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Kerstin Eschke Kerstin Eschke
aktualisiert am 18.04.2017 um 16:01:57

Neues von den Lästerschwestern: Auf die Osterzweige gekommen


Foto: Hallesches Fotoatelier
Haben Sie in der jüngsten Vergangenheit mal „Ostern 2017“ gegoogelt? Wenn nicht, kein Problem, Sie haben da nicht allzuviel verpasst. Denn angezeigt werden Ihnen bei dieser Suchan-frage zuallererst das Wetter, das es ja gerade nicht so goethe-osterspaziergangsmäßig mit uns meint, und die Stauprognosen, denen wir uns in der vergangenen Woche an dieser Stelle schon gewidmet haben. Irgendwann weiter hinten in der Seitenscala folgen noch das Fernsehprogramm und die Last-Minute-Angebote für den Osterurlaub. Nix mit bunten Eiern, Häschen & Co. Nach Jesus scheint im Netz jedenfalls gleich gar keiner zu fragen bzw. zu suchen. Tja, da ist der Algorithmus gnadenlos ehrlich: Das Osterfest wird gern (mit)genommen, um mal kurz zu verreisen und das möglichst bei schönem Wetter und immer mit der heutzutage illusionären Vorstellung, ohne in einen Stau, eine Bahnverspätung oder ein Flug-Chaos zu geraten. Um den religiösen Hintergrund kümmert sich die Kirche, die wir zu Ostern vielleicht doch mal - so kurz nach Weihnachten - wieder betreten. Oder auch nicht, weil wir aufgrund der Familienfeierei gar nicht dazu kommen oder wir unsere Dosis im Jubel-Reformations-Jahr und so nah an Luthers Wirkungsstätten schon weg zu haben meinen. Dafür haben sich wieder gefühlt alle  dem Ausblasen und Bemustern der  Eier gewidmet. Das wissen wir so genau, weil uns tausend Leute ihr persönliches Osterstrauß-Bild gewhatsappt  haben. Ist ja auch schön, denn gelernt ist gelernt. Es dürfte wohl kaum jemanden geben, der das nicht konnte bzw. kann. Vor Ostern wurden und werden die Eier ausgeblasen, auf welche Art und Weise auch immer verziert und dann an die Zweige gehängt. Nur mit dem Ostergras ist das  so eine vertrackte Sache. Entweder, es schafft es nicht, pünktlich zu den Osterfeiertagen hochzuwachsen, oder es sackt dann schon wieder in sich zusammen. Egal, nehmen wir halt die echte Natur. Da versteckt und sucht es sich ja doch immer noch am Allerbesten.              Susi & Susi 

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