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Supersonntag > Halle (Saale) > Meinung > Rund 4 000 Gegendemonstranten haben es geschafft: bundesweiter Neonazi-Aufmarsch in Halle verhindert >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 02.05.2017 um 15:54:01

Rund 4 000 Gegendemonstranten haben es geschafft: bundesweiter Neonazi-Aufmarsch in Halle verhindert

Halle (sc/Bündnis Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage/Polizei).  Mit drei Demonstrationszügen, Kundgebungen und Sitzblokaden auf allen Straßen, die von bzw. zu Halles Hauptbahnhof führen, haben es tausende Gegendemonstranten - das Bündnis gegen Rechts spricht von rund 4 000 -  am gestrigen 1. Mai geschafft, den von der Organisation "Die Rechte" in Halle angekündigten Aufmarsch zu verhindern. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte: "Wir haben es geschafft, alle Räume zu besetzen." Und zwar so, dass die Rechten lediglich eine kleine Kundgebung am Hauptbahnhof abhalten, dann aber nicht in Richtung Silberhöhe aufbrechen konnten. Auch ein Ausweichen nach Merseburg wurde ihnen von der Polizei verboten. 

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte bereits am Mittag des 1. Mai: Ich gehe davon aus, dass die sich keinen Schritt bewwegen können. Wir haben es geschafft, alle Räume zu besetzen. " „Durch die engagierten Proteste ist es uns gelungen, dass die Neonazis den öffentlichen Raum nicht dominiert haben, sondern der Widerstand gegen sie. Wir sind überzeugt, dass dies für Halle nur der Auftakt für eine erstarkende Stadtgesellschaft im Widerspruch gegen jegliche Formen menschenfeindlicher Politik ist", so Valentin Hacken, Sprecher vom Bündnis Halle gegen Rechts.     

Weitgehend liefen die Aktionen friendlich ab. Nur als ein Grüppchen Rechter den Bahnhof verließ, als ihre anderen Gleichgesinnten längst mit dem Zug wieder abgereist waren, und auf Gegendemonstranten unter den Eisenbahnbrücken traf, kam es zu Prügeleien. Mit einer Polizeikette mussten sie schließlich vom anderen Lager getrennt werden.

Die Polizei, die mit 205 Bundespolizisten im Einsatz war, beschrieb die Lage so: " Am Montag, dem 01. Mai 2017 fanden mehrere versammlungsrechtliche Veranstaltungen in Halle statt. Dazu nutzen fast 1 000 Veranstaltungsteilnehmer der verschiedenen Lager die Deutsche Bahn, um nach Halle an- und abzureisen. Die An- und Rückreisen verliefen weitestgehend störungsfrei. Im Hauptbahnhof Halle kam es zu einigen Vergehen, die durch die Bundespolizei beanzeigt wurden: Ein 34-Jähriger hatte mehrere verfassungsfeindliche Symbole auf seinen Nacken tätowiert und offen getragen. Ein 51-jähriger Mann beleidigte eingesetzte Bundespolizisten mit ehrverletzenden Worten. Weiterhin wurde ein 17-Jähriger mit diversen Vermummungsgegenständen festgestellt. In einem Zug aus Richtung Eisenach fand eine Reinigungskraft insgesamt 14 nicht zugelassene Feuerwerkskörper sowie eine Sprühflasche mit CS-Gas. Zudem wurde auf der Bahnhofstoilette ein Butterflymesser festgestellt. Die Gegenstände wurden sichergestellt.  Zudem kam ein Polizeihubschrauber zum Einsatz."

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