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Supersonntag > Köthen > „... und nebenbei bin ich Lebensretter!“ - Andere stets über Wasser halten >
Patrick Lange Patrick Lange
aktualisiert am 16.10.2017 um 15:31:23

„... und nebenbei bin ich Lebensretter!“ - Andere stets über Wasser halten

Markus Stagge und seine Mitstreiter von der Malteser Wasserrettung. Markus Stagge und seine Mitstreiter von der Malteser Wasserrettung.
Foto: Patrick Lange Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder) Galerie (6 Bilder)
Der Super Sonntag stellt Menschen vor, die ihr Leben für andere riskieren.

Köthen (pl)
. Markus Stagge (27) stammt aus Wernigerode und lässt sich zum Notfallsanitäter ausbilden. Ehrenamtlich ist er bei der Wasserrettung des Malteser Hilfsdienstes in Köthen aktiv.

Was genau machst du in deiner Organisation?
Ich bin Trainer fürs Retten und Schwimmen, Trainer für Schwimmkurse und Rettungs-sanitäter bei der Absicherung von Veranstaltungen zu Lande und auf dem Wasser.

Wie bist du dazu gekommen?
Die Liebe hat mich in den Verein, also zur Malteser Wasserrettung gebracht. Ich war vorher bei der DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft) in Wernigerode im Einsatz und habe dann hierher nach Köthen gewechselt. Auf diese Weise brachte ich schon gute Vorkenntnisse mit.

Wie sieht deine Ausbildung für die Funktion aus?
Für die Position des Trainers bedarf es der Teilnahme an mehreren Lehrgängen, bei denen man den Umgang mit zu Schulenden und natürlich die entsprechende Fachkompetenz beigebracht bekommt.
Vorkenntnisse in den jeweiligen Bereichen sind gewünscht, aber nicht gefordert.

Erinnerst du dich an deinen ersten Einsatz?
Das war eine Absicherung in einem Bad; ein Junge ist  gesprungen und ungünstig auf-geschlagen, trieb bewusstlos im Wasser und musste gerettet werden. Nach erfolgreicher Bergung aus dem Wasser war er wieder bei Bewusstsein und benötigte nach intensiver Untersuchung keine weitere medizinische Hilfe.

Warum machst du das?
Die Tätigkeit macht mir Spaß, als Trainer kann ich mich frei entfalten und meine eigenen Ideen einbringen.
Man kommt sehr viel rum, lernt immer viele interessante Menschen kennen; es ist sehr abwechslungsreich.

Was war dein bewegendster Moment?
Ein Motorradunfall bei einer Veranstaltung. Der Fahrer erlitt dabei ein Wirbelsäulentrauma. Wir als Rettungskräfte führten die Erstversorgung durch, mit kompletter Immobilisierung, also Übergabe an die zusätzlich herbeigerufenen Rettungskräfte. Nach 14 Tagen wurden wir dann darüber informiert, dass sich der Verunglückte wieder vollumfänglich bewegen kann.

Wie gehst du mit Stress im Einsatz um?
Dreimal tief durchatmen und sich sammeln, getreu dem Motto: „ten second, for ten minute“ (zehn Sekunden für zehn Minuten).

Wie verarbeitest du schwere Momente?
Ich suche Gespräche mit der Familie, der Freundin und auch dem Pfarrer.

Wann sind die Einsätze, zu welchen Zeiten?
Über die Sommermonate jedes Wochenende bei diversen Veranstaltungen, ob auf dem Wasser oder zu Lande, Festivals und und und ...

Gibt es Dankbarkeit? Wie äußert sich die?
Wir erfahren viel Dankbarkeit von den Besuchern der Veranstaltungen und natürlich auch von den Bürgern, welchen wir aktiv geholfen haben, bis hin zu Freundschaften, die sich dadurch entwickelt haben.
Ab und an wird uns auch ein kleiner Snack oder Kaffee und Kuchen vorbeigebracht.

Wie reagieren deine Mitmenschen/Freunde/Familie?
Ein Teil meiner Familie ist selber bei den Maltesern, und durch den anderen Teil erfahre ich eine hohe Akzeptanz und Unterstützung hinsichtlich meiner zeitlichen Verpflichtung.

Was können Bürger tun, um dir und deinen Mitstreitern die Arbeit zu erleichtern?
Es wäre schön, wenn Bürger, welche als erste am Einsatzort sind bzw. verunfallte Menschen finden, statt zu gaffen, einfach selber helfen.
Natürlich immer aber erst nachdem man den Notruf abgesetzt hat.
Platz machen, wenn die Einsatzkräfte eintreffen und nicht den Weg versperren.
Das Falscheste, was man tun kann, ist gar nichts zu tun.

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