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Supersonntag > Halle (Saale) > Kolumne > Zur 10. gemeinsamen Museumsnacht mit Leipzig gibt es ein attraktives Programm: Siedet Euch Euer eigenes Salz! >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 06.09.2018 um 15:13:40

Zur 10. gemeinsamen Museumsnacht mit Leipzig gibt es ein attraktives Programm: Siedet Euch Euer eigenes Salz!

Im Salinemuseum kann man sich zur 10. Museumsnacht sein eigenes Salz sieden. Jürgen Reichardt (Stadtverwaltung Halle), Susanne Kucharski-Huniat (Kulturamt Leipzig), Jana Unger (Stadtmuseum Halle) und Dr. Thomas Töpfer (Schulmuseum Leipzig) lassen sich von Hallore Steffen Kohlert zeigen, wie das geht.                                         Im Salinemuseum kann man sich zur 10. Museumsnacht sein eigenes Salz sieden. Jürgen Reichardt (Stadtverwaltung Halle), Susanne Kucharski-Huniat (Kulturamt Leipzig), Jana Unger (Stadtmuseum Halle) und Dr. Thomas Töpfer (Schulmuseum Leipzig) lassen sich von Hallore Steffen Kohlert zeigen, wie das geht.
Foto: S. Christmann
Halle (sc). Wenn sich etwas zum 10. Male jährt, kann man es durchaus schon als „Kult" bezeichnen. Auf die 10. gemeinsame Mu-seumsnacht von Halle und Leipzig am 5. Mai trifft das auf alle Fälle zu, weshalb das von den Organisatoren ge-wählte Motto „Kult" den Na-gel auf den Kopf trifft, zumal man in den beteiligten Einrichtungen in beiden Städten - insgesamt 80 an der Zahl - auf Kult(ur) im besten Wortsinne treffen kann. Nun kann es keinem gelingen, alle 80 Einrichtungen an diesem Tag zu besuchen. Aber Stippvisiten in zwei, drei oder vielleicht auch vier kann man bei guter Kondition schon einplanen, zumal der Shuttle-Service zwischen den beteiligten Museen um eine Bahn pro Stunde von drei auf vier erhöht wurde. Zwischen Halle und Leipzig fahren zusätzliche S-Bahnen - die Eintrittskarten für die Museumsnacht zu zehn Euro gelten als Fahrkarte dafür sowie auch für die jeweiligen öffentlichen Verkehrsmittel.

Die Auftaktveranstaltung steigt am 5. Mai ab 17.30 Uhr auf dem Leipziger Markt vor dem alten Rathaus - mit Live-Musik und dem An-schneiden einer „kultigen" Geburtstagstorte. Danach hat man die Qual der Wahl, denn die beteiligten Museen haben eigens für diesen Abend 330 Veranstaltungen organisiert. Im Salinemuseum in Halle kann man sich (unter Anleitung) zum Beispiel sein eigenes Salz sieden. Im Christian-Wolff-Haus (Stadtmuseum) wird es punkig zugehen, denn Geralf Pochop liest nicht nur aus seinem Buch „Untergrund war Strategie" (das seine Zeit als hallescher Punk in der DDR beschreibt), sondern er spielt „seine" Punk-Musik natürlich auch. Auf dem Markt wird Carillonneur Frank Müller in Konzertmanier das große Glockenspiel im Roten Turm erklingen lassen.

Unter dem Motto „Händel slamt" kann man im Händelhaus an speziellen Führungen mit Museumsmitarbeitern und Slampoetinnen vom HALternative e. V. teilnehmen. Auf dem Giebichenstein wird zur Museumsnacht eine „Gothic Night" zelebriert. Stündlich eine Kulthandlung - vom Sonnenhymnus bis zum Feindvernichtungsritual - kann man im Ägyptischen Museum in Leipzig vornehmen - oder das ägyptische Barkenorakel befragen. Im Clownmuseum werden alle Filme mit Clown-Legende Jiri Vrstala - besser bekannt als Clown Ferdinand - gezeigt.

Im Schulmuseum lädt eine Schrift- und Bastelwerkstatt ein, das eigene Wunschzeugnis mit den „richtigen" Noten und Beurteilungen zu verfassen. Der Schulfotograf knipst die Besucher in historischer Schulkleidung und mit zeittypischen Utensilien. Am 5. Mai 2018 wäre Karl Marx 200 Jahre alt geworden. Wer dem Personenkult um ihn in der DDR nachspüren möchte, der finde sich im Museum in der „Runden Ecke" ein.

Das Paulinum der Universität Leipzig öffnet erstmals zur Museumsnacht seine Pforten und einen einmaligen Blick hinter die Kulissen von Europas flächenmäßig größtem Kopfbahnhof kann man im Leipziger Hauptbahnhof er-haschen. Die 80 Einrichtungen öffen am 5. Mai von 18 bis 24 Uhr ihre Pforten. Wer nach Mitternacht noch weiter tanzen möchte, kann das mit dem Museumsnacht-Ticket in Halle in der „Palette" und in Leipzig in der Moritzbastei.

Der Ticketvorverkauf startete gestern, am 10. April. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 haben freien Eintritt. Wer mit dem Drahtesel dabei sein möchte, nimmt in Leipzig an der „Tour de Musee" mit Radtourenführer teil, die um 18 Uhr auf dem Leipziger Markt startet und gegen 22 Uhr am Augustusplatz endet. Programmhefte gibt es in allen teilnehmenden Museen, in den Tourist-Informationen sowie an verschiedenen weiteren öffentlichen Orten.

Die Website zur 10. Mu-seumsnacht wurde ebenfalls bereits freigeschaltet. Unter der Adresse www.museumsnacht-halle-leipzig findet man das komplette Programm und auch die genauen Haltepunkte und Abfahrtszeiten des Schuttle-Service.

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