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Supersonntag > Halle (Saale) > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Mit freundlichen Grüßen! >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 13.05.2016 um 22:17:18

Neues von Halles Lästerschwestern: Mit freundlichen Grüßen!

Susi & Susi Susi & Susi
Foto: Hallesches Fotoatelier
Freunde haben ist ein Muss (oder neudeutsch Must-have). Nein, nicht (nur) wegen Facebook (aber auch). Wer keine Freunde hat, wird Heinz Rühmenn mit seinem „Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste, was es gibt auf der Welt" abgrundtief hassen oder gar nicht erst kennen. Oder so tun, als hätte er welche - die Social-Media-Kanäle machen ihm das heutzutage ja nicht schwer. Außerdem gibt es immer noch Berufe und Tätigkeiten, bei denen man ohnehin nicht unbedingt ein Teamplayer sein muss. Förster im Wald mit Hund oder so. Auch so manche Steuerfahnder oder Buchhalter laufen gerade zur Hochform auf, wenn sie allein ihre Fälle beackern. Akribischer und genauer als es jeder noch so ausgeklügelte Algorithmus vermag. Solche Leute be-kommen jetzt Rückenwind. Durch eine Gemeinschaftsstudie des Massachusetts Institute of Technology und der Universität Tel Aviv. Deren Ergebnisse können sie allen, die ihnen immer ihre Sozialphobie aufs Butterbrot schmieren, ihrerseits unter die Nase reiben. Die Quintessenz der Befragung lautet nämlich: Wenn Du genau hingucken würdest, dann sähest Du: Die Hälfte Deiner Freunde mag Dich gar nicht! Denn auch wenn Du davon ausgehst, dass Dein Freundschaftsbegehren auf Gegenseitigkeit beruht, dann stimmt das in der Hälfte der Fälle eben nicht. Aber so was passt nicht in unser Selbstbild. Also lassen wir diese Denke, der Andere möchte vielleicht nicht mit mir befreundet sein, gar nicht erst zu. Wir wollen es schlicht nicht wissen, wenn Leute nicht mit uns befreundet sein wollen. Ganz schöne Verdrängungsleistung, oder? Der Fairness halber schreiben wir mal dazu, dass die Freundschaftsforscher ausschließlich Studentinnen und Studenten befragt haben. Die sehen das Ganze sicherlich noch sehr viel lockerer, als die Generationen jenseits der 30, 40 oder 50. Wir empfehlen den Studies den Praxis-Test: Wer hilft mir bei meinem Umzug? Spätestens danach dürften sie es dann ganz genau wissen.  Susi & Susi

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