen Dessauer Poem“. Und die kannte unser altes Dessau sehr genau, so dass sie vielen aus ihrer Familie von der vergangenen Schönheit der Stadt erzählen konnte, die besonders durch den Bombenangriff vom 7. März 1945 zerstört wurde. Ich wünsche Kerstin Franz, dass sie auch beim Stadtrat offene Ohren findet und die Stadträte mehrheitlich den Mut und die Kraft aufbringen, dieses wunderbare Projekt „Muldterassen“ zu einer ihrer Herzensangelegenheiten zu machen. Noch ihre Enkel werden es ihnen danken."


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