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Supersonntag > Halle (Saale) > Kolumne > Neues von Halles Lästerschwestern: Glotzt romantisch und redet drüber! >
Susanne Christmann Susanne Christmann
aktualisiert am 07.07.2014 um 14:02:09

Neues von Halles Lästerschwestern: Glotzt romantisch und redet drüber!

Susi & Susi. Susi & Susi.
Foto: Hallesches Fotoatelier
Krach mit der einstmals besseren Hälfte? So arg, dass Scheidung droht? Da haben wir jetzt was, verehrte (noch) miteinander Verbandelte. Wenn Ihr denn Eurer Beziehung eine Chance geben wollt. Vergesst aufwändige Therapien. Lasst teure Geschenke stecken. Ihr müsst dazu weder Euer Testament ändern, noch den Wunsch der Schwiegermutter nach Einzug in Eure Behausung erlauben. Aber Ihr müsst mit Eurer anderen Beziehungshälfte glotzen. Liebesfilme. Und hernach darüber sprechen. Weil: das hilft genauso gut (oder schlecht) wie eine Paartherapie. Hat nicht irgendwer, sondern eine wissenschaftliche Studie der University of Rochester, New York, an das liebe Tageslicht gebracht. Professor Ronald Rogge hatte dafür verheirateten Paaren eine Liste mit 47 Filmen gegeben, von denen pro Monat vier angeschaut werden mussten. Plus 45 Minuten Gespräch darüber. Nach drei Jahren betrug die Scheidungsrate dieser Paare 11 Prozent, die der sich selbst überlassenen Kontrollgruppe 24 Prozent und die jener Gruppe mit Paartherapie exakt 11 Prozent. Was für eine Marktlücke! Kinos richten nun reihenweise ihre Programmangebote nach dem Therapieziel „Scheidung verhindern" aus. Kassen übernehmen anteilig die Kosten für die Liebesfilmtherapie, weil hernach wieder glücklich Verheiratete keine Depressions-Kosten mehr verursachen und u. U. auch noch für mehr Nachwuchs sorgen. Paartherapeuten wollen per Online-Petition die Zahl der neu zu produzierenden Liebesfilme auf einen pro Jahr begrenzen. Alternativ wollen sie per Gesetz festlegen lassen, dass die Paargespräche nach dem Film nur mit therapeutischer Begleitung als Nicht-Scheidungsgrund anerkannt werden. Scheidungsanwälte demonstrieren gegen die Liebesfilm-Gesprächs-Therapie oder suchen sich gleich ein anderes Rechtsstreitgebiet, das sie gebührenaufwändig beackern können. Wir schlagen vor: jedes betroffenen Paar dreht seinen eigenen Film. Der sorgt dann für genügend Gesprächsstoff. Ein Leben lang. Susi & Susi

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