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Supersonntag > Köthen > Verlorene Plätze in der Region: ehemalige Tabakfabrik in Glauzig >
Torsten Waschinski Torsten Waschinski
aktualisiert am 20.03.2017 um 12:03:37

Verlorene Plätze in der Region: ehemalige Tabakfabrik in Glauzig

Heutiger Blick auf das riesige Gelände der alten Rübenzuckerfabrik, die später dem VEB Rohtabak gehörte und 1990 stillgelegt wurde. Heutiger Blick auf das riesige Gelände der alten Rübenzuckerfabrik, die später dem VEB Rohtabak gehörte und 1990 stillgelegt wurde.
Foto: Patrick Lange/CoolCopter.de Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder) Galerie (4 Bilder)
Einst als Zuckerfabrik gegründet, steht das riesige Gelände seit Jahren leer.

Glauzig (TW).
Irgendwie passt das Gelände nicht ins kleine Dorf. Leer stehend und unbenutzt schon gar nicht. Zusehends zerfallen nicht nur die Backsteingebäude der alten Tabakfabrik in Glauzig. Hier eine heruntergekommene Decke, da ein riesiges Loch in der Wand. Alles wirkt irgendwie irreal.

Die Glauziger haben sich inzwischen an den Anblick und das steinerne Furunkel in ihrem Dorf gewöhnt. Erste Reaktion nach einem kurzen Anruf bei Ortsbürgermeister Olaf Mann: „Am besten wegreißen.“ Doch so einfach ist das nicht, denn offenbar sind die Besitzverhältnisse auf mehrere Eigentümer übertragen. Es steht in den Sternen, was mit den alten Gebäuden einmal geschehen wird. Selbst für Thomas Schneider, frisch im Amt als Bürgermeister der zuständigen Stadt Südliches Anhalt, ist das alte Fabrikgelände auf keinem Handlungszettel vermerkt.

Vermutlich existieren auch nur noch wenige Einheimische, die überhaupt wissen, was es einst einmal mit den heutigen Ruinen auf sich hatte. Schneider, der aus einer anderen Ecke des Südlichen Anhalts kommt und der zugezogene Ortsbürger­meis­ter Mann haben jedenfalls kaum Kenntnis.

In Sachsen-Anhalts regionalem Mitmachlexikon der Mitteldeutschen Zeitung (sachsen-anhalt-wiki.de) ist im Internet  Folgendes zu erfahren: „... die Rübenzuckerfabrik in Glauzig wurde 1847 gegründet und im April 1872 in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapital von 4,5 Millionen Mark umgewandelt. Sie verfügte über 2.367 Morgen Ackerland auf den Rittergütern Glauzig, Piethen und Klein-Weißandt, dem Fabrikgut Arensdorf und Feldern in Görzig. Pachtverträge bestanden außerdem mit den Domänen in Gnetsch, Fernsdorf und Riesdorf sowie den Rittergütern Groß-Weißandt und Edderitz. 1914 wurde die Zuckerfabrik an das Eisenbahnnetz angeschlossen. 1923 erfolgte ein Ausbau der Produktionsanlagen. Hauptaktionär waren zuletzt die Dessauer Werke für Zucker und Chemische Indus­trie. 1946 wurde der Betrieb als Reparationsleistung für die Sowjetunion demontiert. Auf dem Fabrikgrundstück entstand eine Tabakfernentationsanlage, die 1950 im VEB Rohtabak aufging und 1990 stillgelegt wurde ...“

Fotografen, die sich vor allem auf sogenannte Lost Places, also vergessene Plätze spezialisiert haben, zieht das Gelände nach wie vor magisch an. Im Internet finden sich zahlreiche Fotos - nicht nur von außen, sondern auch von innen.

Doch hier sei gewarnt: Es ist es verboten, derartige Gelände zu betreten. Zum einen lauern überall Gefahren und zum anderen muss natürlich eine Genehmigung der Zuständigen vorliegen - das können die Eigentümer selbst sein oder ihre Bevollmächtigten.

Luftbilder von Patrick Lange unter: www.CoolCopter.de

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