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Supersonntag > Halle (Saale) > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Haste Samstag schon was vor? >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 10.06.2016 um 16:50:56

Neues von Halles Lästerschwestern: Haste Samstag schon was vor?

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Na, das hätte man sich ja denken können! Für die meisten Deutschen ist laut Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung Nürnberg der Samstag der liebste Tag in der Woche. Wegen der (Vorfreude) auf die Lottozahlen sicher oder die Sportschau. Weil man sich in aller Gemütsruhe ins Einkaufsgetümmel stürzen kann, vorausgesetzt, das Geldsäckel ist einigermaßen gefüllt. Man kann den Samstag aber auch deshalb lieben, weil man gerade nicht shoppen gehen will oder muss, denn das erledigt der kluge Städter an einem Abend in der Woche entspannt, wenn nicht so viele unterwegs sind. Gut möglich, dass der Samstag auch deshalb so innig geliebt wird, weil da in der Regel noch nicht der Besuch zum Kaffee bei der Schwiegermutter ansteht. Man kann sich am Samstag auch noch darüber so richtig freuen, dass noch ein arbeitsfreier Tag auf einen wartet, an dem man ebenfallls ausschlafen kann. Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Die kann ei-nem dann nicht mal mehr weggenommen werden, wenn motorisierte Heckenscheren respektive Rasenmäher oder auch „nur" Nachbars lautstark-fröhlicher Gesang Marke Frühaufsteher unter der Dusche einen viel früher aus den Federn treibt als vorgesehen. Dafür hat man dann aber auch einen schönen langen Tag vor sich, an dem sich jede Menge erledigen lässt. Wenn man denn mit genügend Schwung an den in der Woche liegengebliebenen Berg herangehen mag. Wir kennen noch Zeiten, da musste man sich am Samstag sehr beeilen mit dem Einkaufen, denn spätestens Mittag um zwölf war Schluss mit lustig. Schnell mal eben was einholen war damals ohnehin nicht drin. Ohne strategische Planung, wann man sich wo wie lange anstellt, um irgendeine Bück-Dich-Ware zu erhaschen, die man gegen das, was man wirklich brauchte, eintauschen konnte, ging sowieso nix. Das Wochenende brauchte man, um den Tauschring zu pflegen. Und um die einkaufsmäßigen Erfolgserlebnisse gebührend zu feiern. Susi & Susi

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